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Trent Franks: Der Republikaner gab gestern seinen Rücktritt bekannt.
Trent Franks: Der Republikaner gab gestern seinen Rücktritt bekannt.Bild: AP/FR170079 AP

Auch dieser US-Politiker muss seinen Stuhl räumen – weil er eine Leihmutter suchte 

08.12.2017, 15:4708.12.2017, 17:22

Grosse Aufregung gestern in Washington: Der demokratische US-Senator Al Franken gab gestern nach einer Reihe von Vorwürfen sexueller Übergriffe seinen Rücktritt bekannt. Mehr als 30 der 48 demokratischen und unabhängigen Senatorinnen und Senatoren forderten ihn zu diesem Schritt auf. 

Und Franken war nicht allein: Abseits des ganz grossen Medienrummels um den demokratischen Senator gab es gestern eine weitere Rücktrittserklärung. Der republikanische Abgeordnete Trent Franks verkündete, dass er seinen Stuhl auf den 31. Januar 2018 räumen werde. 

Franks entschied sich zu diesem Schritt, als bekannt wurde, dass das Ethik-Komitee des Repräsentantenhaus eine Untersuchung wegen sexueller Belästigung gegen ihn eingeleitet hat.

Der 60-Jährige soll Mitarbeiterinnen gefragt haben, ob sie für ihn ein Kind austragen würden, berichtet die Washington Post. Franks sagte in seiner Rücktrittserklärung, dass er und seine Frau lange mit Unfruchtbarkeit gekämpft, dank einer Leihmutter nun aber Zwillinge bekommen hätten. Nun hätten sie den Wunsch nach noch mehr Kindern gehabt. 

Trent Franks gilt als starker Unterstützer von US-Präsident Donald Trump.
Trent Franks gilt als starker Unterstützer von US-Präsident Donald Trump.Bild: AP/AP

Franks gab gestern zu, dass er mit zwei Mitarbeiterinnen eine Diskussion über eine Leihmutterschaft geführt habe. Jedoch habe er keine Frau physisch belästigt. 

Der Republikaner aus Arizona übernimmt für seine Handlungen volle Verantwortung, er habe nie jemanden in eine Notlage bringen wollen.

Franks gilt als äusserst konservativer Politiker, er gehört dem sogenannten «Freedom Caucus» an. Eine Gruppierung im Repräsentantenhaus, die ganz am rechten Rand Politik betreibt. Franks setzte sich zum Beispiel für ein Abtreibungsverbot ein. Im Jahr 2010 behauptete er, die Abtreibung habe mehr Menschenleben unter Afroamerikanern gekostet als die Sklaverei in den USA. (cma)

Und wie sieht es eigentlich im Bundeshaus aus? Schweizer Politikerinnen im Interview

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6 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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koks
08.12.2017 16:32registriert August 2015
Die Gesinnungspolizei in den USA (eine Mischung aus rechtskonservativer und linksextremer Pseudo-Moral) ist locker schon so absurd wie in den ehemaligen sozialistischen Regimes im Ostblock.
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Alpöhy
08.12.2017 17:46registriert Mai 2016
Was mich mal interessieren würde: wieso müssen die zurücktreten, währenddessen Trump mit seiner Vergangenheit Präsident werden durfte?
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