International
USA

Trump ordnet Bezahlung von ICE- und Heimatschutz-Mitarbeitern an

Jetzt ist es fix: Trump ordnet Bezahlung aller Heimatschutz-Mitarbeiter an

04.04.2026, 09:4604.04.2026, 09:46

US-Präsident Donald Trump hat eine Anordnung unterzeichnet, um die Beschäftigten des Heimatschutzministeriums trotz des andauernden Streits um dessen Finanzierung zu bezahlen.

Er weise den Heimatschutzminister an, Mittel, «die in einem angemessenen und logischen Zusammenhang mit den Aufgaben» seines Ministeriums stünden, in Abstimmung mit dem Chef des US-Haushaltsamts dafür zu nutzen, hiess es darin. Die Mitarbeiter sollten demnach die Vergütung und Leistungen bekommen, die sie ohne den Shutdown des Ministeriums erhalten hätten.

Keine Einigung zwischen Demokraten und Republikaner

Der teilweise Stillstand der Regierungsgeschäfte in dem Ministerium dauert an diesem Samstag nun schon 50 Tage an. Trump argumentierte in seiner Anordnung, dass die aktuellen Umstände einen Notstand darstellten, der die Sicherheit der USA gefährdeten. Mehr als 35'000 Beschäftigte, darunter einige Mitarbeiter der Küstenwache und der Katastrophenschutzbehörde Fema, hätten seit beinahe zwei Monaten kein Gehalt mehr bekommen.

Trump wies die Schuld dafür einmal mehr den Demokraten im US-Kongress zu. Demokraten und Republikaner konnten sich bislang nicht auf einen Haushalt für das Heimatschutzministerium einigen. Im Zentrum des Streits stehen die umstrittenen Abschiebe-Razzien der Einwanderungsbehörde ICE, die dem Heimatschutzministerium untersteht.

Das US-Parlament entscheidet über die Finanzierung von Behörden

Haushaltsfragen und damit die Finanzierung von Behörden sind laut Verfassung Sache des Kongresses. Trumps Vorstoss, die Bezahlung durch einen Rückgriff auf bereits bewilligte Mittel selbst in die Hand zu nehmen, könnte auch rechtliche Fragen nach sich ziehen, falls die Gelder etwa für einen anderen Zweck eingesetzt würden, als vom Parlament vorgesehen.

Der Präsident hatte den Schritt jüngst auf seiner Plattform Truth Social angekündigt. Eine ähnliche Ankündigung hatte Trump vergangene Woche bereits für das Sicherheitspersonal an Flughäfen gemacht, das auch dem Ministerium untersteht. Lange Schlangen an Flughäfen waren für viele US-Amerikaner in der Ferienzeit zur Geduldsprobe geworden. Mittlerweile haben sich die Demokraten und Republikaner in dieser Sache jedoch angenähert. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Minnesota Proteste gegen ICE
1 / 52
Minnesota Proteste gegen ICE
quelle: fr172090 ap / adam gray
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Stundenlange Wartezeiten an US-Flughäfen wegen Shutdown
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
9 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
RicoH
04.04.2026 11:06registriert Mai 2019
Man erinnere sich, warum die Demokraten das Budget nicht bewilligt haben.
Die ICE Beamten sollen als solch identifiziert werden können (keine Vermummung).
Die ICE Beamten sollen im Sinne des Rechts handeln (keine illegalen Hausdurchsuchungen).
Eigentlich nicht so schwer anzuordnen und umzusetzen, wenn man es denn wollte. Donald Jeffrey Trump sieht das halt anders. Daher der Teilshutdown.
210
Melden
Zum Kommentar
9
Subventionsskandal erschüttert Griechenland – Minister treten zurück
Ein Skandal um veruntreute EU-Agrarsubventionen hat in Griechenland zu Rücktritten auf höchster politischer Ebene geführt: Die Minister für Zivilschutz und Landwirtschaft sowie ein Staatssekretär im Gesundheitsministerium gaben am Freitag ihre Ämter auf und wurden ersetzt.
Kommentatoren warnen, die Enthüllungen könnten die politische Stabilität im Land ernsthaft gefährden. Fast alle Oppositionsparteien fordern den Rücktritt der Regierung unter Mitsotakis und vorgezogene Neuwahlen.
Zur Story