Handelsminister, Google-Gründer, Sportteam-Besitzer: Die (neuen) Namen der Epstein-Files
Die Veröffentlichung der Akten brachte bisher unbekannte finanzielle Verbindungen und soziale Beziehungen zwischen Epstein und prominenten Persönlichkeiten ans Licht.
Einige Namen auf der Liste:
Elon Musk
Die Verbindungen zwischen Musk und Epstein scheinen enger gewesen zu sein als bislang bekannt. Eine E-Mail-Korrespondenz zwischen Epstein und Musk aus dem Jahr 2012 scheint zu zeigen, dass der reichste Milliardär der Welt auf die Frage «Wie viele Personen werden mit dem Hubschrauber auf die Insel kommen?» mit «An welchem Tag/in welcher Nacht findet die wildeste Party auf unserer Insel statt?» antwortet. Das berichtet unter anderem der «Guardian».
Howard Lutnick, Trumps Handelsminister
Aus den Dokumenten geht auch hervor, dass Howard Lutnick, Trumps Handelsminister, im Dezember 2012 einen Besuch auf Epsteins Privatinsel geplant hatte, obwohl er letztes Jahr behauptet hatte, dass er und seine Frau um 2005 von Epstein so «angewidert» gewesen seien, dass sie beschlossen hätten, «nie wieder mit diesem ekelhaften Menschen in einem Raum zu sein». Einen Tag nach dem geplanten Treffen scheint aus den E-Mails hervorzugehen, dass Epsteins Assistent Lutnick eine Nachricht von Epstein weitergeleitet hat, in der stand: «Schön, Sie zu sehen.»
Bill Gates
Laut veröffentlichter E-Mails verfasste Epstein 2013 Notizen an und über den Microsoft-Gründer, in denen er andeutete, dass dieser ausserehelichen Sex hatte, das schreibt die «New York Times». Die Gates Foundation bezeichnete die Anschuldigungen als «absolut absurd und völlig falsch». In einer E-Mail schrieb Epstein demnach, er habe Gates dabei geholfen, Medikamente zu beschaffen, um «mit den Folgen des Sex mit russischen Mädchen fertig zu werden», und dass er Gates Treffen mit verheirateten Frauen ermöglicht habe. Es ist allerdings unklar, ob Epstein die E-Mails jemals an Gates geschickt hat.
Prinz Andrew
Andrew Mountbatten-Windsor (ehemals Prinz) nahm laut Unterlagen Monate nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis an einer privaten Feier mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein teil. Zudem soll er Epstein in den Buckingham Palace eingeladen haben.
Das Justizministerium veröffentlichte ausserdem neue Bilder von Andrew, auf denen er über einer Frau kniet.
Sergey Brin, Mitbegründer von Google
Der über 250 Milliarden schwere Brin besuchte Jeffrey Epsteins Privatinsel in St.Thomas, plante ein Abendessen in Epsteins Haus und korrespondierte mit Ghislaine Maxwell. Dies alles geht gemäss «New York Times» ebenfalls aus den Dokumenten hervor, die das Justizministerium am Freitag veröffentlicht hat. Es ist bereits seit langem bekannt, dass Epstein Führungskräfte von JPMorgan mit Brin bekannt gemacht hatte und der Bank dabei half, ihn als Kunden zu gewinnen.
Steve Tisch, Vorsitzender und Miteigentümer der New York Giants (Football)
Tisch tauchte in einer Reihe der neu veröffentlichten E-Mails auf, darunter auch in Korrespondenzen, in denen Epstein für Tisch Treffen mit bestimmten Frauen arrangierte. Eine Nachricht vom Mai 2013 zeigte, dass Epstein Tisch anbot, ihn mit einer russischen Frau in Kontakt zu bringen. Tisch antwortete eine Minute später mit der Frage: «Macht sie Spass?» (Engl.: «Is she fun?») Im nächsten Monat stellte Tisch Epstein mehrere Fragen zu einer anderen Frau aus Tahiti, darunter auch, ob sie eine «Prostituierte» sei. Darauf antwortete Epstein: «Niemals.»
(lak)
