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FILE - In this Jan. 22, 2015 file photo, visitors walk toward Sleeping Beauty's Castle at Disneyland Resort in Anaheim, Calif. Authorities say thieves made off with 8,000 Disneyland tickets when they stole a box trailer from a youth agricultural education organization. The California Highway Patrol says the trailer is owned by Future Farmers of America and was stolen Wednesday, April 18, 2018, from the group's office in the city of Galt, south of Sacramento. (AP Photo/Jae C. Hong, File)

Alles nur eine traumhafte Fassade? Das Disneyland in Kalifornien. Bild: AP/AP

Disney-Erbin besucht Disneyland – und ist danach ziemlich wütend



Das «Disneyland» soll eigentlich der «glücklichste Ort der Welt» sein. Eigentlich. Aber dass dies nicht ganz zutrifft, davon musste sich jetzt Abigail Disney, Nichte von Disney-Mitgründer Roy O. Disney, überzeugen.

Die Milliardärin wollte sich persönlich über die Arbeitsbedingungen der Disneyland-Mitarbeiter im kalifornischen Anaheim informieren.

WESTWOOD, CA - FEBRUARY 10:  Honoree Abigail Disney accepts a Woman of the Year award onstage during the 17th Annual Women's Image Awards at Royce Hall, UCLA on February 10, 2016 in Westwood, California.  (Photo by Joe Scarnici/Getty Images for Women's Image Awards)

Abigal Disney (59) ist die Nichte des Disney-Mitgründers Roy Oliver Disney (1893 - 1971) und momentan echt sauer. Bild: Getty Images North America

Milliardärin Abigail selbst arbeitet nicht für den Disney-Konzern, sondern als Regisseurin von Dokumentarfilmen. Sie ist eine Menschenrechtsaktivistin und engagiert sich für eine gerechtere Verteilung des Kapitals.

Auslöser für ihren Einsatz war offenbar eine Facebook-Nachricht eines verzweifelten Disneyland-Angestellten an Abigail Disney.

Und als die Milliardärin vor Ort mit den Angestellten ins Gespräch kam, stellte sich eines laut der Disney-Erbin ganz deutlich heraus: Sämtliche Disneyland-Mitarbeiter kämen finanziell nur sehr schwer über die Runden. Unter diesem Druck würde die glückliche Freizeit-Fassade Risse bekommen, stellte Abigail fest.

Im Interview während der «Yahoo News»-Show “Through Her Eyes" verriet Abigail Disney, wie sich ihr diese Leute offenbarten. Viele hätten ihr gesagt:

«Ich weiss nicht, wie ich dieses Gesicht der Freude und Wärme aufrechterhalten kann, wenn ich auf dem Nachhause-Weg im Müll anderer Leute nach Essen wühlen muss.»

Abigail weiter: «Ich war so wütend, als ich da rauskam. Mein Grossvater brachte mir bei, diese Menschen zu ehren. Menschen, die dein Ticket kontrollieren. Menschen, die dir dein Getränk servieren. Diese Leute tragen im höchsten Masse zum Erfolg bei.»

Disney-CEO bekommt Saures

In Richtung des Chefs der Walt Disney Company, Robert Iger, stichelte Abigail Disney: «Der hat im vergangenen Jahr fast 59 Millionen Euro verdient – und somit mehr als 1000 Mal so viel wie ein durchschnittlicher Mitarbeiter im Park.»

FILE - In this March 13, 2017, file photo, The Walt Disney Company CEO Robert Iger attends a special screening of Disney's

"Walt Disney Company“-CEO Robert Iger bei der Film-Premiere von "Der König der Löwen“ am 14. Juli in London. Bild: Evan Agostini/Invision/AP/Invision

Abigail Disney schrieb sogar eine lange E-Mail an den Manager: «Du bist ohne Zweifel ein grossartiger CEO, wahrscheinlich der Beste des Landes. Dazu bist du geboren.»

Und weiter: «Wenn ich du wäre, würde ich etwas besseres wollen als das. Ich würde als der Mann bekannt sein wollen, der die Dinge zum Positiven wandelt. Die Power dazu hast du.»

CEO Iger habe sie an die Personalabteilung verwiesen, hier habe sie aber nie eine Antwort erhalten, sagte Abigail Disney der «Financial Times» kürzlich.

