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Die Namen in den Epstein-Files: Musk, Lutnick, Gates, Brin, Andrew

Handelsminister, Google-Gründer, Sportteam-Besitzer: Die (neuen) Namen der Epstein-Files

Am Freitag veröffentlichte das US-Justizministerium über drei Millionen weitere Akten zum Fall Jeffrey Epstein. Darunter sind einige berühmte – und schwerreiche – Namen.
31.01.2026, 14:3031.01.2026, 14:34

Die Veröffentlichung der Akten brachte bisher unbekannte finanzielle Verbindungen und soziale Beziehungen zwischen Epstein und prominenten Persönlichkeiten ans Licht.

Einige Namen auf der Liste:

Elon Musk

FILE - Elon Musk attends the Saudi Investment Forum at the Kennedy Center, Wednesday, Nov. 19, 2025, in Washington. (AP Photo/Evan Vucci, File)
Bild: AP

Die Verbindungen zwischen Musk und Epstein scheinen enger gewesen zu sein als bislang bekannt. Eine E-Mail-Korrespondenz zwischen Epstein und Musk aus dem Jahr 2012 scheint zu zeigen, dass der reichste Milliardär der Welt auf die Frage «Wie viele Personen werden mit dem Hubschrauber auf die Insel kommen?» mit «An welchem Tag/in welcher Nacht findet die wildeste Party auf unserer Insel statt?» antwortet. Das berichtet unter anderem der «Guardian».

Howard Lutnick, Trumps Handelsminister

Commerce Secretary Howard Lutnick and his wife Allison arrive for the premiere of first lady Melania Trump's movie "Melania" at The John F. Kennedy Memorial Center For The Performing Ar ...
Lutnick und seine Frau Allison.Bild: keystone

Aus den Dokumenten geht auch hervor, dass Howard Lutnick, Trumps Handelsminister, im Dezember 2012 einen Besuch auf Epsteins Privatinsel geplant hatte, obwohl er letztes Jahr behauptet hatte, dass er und seine Frau um 2005 von Epstein so «angewidert» gewesen seien, dass sie beschlossen hätten, «nie wieder mit diesem ekelhaften Menschen in einem Raum zu sein». Einen Tag nach dem geplanten Treffen scheint aus den E-Mails hervorzugehen, dass Epsteins Assistent Lutnick eine Nachricht von Epstein weitergeleitet hat, in der stand: «Schön, Sie zu sehen.»

Bill Gates

epa12667021 Microsoft co-founder and US philanthropist Bill Gates attends a panel discussion during the 56th annual meeting of the World Economic Forum (WEF) in Davos, Switzerland, 21 January 2026. Th ...
Bild: keystone

Laut veröffentlichter E-Mails verfasste Epstein 2013 Notizen an und über den Microsoft-Gründer, in denen er andeutete, dass dieser ausserehelichen Sex hatte, das schreibt die «New York Times». Die Gates Foundation bezeichnete die Anschuldigungen als «absolut absurd und völlig falsch». In einer E-Mail schrieb Epstein demnach, er habe Gates dabei geholfen, Medikamente zu beschaffen, um «mit den Folgen des Sex mit russischen Mädchen fertig zu werden», und dass er Gates Treffen mit verheirateten Frauen ermöglicht habe. Es ist allerdings unklar, ob Epstein die E-Mails jemals an Gates geschickt hat.

Prinz Andrew

Story from Jam Press Epstein Files Pictured: Andrew Mountbatten-Windsor crouched on all fours over an unidentified woman lying on the floor, in images released as part of the Jeffrey Epstein files. PH ...
Bild: www.imago-images.de

Andrew Mountbatten-Windsor (ehemals Prinz) nahm laut Unterlagen Monate nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis an einer privaten Feier mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein teil. Zudem soll er Epstein in den Buckingham Palace eingeladen haben.

Das Justizministerium veröffentlichte ausserdem neue Bilder von Andrew, auf denen er über einer Frau kniet.

Sergey Brin, Mitbegründer von Google

Sergey Brin, right turning around, a Google founder, and Gerelyn Gilbert-Soto, left, are seated during a dinner with President Donald Trump in the State Dining Room of the White House, Thursday, Sept. ...
Bild: keystone

Der über 250 Milliarden schwere Brin besuchte Jeffrey Epsteins Privatinsel in St.Thomas, plante ein Abendessen in Epsteins Haus und korrespondierte mit Ghislaine Maxwell. Dies alles geht gemäss «New York Times» ebenfalls aus den Dokumenten hervor, die das Justizministerium am Freitag veröffentlicht hat. Es ist bereits seit langem bekannt, dass Epstein Führungskräfte von JPMorgan mit Brin bekannt gemacht hatte und der Bank dabei half, ihn als Kunden zu gewinnen.

Steve Tisch, Vorsitzender und Miteigentümer der New York Giants (Football)

New York Giants co-owner Steve Tisch arrives for NFL owners meetings, in New York, Wednesday, Oct. 22, 2025. (AP Photo/Richard Drew)
NFL Owners Meetings Football
Bild: keystone

Tisch tauchte in einer Reihe der neu veröffentlichten E-Mails auf, darunter auch in Korrespondenzen, in denen Epstein für Tisch Treffen mit bestimmten Frauen arrangierte. Eine Nachricht vom Mai 2013 zeigte, dass Epstein Tisch anbot, ihn mit einer russischen Frau in Kontakt zu bringen. Tisch antwortete eine Minute später mit der Frage: «Macht sie Spass?» (Engl.: «Is she fun?») Im nächsten Monat stellte Tisch Epstein mehrere Fragen zu einer anderen Frau aus Tahiti, darunter auch, ob sie eine «Prostituierte» sei. Darauf antwortete Epstein: «Niemals.»

(lak)

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46 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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urwald
31.01.2026 15:29registriert August 2014
Im Vergleich dazu, was Trump vorgeworfen wird, klingt das ja schon fast nach einem Kindergeburtstag.
Unfassbar, wie sich die Grenze hinsichtlich dessen, was gesellschaftlich toleriert wird, innert zehn Jahren und ganz besonders im letzten Jahr verändert hat. Ich sehne mich nach Zeiten, in denen ein falscher Pin am Rever ein Skandal war.

Amerika, wach auf!

Und liebe Mitbürger, denkt bitte bei den nächsten Wahlen und Abstimmungen daran, dass unsere liebe SVP in vielerlei Hinsicht das selbe Gedankengut wie die MAGA-Trottel verbreitet.

Der Epstein-Skandal natürlich explizit ausgenommen.
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KLERUS
31.01.2026 15:35registriert Oktober 2021
Eine Elite von hinterhältigen und pädophilen Sexualstraftätern, die mit aller Macht versuchen die Wahrheit unter den Tisch zu kehren. Epstein war nie ein Finanzinvestor, er war immer ein Zuhälter der oberen Elite. Demokraten, Republikaner und Wirtschaftsbosse, sie alle wussten es und sie alle sind daher zumindest Mitwisser!
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Dini Mam.
31.01.2026 15:58registriert Juli 2022
Das schlimme ist das läuft alles aktuell noch weiter.

Die sind praktisch alle noch frei.

Die haben damit sicher nicht aufgehört. Gibt ja bis jetzt kaum Konsequenzen.
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