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Niederlage vor Supreme Court: Keine neue Wahlkreise für Demokraten

Niederlage vor Supreme Court: Keine neue Wahlkreise für Demokraten

16.05.2026, 08:3516.05.2026, 08:35
epa12958278 The US Supreme Court in Washington, DC, USA, 14 May 2026. The Supreme Court Justices are due to announce decisions in the coming weeks on a range of cases including US President Donald Tru ...
Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten im Washington D.C. Bild: keystone

Im Kampf um eine bessere Ausgangslage bei den US-Zwischenwahlen haben die Demokraten im Bundesstaat Virginia eine Niederlage vor dem Obersten Gerichtshof kassiert. Der Supreme Court lehnte einen Eilantrag demokratischer Politiker aus dem Ostküstenstaat ab, deren Ziel es war, bei den sogenannten Midterms im November eine Karte mit neu zugeschnittenen Wahlkreisen nutzen zu dürfen.

Durch den Neuzuschnitt der Wahlkreise hätten die Demokraten bei der Zwischenwahl die Chance bekommen, den Republikanern von Präsident Donald Trump vier Sitze im Repräsentantenhaus abzunehmen. Die Wahlberechtigten hatten in Virginia im April für einen solchen Neuzuschnitt in ihrem Bundesstaat gestimmt. Keine 24 Stunden später erklärte ein Gericht dort die Abstimmung allerdings für ungültig.

Urteil ist Erfolg für die Republikaner

Der Richter begründete seine damalige Entscheidung in erster Instanz damit, dass die Frage auf dem Wahlzettel «offensichtlich irreführend» formuliert gewesen sei. Zudem sei der Vorschlag den Wählern früher vorgelegt worden, als es die Verfassung von Virginia vorsehe. Alle abgegebenen Stimmen seien damit unzulässig, ein Neuzuschnitt der Wahlkreise von Virginia dürfe nicht stattfinden. Versuche der Demokraten, ihr Vorhaben vor höheren Gerichten doch noch genehmigen zu lassen, scheiterten.

Die Entscheidung der obersten Richter vom Freitag ist für die Republikaner ein Erfolg: Sie wollen bei der Zwischenwahl ihre hauchdünne Mehrheit im US-Kongress verteidigen. Neben Virginia laufen auch in vielen anderen Bundesstaaten Versuche, die Wahlbezirke zugunsten einer der beiden Parteien neu zu ziehen. (sda/dpa)

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35 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Quieselchen
16.05.2026 10:15registriert Januar 2021
Dies ist das vierte oder fünfte Urteil, bei dem der SCOTUS Demokraten das Gerrymandering verbietet oder es den Republikanern erlaubt…

Wobei anzumerken ist, dass das von Demokraten angestoßene Gerrymandering in echten demokratischen Verfahren verwurzelt ist, während das der Republikaner in entsprechend dominierten Parlamenten und zum Teil gegen die eigene Staatsverfassung (Florida!) realisiert wird.

Sollte es die USA nach dem 3.Nov. als Demokratie noch geben, wird sich hoffentlich eine Mehrheit finden, die diese Praxis verbietet!
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Steibocktschingg
16.05.2026 10:46registriert Januar 2018
Ah, der SCROTUS entscheidet mal wieder parteiisch und hilft mit, das System, das er schützen sollte, abzuschaffen.

Nur weiter so, dann wird der Aufstand schlussendlich nur heftiger.
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Voraus denken!
16.05.2026 10:31registriert März 2022
Rechtspopulisten machen, was Rechtspopulisten halt so machen. Sie zerstören Demokratien und freie Gesellschaften.

Das ist in den FSA so und gilt genau gleich leider auch in der Schweiz.

Da sie den niederen Instinkt der Menschen adressieren haben sie immer einen Vorteil gegenüber faktenbasierer Realpolitik.

Aufklärung und Bildung sind die einzigen Waffen dagegen. Diese sind leider mittlerweile stumpf geworden.

Die Party ist vorbei. Leider.
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