Der Disney-CEO steht schon länger in der Kritk. Im April wurde der Disney-Konzern wegen diskriminierender Praktiken verklagt, wie der «Guardian» berichtete. Frauen werde im Unternehmen weniger gezahlt als Männern, so der Vorwurf. Die Klage richtete sich zunächst gegen die Walt Disney Studios, wurde im Juli aber auf das Musiklabel und auch die Freizeitparks von Disney ausgedehnt.

Das Unternehmen wies die Vorwürfe von Abigail Disney zurück. Ein Disney-Sprecher betonte gegenüber «Yahoo» die Förderprogramme für Mitarbeiter: «Disney steht mit seinem Angebot an Weiterbildungen an der Spitze, und das ist allgemein anerkannt der beste Weg, ökonomische Möglichkeiten und Aufstiegsmöglichkeiten für Mitarbeiter zu schaffen.»

(lj)

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39Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • JayPi 18.07.2019 12:01
    Highlight Highlight Woher habt ihr bitteschön die Angabe, dass sie Milliardärin ist? Sie hat selbst angegeben, dass sie 120 Millionen besitzt.

    https://www.businessinsider.com/abigail-disney-net-worth-wealth-fortune-sets-record-straight-2019-7?r=US&IR=T
  • Drunken Master 18.07.2019 10:08
    Highlight Highlight Da frag ich mich halt, was genau sich Abigail gedacht hat wie es zu ihrem Milliarden-Erbe gekommen ist?
  • Scrat 18.07.2019 10:03
    Highlight Highlight Weiterbildungsangebote sind ja schön und gut, leider aber eine reine Alibi-Übung, solange man daneben keine Existenzsichernden Löhne ausrichtet. Wenn man gezwungen ist, einen Zweitjob anzunehmen, nur um finanziell überleben zu können, dann liegt der Fokus nicht mehr auf Weiterbildungen. This sucks completely...
  • scherom 18.07.2019 10:00
    Highlight Highlight Wieso Milliardärin?
    Disney herself, has a net worth of 120 million dollars.
    laut google!
  • alessandro 18.07.2019 09:58
    Highlight Highlight Als Milliardärin sollte sie eigentlich in diesem geldgesteuerten Land relativ viel bewirken können. Wie wär es mit einer Kampagnenfinanzierung? Mit einem Bekanntmachen von Persönlichkeiten im TV? Mit einem Kampf gegen das nur sich dienende Establishments.
  • Eight5 aka Zäme aka Erklärbart 18.07.2019 09:31
    Highlight Highlight "CEO Iger habe sie an die Personalabteilung verwiesen"

    Nein Frau Disney, das ist kein grossartiger CEO. Ein grossartiger CEO würde die Ärmel hochkrempeln und Massnahmen in die Wege leiten. Nicht wie er: weiterleiten und gut ist.
  • c_meier 18.07.2019 09:16
    Highlight Highlight das ist doch schon länger bekannt, dass die Angestellten der Parks mit ihren Familien zum Teil in Motels schlafen müssen, weil es nicht für eine Wohnung oder Haus reicht...
    Play Icon
  • Gebietsvertreter 18.07.2019 09:00
    Highlight Highlight "Milliardärin Abigail [...] engagiert sich für eine gerechtere Verteilung des Kapitals."

    paradox... hätte ja nichts gesagt, wenn Millionärin stehen würde
  • Glenn Quagmire 18.07.2019 08:57
    Highlight Highlight Disney ist eine reine Geldmaschine ohne Seele geworden. Star Wars und all die anderen Marken werden wie eine Zitrone ausgepresst und zu $$$$ gemacht.

    Bin einfach nur froh, dass Disney nicht die Rechte an BTTF besitzt, sonst wäre Marty wohl zum 734. in irgend eine andere Zeit gereist und es wäre nur noch Müll statt Kult.
  • pixelqueen 18.07.2019 08:48
    Highlight Highlight Berechtigte Kritik. Spannend finde ich jedoch auch, dass die Madame Disney Milliardärin ist und sich für die Umverteilung des Kapitals einsetzt. Dann soll sie doch bittschön bei ihrem Vermögen beginnen - damit könnte sie ziemlich viele Working Poor entlasten.
    • mrgoku 18.07.2019 14:13
      Highlight Highlight wenn sie Milliarden hat ist es gut möglich dass sie Millionen verteilt ohne was dafür zu fordern... bei jemand er Milliarden hat, werden sich die paar Millionen nicht aufzeigen... aber viele menschen können sehr lange von diesen Millionen leben...
  • grumpygirl 18.07.2019 08:43
    Highlight Highlight "Die Milliardärin engagiert sich für eine gerechtere Verteilung des Kapitals."
    Ist das Ironie?
    • Gipfeligeist 18.07.2019 13:44
      Highlight Highlight "Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist. Es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt"

