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«Schrecklich!» Trump wirft US-Ladenkette unfairen Umgang mit seiner Tochter vor



FILE - In this March 6, 2015 file photo, Ivanka Trump models an outfit following an interview to promote her clothing line in Toronto. Nordstrom said Thursday, Feb. 2, 2017,  it will stop selling Ivanka Trump clothing and accessories. The Seattle-based department store chain said the decision was based on the sales performance of the first daughter's brand. (Pawel Dwulit/The Canadian Press via AP)

Ivanka Trump posiert mit Stücken aus ihrer Modekollektion.

US-Präsident Donald Trump hat die Ladenkette Nordstrom hart dafür kritisiert, dass sie die Modekollektion seiner Tochter Ivanka aus dem Sortiment genommen hat. Seine Tochter werde von Nordstrom «so unfair» behandelt, schrieb Trump am Mittwoch auf Twitter.

«Sie ist ein grossartiger Mensch – sie bringt mich immer dazu, das Richtige zu tun! Schrecklich!», schrieb Trump weiter. Seit seinem Wahlsieg hat er wiederholt einzelne Unternehmen gelobt oder angegriffen. Es war jedoch nun das erste Mal, dass er sich offen für eine Firma in die Bresche warf, die zum Unternehmensimperium seiner Familie gehört.

Trumps Sprecher Sean Spicer sagte, dem Präsidenten sei es mit seinem Tweet lediglich darum gegangen, für ein Familienmitglied einzustehen, das «verunglimpft» worden sei. Dazu habe er als Vater jedes Recht. Es gebe «eindeutige Anstrengungen», die Marke von Ivanka Trump aus politischen Motiven zu beschädigen.

Nordstrom erklärte jedoch, die Produkte der Trump-Tochter seien allein aus kaufmännischen Gründen aus dem Sortiment genommen worden. Der Verkauf sei im vergangenen Jahr konstant zurückgegangen, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte. Es habe deshalb keinen Sinn mehr gehabt, die Produkte weiter zum Verkauf anzubieten. Nordstrom betonte im Übrigen, dass es eine «grossartige Beziehung» zur Firma der Trump-Tochter habe.

Schuhe, Handtaschen und Kleidung

Eine Sprecherin des Modemarke «Ivanka Trump» lehnte eine Stellungnahme ab. Die Marke von Trumps Tochter bietet unter anderem Schuhe, Handtaschen und Kleidung an. Nordstrom verkauft seine Waren vor allem an die eher zahlungskräftige Kundschaft. Kurz nach Nordstrom hatte der Luxuswarenhändler Neiman Marcus Yahoo News zufolge mitgeteilt, Schmuck von «Ivanka Trump» werde künftig weder online noch im Geschäft in New Jersey verkauft.

Firmen, die Produkte der Trump-Familie anbieten, sehen sich bereits seit einer Weile mit Boykottaufrufen von Aktivisten konfrontiert. Eine entsprechende Initiative trägt den Titel #GrabYourWallet (Greif deinen Geldbeutel) – eine ironische Anspielung auf Trumps vormalige Prahlereien mit seinen sexuellen Übergriffen.

Kritik der Demokraten

Der Präsident und seine Familie sehen sich vielfachen Vorwürfen ausgesetzt, ihre politischen und wirtschaftlichen Aktivitäten nicht zu trennen. Ivanka Trump hatte nach dem Wahlsieg ihres Vaters angekündigt, sich aus ihrer Mode- und Schmuckfirma zurückzuziehen. Sie hat selber keinen Regierungsposten übernommen, doch ihr Ehemann Jared Kushner ist Berater im Weissen Haus.

Bei der Fraktionschefin der Demokraten im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, stiess Trumps Tweet auf Kritik: «Ich denke, das ist ungeeignet, aber er ist ein total ungeeigneter Präsident, also passt es letztlich zu ihm.» (sda/afp/reu)

Dann hatten wir ja auch noch die Armreif-Affäre ....

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