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Steigende Kriminalität in New York: Einjähriger stirbt bei Schüssen



Nach Schüssen in New York ist ein einjähriges Kleinkind ums Leben gekommen. Der kleine Junge sei in der Nacht zum Sonntag während einer Grillparty in einem Park im Stadtteil Brooklyn in seinem Kinderwagen gewesen, als zwei Männer aus bislang ungeklärter Ursache zu schiessen anfingen, teilte die Polizei mit. Drei Männer wurden verletzt, das Kleinkind wurde in den Bauch getroffen und starb kurz danach im Krankenhaus. «Das ist so schmerzhaft», sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Montag bei einer Pressekonferenz. «Es ist nichts, wo wir jemals wegschauen können.»

Die Zahl der Schiessereien in der Millionenmetropole ist in den vergangenen Wochen stark gestiegen. In den ersten rund sechs Monaten des Jahres gab es laut New Yorker Polizei 585 Vorfälle mit Schüssen, im vergangenen Jahr waren es 381 gewesen. Dabei starben 181 Menschen im Vergleich zu 147 im Vorjahr. Rund ein Drittel der Schiessereien in diesem Jahr fiel allein auf den Juni. Unter anderem starben in den vergangenen Wochen ein 15 Jahre alter Teenager und ein Mann, der gerade mit seiner sechsjährigen Tochter die Strasse überquerte.

New York City Mayor Bill de Blasio speaks alongside his wife Chirlane McCray during a memorial service for George Floyd at Cadman Plaza Park in the Brooklyn borough of New York, on Thursday, June 4, 2020. Floyd, an African American man, died on May 25 after a white Minneapolis police officer pressed a knee into his neck for several minutes even after he stopped moving and pleading for air.  (AP Photo/John Minchillo)
Bill de Blasio,Chirlane McCray

Will aktiv werden: Bürgermeister Bill de Blasio. Bild: keystone

Bürgermeister de Blasio versprach ein härteres Vorgehen und gab der Corona-Krise und deren Auswirkungen auf die Menschen die Schuld. Andere Politiker sahen die Schuld bei den Reformen von Polizei und Justizsystem. So wurden aufgrund der Coronavirus-Pandemie unter anderem viele Gefängnisinsassen, die beispielsweise nur noch eine geringe Reststrafe vor sich hatten, frühzeitig entlassen. Andere Politiker bemängelten eine ungenügende Arbeit der New Yorker Polizei.

Dass die New Yorker Kriminalitätsrate im Sommer steigt, ist grundsätzlich nicht ungewöhnlich. Zudem sind die Zahlen noch weit von den Rekorden der frühen 90er Jahre entfernt, als in der Metropole teils mehr als 2000 Menschen pro Jahr erschossen wurden. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Victor Paulsen 14.07.2020 10:25
    Highlight Highlight Ich glaube Bill De Blasio zwar, dass er gerne etwas dagegen unternehmen will. Aber in solchen Fragen hat man als Bürgermeister nicht so viel Macht, da müsste wahrscheinlich die gesamte US Politik mitspielen. Falls man wirklich mal durchgreift, wird das von irgendeinem Gericht vermutlich eh wieder aufgehoben
  • Rosskastanie 14.07.2020 08:23
    Highlight Highlight Wann lehrt der Bürgermeister, dass Repression durch den Polizeiapparat gar nichts nützt? Ich dache "Defund the Police" sei ein Thema gewesen und die Cops sollten sich künftig möglichst raushalten, damit POC nicht ständig rassistischen Gewalttaten durch Weisse ausgesetzt sind. Jetzt also will man wieder härter durchgreifen, ich verstehe es einfach nicht. Lasst die Leute mal machen, da muss nicht immer der Staat seine Macht ausspielen.
  • Scrat 14.07.2020 07:18
    Highlight Highlight „Die Zahlen sind noch weitvon den Rekorden der 90er-Jahre entfernt... „. Na, dann ist ja alles gut. 😟😟😟
  • Autokorrektur 14.07.2020 00:10
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