      Zitat - Die Ärzte
  • DemonCore 18.07.2019 08:10
    Highlight Highlight Aber überall in den neuen Filmen ein paar Quotenschwarze platzieren und sich als sozial und aufgeschlossen inszenieren.

    Aber das Publikum kauft Disney alles ab, und stürmt Sommer für Sommer die Pärke. Hat das Publikum auch eine gewisse Verantwortung?
  • Charlie Runkle 18.07.2019 07:45
    Highlight Highlight Ich habe nach dem ersten absatz aufgehört zu lesen,.... milliardärin und setzt sich für eine gerechtere kapitalverteilung???
  • The Host 18.07.2019 07:38
    Highlight Highlight Sie ist Milliardärin und "engagiert sich für eine gerechtere Verteilung des Kapitals."
    Soso...
  • D(r)ummer 18.07.2019 07:33
    Highlight Highlight Es gibt Menschen, die wollen einfach nur ihren Job ausführen und davon leben können. Nur das und nicht noch irgendwo aufsteigen, damit der Nachfolger mit denselben Problemen zu kämpfen hat.

    Es können nicht alle aufsteigen, das geht grundsätzlich nicht.
    • EvilBetty 18.07.2019 08:11
      Highlight Highlight Aber... aber... heisst das dann auch, dass die Wirtschaft nicht undendlich wachsen kann? ... Wissen das die Leute?
    • bebby 18.07.2019 08:43
      Highlight Highlight Aber eben davon leben können, muss schon drin sein. Sonst subventiert der Staat indirekt Disney.
      Wenn ich an die stark gestiegenen Eintrittpreise denke, frage ich mich schon, wohin die gehen.
    • Hanjo 18.07.2019 12:59
      Highlight Highlight Meine Meinung, auch jemand, der keine Führungsposition übernehmen möchte, sollte die Möglichkeit haben, von einer Vollzeit-Beschäftigung ein menschenwürdiges Leben zu finanzieren.

      Aber nein, das nennt sich ja dann heute wohl schon Kommunismus...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fehler beim Bearbeiten der Anfrage vong OLAF her 18.07.2019 07:29
    Highlight Highlight „If you can dream it, you can do it.“
    Walt Disney
  • lilie 18.07.2019 07:16
    Highlight Highlight Ach ja, lasst doch die Sklaven zu Hungerlöhnen arbeiten, dafür dürfen sie in ihrer Freizeit Weiterbildungen besuchen! Ein kleiner Teil kann dann aufsteigen und sich aus seinem Sklavendasein befreien, sind wir nicht human! 🤦‍♀️

    Finde es toll, wie Frau Disney sich für mehr Gerechtigkeit einsetzt. Eine Schande, dass sie nicht gehört wird. Vielleicht wäre ein kleiner Streik der Angestellten wirkungsvoller...
  • Licorne 18.07.2019 07:14
    Highlight Highlight «Disney steht mit seinem Angebot an Weiterbildungen an der Spitze, und das ist allgemein anerkannt der beste Weg, ökonomische Möglichkeiten und Aufstiegsmöglichkeiten für Mitarbeiter zu schaffen.»

    Nein, denn nicht jeder Mitarbeiter hat die Möglichkeit, Weiterbildungen zu machen. Sei es aus zeitlichen oder anderen Gründen.

