«Er hasst Christen»: Trump spricht über den Schützen — und ein Manifest
Der Schütze bei einem Gala-Dinner in Washington hat US-Präsident Donald Trump zufolge antichristliche Ansichten. «Wenn man sein Manifest liest, merkt man, dass er Christen hasst. Das steht fest, er hasst Christen», sagte Trump dem Sender Fox News. Nähere Angaben zu dem Schriftstück machte der Präsident nicht. Trump bezeichnete den Angreifer als «verrückten Typen.» Familienmitglieder hätten zu den antichristlichen Ansichten sogar Angaben bei den Sicherheitsbehörden gemacht.
«Wahrlich furchtlos»
Auch die US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt äusserte sich zum Angriff auf das Gala-Dinner in Washington. Sie wertete ihn als Mordversuch am Präsidenten. Das Dinner sei von einem Verrückten gekapert worden, «der versuchte, den Präsidenten zu ermorden und so viele hochrangige Vertreter der Trump-Regierung wie möglich zu töten», teilte Leavitt auf X mit.
Leavitt, die auch auf der Ehrentribüne sass, sei mit Trump und First Lady Melania in Sicherheit gebracht worden. «Präsident Trump war wahrlich furchtlos, aber wie er gestern Abend sagte, muss diese politische Gewalt ein Ende haben.»
Bei dem Gala-Dinner mit der Hauptstadtpresse war am Samstagabend (Ortszeit) ein schwer bewaffneter Mann durch eine Sicherheitsschleuse gestürmt und von Sicherheitskräften überwältigt worden. Es fielen Schüsse, der Präsident wurde von seinen Personenschützern in Sicherheit gebracht.
Das Motiv des Verdächtigen sei Teil der Ermittlungen, hatte Justizminister Todd Blanche zuvor mitgeteilt. Ersten Erkenntnissen zufolge gehen die Ermittler davon aus, dass der Schütze Mitglieder der Trump-Regierung ins Visier genommen hatte, so Blanche. (sda/dpa)
