International
USA

USA streichen Kuba von der Terrorliste

USA streichen Kuba von der Terrorliste

29.05.2015, 17:2629.05.2015, 20:56

Im Zuge der historischen Annäherung beider Staaten haben die USA einen wichtigen Schritt vollzogen: Kuba steht nun – nach 33 Jahren – nicht mehr auf der amerikanischen Liste staatlicher Unterstützer des Terrorismus. Das teilte das US-Aussenministerium am Freitag in Washington mit.

Bereits im April hatte US-Präsident Barack Obama diesen Schritt angekündigt. Er folgt auf eine Annäherung der beiden Staaten: Mitte Dezember hatten die Regierungen überraschend verkündet, ihre diplomatischen Beziehungen zu normalisieren. 

Auf der Terrorliste der USA stehen derzeit Iran, Syrien und der Sudan. Kuba war 1982 auf die Liste gesetzt worden, weil es «bewaffnete Revolutionen» und terroristisch agierende Gruppen gefördert habe, etwa Mitgliedern der baskischen Untergrundorganisation ETA und der kolumbianischen Guerillagruppe FARC Unterschlupf zu gewähren. Durch den Schritt wurde Kuba von Waffenlieferungen und Wirtschaftshilfen ausgeschlossen. 

Kuba hatte in Gesprächen mit US-Vertretern immer wieder darauf gedrängt, von der Liste gestrichen zu werden. Obama hatte zudem den Kongress aufgerufen, ein Ende der Kubasanktionen zu beschliessen. Die über 50-jährige Politik der Isolation der sozialistischen Karibikinsel sei gescheitert. vek/dpa/AP

Kuba

1 / 9
Kuba
«Obama ist genauso ein Mörder wie Castro»: Exil-Kubaner protestieren in Miami gegen die historische Annäherung der USA und Kubas.
quelle: x03342 / © javier galeano / reuters
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Wie weiter in der Strasse von Hormus?
US-Präsident Trumps Abkommen mit dem Iran ist tot, die Lage am Golf ist wieder eskaliert. Im Zentrum steht die Strasse von Hormus – und wer sie kontrolliert.
Zweimal hintereinander haben die US-Streitkräfte seit dem vergangenem Montag iranische Ziele angegriffen, darunter erstmals seit Monaten auch die Infrastruktur des Landes, zweimal hat der Iran mit Vergeltungsschlägen gegen US-Stützpunkte in Bahrain und Kuwait reagiert. Die US-Regierung widerrief zudem die Ausnahmegenehmigung, die den weltweiten Verkauf von iranischem Öl ermöglicht. Auslöser des neuerlichen Feuerwechsels waren iranische Angriffe auf drei Tanker in der Strasse von Hormus.
Zur Story