International
USA

USA streichen Sanktionen gegen Venezuelas Präsidentin

USA streichen Sanktionen gegen Venezuelas Präsidentin

Die USA haben Venezuelas geschäftsführende Präsidentin und Ex-Maduro-Vize Delcy Rodríguez von ihrer Sanktionsliste gestrichen.
02.04.2026, 06:0502.04.2026, 06:05

Das geht aus einer aktualisierten Sanktionsliste des US-Finanzministeriums hervor. Gründe für die Entscheidung wurden zunächst nicht genannt.

epa12795638 Delcy Rodriguez, the acting president of Venezuela, speaks alongside US Secretary of the Interior Doug Burgum in Caracas, Venezuela, 04 March 2026. The two officials met to discuss coopera ...
Delcy Rodriguez arbeitet mit den USA zusammen.Bild: keystone

Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer schrittweisen Lockerung der US-Sanktionen gegen Venezuela. Washington hatte zuletzt wieder umfangreiche Geschäfte mit dem staatlichen Ölkonzern PdVSA erlaubt und damit auf steigende Energiepreise und geopolitische Entwicklungen reagiert. Zudem hatten die USA kürzlich auch wieder den Handel mit venezolanischem Gold erlaubt. Beide Länder nahmen auch die diplomatischen Beziehungen wieder auf.

Echter politischer Umbruch in Venezuela bleibt aus

Nach der Festnahme des autoritär regierenden Staatschefs Nicolás Maduro durch das US-Militär im Januar übernahm die bisherige Vize-Präsidentin Rodríguez die Amtsgeschäfte. Zwar wurden eine Reihe von politischen Häftlingen entlassen, einen grundsätzlichen politischen Wandel leitete die autoritäre Führung des ölreichen südamerikanischen Landes aber nicht ein.

Rodríguez gilt als zentrale Ansprechpartnerin der US-Regierung, vor allem bei Verhandlungen über die Verwaltung der riesigen Ölvorkommen des Landes, die Trump zugunsten der USA nutzen möchte. Mehrere US-Minister haben sich bereits mit ihr in Venezuela getroffen. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
6 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
6
«Putin steckt in der Sackgasse» – wo die grösste Gefahr für den Kreml-Chef steckt
Russland-Kenner Andrey Gurkov sagt, wie stark die Wirtschaftskrise Wladimir Putin unter Druck setzt, was das für den Krieg in der Ukraine bedeutet – und warum der Kreml-Chef Donald Trump unheimlich findet.
Wladimir Putin führt gerade zwei Kriege: Gegen die Ukraine und indirekt an der Seite der Iraner gegen die USA. Damit geht er auf direkte Konfrontation mit Donald Trump. Warum tut er das?
Im Grunde führt Putin sogar drei Kriege. Der dritte grosse Krieg, neben der Ukraine und dem Iran, ist der Kulturkampf gegen den Westen. Bis vor kurzem hat er diesen vor allem gegen Europa geführt. In Moskau setzte man darauf, dass US-Präsident Donald Trump schnelle Erfolge braucht und deshalb den Druck auf die Ukraine rasch erhöhen würde und sie letztlich zur Kapitulation zwingt. Die Kraft, die dem entgegenstand, waren – neben den für ihre Unabhängigkeit kämpfenden Ukrainern – die Europäer.
Zur Story