    Es muss auch für Mitarbeiter in der niedrigsten Lohnklasse möglich sein, ein Leben in Würde zu führen.
  • eliS 18.07.2019 07:05
    Highlight Highlight Und wieder mal hatten die Simpsons recht..!
    • Bort? 18.07.2019 10:34
      Highlight Highlight "Ich bin das Maskottchen eines skrupellosen Unternehmens" ? ;-)
  • Blaugrana 18.07.2019 06:56
    Highlight Highlight 59 Mio sind „mehr als 1‘000x soviel wie ein durchschnittlicher Mitarbeiter im Park“. Sprich ein durchschnittlicher Mitarbeiter im Park verdient fast 59’000 USD pro Jahr. Also irgendwo ca. 10‘000 mehr als der Median in den USA. Scheint ok zu sein und kein Grund irgendwo nach Essen zu wühlen.
    Groteske Salärgefälle zwischen einzelnen Mitarbeitern / Funktionen und ausbeuterische Stundenlöhne sind hier natürlich nicht berücksichtigt, und da ist der Typ im Goofy-Kostüm wahrscheinlich wirklich eine arme Sau. Wenn aber Polemik dann bitte fundiert.
    • Bill3290 18.07.2019 10:17
      Highlight Highlight Es steht aber "mehr" als 1'000x mal soviel, du rechnest jetzt einfach mit den 1'000. Ausserdem bleiben bei einem Jahreslohn von 59'000 USD nach Abzug der Taxes noch ca. 30'000 USD was dann doch arg wenig ist. Könnte ja sein das der ein oder andere auch noch ein oder zwei Kinder ernähren muss.
  • Nameundsonzeugs 18.07.2019 06:50
    Highlight Highlight Disney musste in letzter Zeit vermehrt kritik einstecken.
    Zum Glück wird in so einem Moment bekannt dass sie eine Frau an der Spitze haben, die in so einem moment sich um das Wohl der Mitarbeiter kümmert .
    • MB präsentiert 18.07.2019 09:36
      Highlight Highlight "Milliardärin Abigail selbst arbeitet nicht für den Disney-Konzern, sondern als Regisseurin von Dokumentarfilmen."

      An der Spitze von Disney steht CEO Bob Iger.
  • Gawayn 18.07.2019 06:42
    Highlight Highlight Schön, eine Disney Milliardärin prangert die ungerechte Besitzverteilung an.

    Mooment.. ist gerade mir oder ihr ein Denkfehler unterlaufen?
    • Gawayn 19.07.2019 18:14
      Highlight Highlight Ich gönne jedem sein Vermögen.
      Aber ich hab extreme Mühe, mit Milliardären die sagen, das Geld sei ungerecht verteilt, oder das für sie Geld nicht wichtig ist

      Wenn es sie so schmerzt.
      Warum nutzt sie ihre Milliarden nicht dazu, das Problem bei Disney zu lösen?

      Sie kann ja Multimillionären bleiben, wenn ehrliche Arbeit ihr nicht genug einbringt....
  • Neunauge 18.07.2019 06:40
    Highlight Highlight Die Tatsache, dass Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen, hat leider nichts mit der Frage zu tun, wie gut die Berufe, für welche keine Weiterbildung nötig sind, bezahlt werden.

    Abgesehen davon ist das Verweisen auf Weiterbildungen als Weg zu einer anständigen Entlohnung quasi ein Eingeständnis.
  • The Real Deadpool 18.07.2019 06:25
    Highlight Highlight Disney weist die Vo würde zurück. Hätte mich auch gewundert, wenn es anders gewesen wäre.
  • Röbi Roux 18.07.2019 06:06
    Highlight Highlight Made my day
    Benutzer Bild
    • The Count 18.07.2019 09:45
      Highlight Highlight Danke! Made my day too
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 18.07.2019 11:40
      Highlight Highlight 😂👌
  • The Count 18.07.2019 05:47
    Highlight Highlight Vertraue grundsätzlich niemandem mit einem Jahreseinkommen über einer Viertelmillion.
  • DocShi 18.07.2019 05:37
    Highlight Highlight Ein Disney-Sprecher betonte gegenüber «Yahoo» die Förderprogramme für Mitarbeiter: «Disney steht mit seinem Angebot an Weiterbildungen an der Spitze, und das ist allgemein anerkannt der beste Weg, ökonomische Möglichkeiten und Aufstiegsmöglichkeiten für Mitarbeiter zu schaffen.»

    Was nützen Weiterbildungen und Aufstiegsmöglichkeiten wenn man a) nicht gemacht ist für mehr Verantwortung (ja das gibt es! Und deswegen sind diese Arbeiterinnen dennoch genauso wichtig wie ein CEO)
    Und b) man für einen Job nicht genügend Geld erhält um ein menschenwürdiges Dasein zu führen!

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