International
USA

Melania Trump soll Sitzung im UN-Sicherheitsrat leiten

Melania Trump soll Sitzung im UN-Sicherheitsrat leiten

Ungewöhnliche Rolle für Melania Trump: Die First Lady soll eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats leiten. Eine symbolische Geste in Zeiten angespannter USA-UN-Beziehungen.
27.02.2026, 09:1027.02.2026, 09:19
Anna-Lena Janzen / t-online
Ein Artikel von
t-online

Die First Lady der USA, Melania Trump, wird am Montag eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats leiten, wenn die USA die monatlich rotierende Präsidentschaft übernehmen. Es sei das erste Mal, dass die Ehefrau eines amtierenden Staatschefs eine Sitzung des 15-köpfigen Gremiums führe, teilte ein UN-Sprecher am Mittwoch mit.

First lady Melania Trump speaks at an event to present her 2025 inaugural ball gown to the Smithsonian National Museum of American History, Friday, Feb. 20, 2026, in Washington. (AP Photo/Allison Robb ...
Melania Trump, First Lady der USA. Bild: keystone

Die Sitzung unter dem Titel «Kinder, Technologie und Bildung in Konflikten» solle Bildung als Weg zu mehr Toleranz und Weltfrieden hervorheben, erklärte Melania Trumps Büro. Die First Lady werde damit «in die Geschichte eingehen», hiess es in einer Mitteilung.

Der Auftritt erfolgt während angespannter Beziehungen zwischen den USA und den Vereinten Nationen. Präsident Donald Trump hatte die UN wiederholt als ineffektiv kritisiert und Reformen gefordert. Die USA sind mit mehr als vier Milliarden Dollar bei ihren UN-Beiträgen im Rückstand.

UN-Sprecher Stéphane Dujarric wertete Melania Trumps Auftritt jedoch als Zeichen dafür, dass die USA den Sicherheitsrat und das Thema ernst nehmen.

Melania Trump leitet Initiative für das Wohl von Kindern

Melania Trump setzt sich schon seit der ersten Amtszeit ihres Mannes für das Wohl von Kindern ein. Im Jahr 2018 stellte die First Lady mit ihrer «Be Best»-Initiative das Wohl von Kindern in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Damit warb sie für gesunde Lebensweisen, engagierte sich gegen Opioidmissbrauch und für einen verantwortungsvollen Umgang mit sozialen Medien.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Pflegekindern: Trump setzt sich nach eigenen Angaben für Reformen im Pflegesystem ein und unterstützt Programme, die Ausbildung und berufliche Perspektiven verbessern sollen. Zudem besuchte sie wiederholt Krankenhäuser und Einrichtungen für Kinder und betonte die Bedeutung eines sicheren Umfelds.

Zugleich blieb ihr Engagement nicht ohne Kritik: 2018 geriet sie im Zuge der «Null-Toleranz»-Politik der US-Regierung in die Diskussion, als Migrantenfamilien an der Grenze getrennt wurden und sie ein Aufnahmezentrum besuchte. Im Kontext des Ukrainekriegs sprach sie sich für die Rückführung betroffener Kinder aus.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
31 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
000642.a19ae6c6@apple
27.02.2026 09:23registriert Mai 2022
…wertete Melania Trumps Auftritt jedoch als Zeichen dafür, dass die USA den Sicherheitsrat und das Thema ernst nehmen…. bin ich nun total realitätsfern oder ist die Politik? Was soll daran seriös sein? Nur ein weitere Schritt der Speichelleckerei der TrumpMafia gegenüber!!!
731
Melden
Zum Kommentar
avatar
Dr. Atomi
27.02.2026 09:51registriert Juli 2024
Diese Familie hat definitiv mafia Struktur und gehört zerschlagen und verurteilt bis zu lebenslanger Gefängnisstrafe was das Thema Epstein anbelangt.
592
Melden
Zum Kommentar
avatar
RicoH
27.02.2026 09:32registriert Mai 2019
Weltfrieden...
Die Leitung einer UN-Sicherheitsrat ist keine Miss Wahl. Vielleicht sollte man ihr das vorher sagen.
470
Melden
Zum Kommentar
31
AfD gewinnt in Eilverfahren um Einstufung als rechtsextrem
Deutschlands Bundesamt für Verfassungsschutz darf die rechtspopulistische Partei AfD vorerst nicht als gesichert rechtsextremistisch einstufen und behandeln.
Das Verwaltungsgericht Köln hat entschieden, dass die Behörde den Ausgang des Hauptsacheverfahrens abzuwarten hat. Auch die öffentliche Bekanntgabe einer solchen Einstufung müsse das Bundesamt für Verfassungsschutz vorerst unterlassen. Dem Eilantrag der AfD sei im Wesentlichen stattgegeben worden.
Zur Story