Melania Trump soll Sitzung im UN-Sicherheitsrat leiten
Die First Lady der USA, Melania Trump, wird am Montag eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats leiten, wenn die USA die monatlich rotierende Präsidentschaft übernehmen. Es sei das erste Mal, dass die Ehefrau eines amtierenden Staatschefs eine Sitzung des 15-köpfigen Gremiums führe, teilte ein UN-Sprecher am Mittwoch mit.
Die Sitzung unter dem Titel «Kinder, Technologie und Bildung in Konflikten» solle Bildung als Weg zu mehr Toleranz und Weltfrieden hervorheben, erklärte Melania Trumps Büro. Die First Lady werde damit «in die Geschichte eingehen», hiess es in einer Mitteilung.
Der Auftritt erfolgt während angespannter Beziehungen zwischen den USA und den Vereinten Nationen. Präsident Donald Trump hatte die UN wiederholt als ineffektiv kritisiert und Reformen gefordert. Die USA sind mit mehr als vier Milliarden Dollar bei ihren UN-Beiträgen im Rückstand.
UN-Sprecher Stéphane Dujarric wertete Melania Trumps Auftritt jedoch als Zeichen dafür, dass die USA den Sicherheitsrat und das Thema ernst nehmen.
Melania Trump leitet Initiative für das Wohl von Kindern
Melania Trump setzt sich schon seit der ersten Amtszeit ihres Mannes für das Wohl von Kindern ein. Im Jahr 2018 stellte die First Lady mit ihrer «Be Best»-Initiative das Wohl von Kindern in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Damit warb sie für gesunde Lebensweisen, engagierte sich gegen Opioidmissbrauch und für einen verantwortungsvollen Umgang mit sozialen Medien.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Pflegekindern: Trump setzt sich nach eigenen Angaben für Reformen im Pflegesystem ein und unterstützt Programme, die Ausbildung und berufliche Perspektiven verbessern sollen. Zudem besuchte sie wiederholt Krankenhäuser und Einrichtungen für Kinder und betonte die Bedeutung eines sicheren Umfelds.
Zugleich blieb ihr Engagement nicht ohne Kritik: 2018 geriet sie im Zuge der «Null-Toleranz»-Politik der US-Regierung in die Diskussion, als Migrantenfamilien an der Grenze getrennt wurden und sie ein Aufnahmezentrum besuchte. Im Kontext des Ukrainekriegs sprach sie sich für die Rückführung betroffener Kinder aus.

