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Erst den zweiten Versuch der Familie Johnson liess Facebook durchgehen.

Diese Familie wollte ein «lustiges» Weihnachtsfoto machen – und wurde dafür bestraft

17.12.2015, 17:2217.12.2015, 17:24

Das Verschicken von Familienfotos auf Postkarten gehört in den USA in etwa genauso zwingend zum Weihnachtsfest wie das Schmücken des Hauses und das gegenseitige Beschenken. Doch weil es absolut langweilig wäre, wenn immer alle genau dieselbe Pose einnehmen und genau dasselbe aufgesetzte Lächeln präsentieren würden, denken sich manche Familien ein etwas ausgefalleneres Motiv aus.

So auch die Johnsons. Für das diesjährige Weihnachtsfoto engagierte die fünfköpfige Familie die Fotografin Hannah Hawkes. Sie war es auch, die das etwas «ausgefallenere» Familienfoto anschliessend auf Facebook postete.

Auf dem Bild zu sehen sind der lächelnde Vater und der lächelnde Sohn – den beiden Töchtern und der Ehefrau hat man die Münder zugeklebt, ausserdem sind sie mit einer Lichterkette gefesselt. Dazu hält der Vater ein Schild mit der Aufschrift «Peace on earth» («Frieden auf Erden») in der Hand.

Was die Familie – und die Fotografin — als lustige Aktion empfunden haben, stiess bei der Facebook-Gemeinde vor allem auf eines: nämlich auf Ablehnung. Innerhalb kürzester Zeit kassierte Hawkes einen riesigen Shitstorm, ihr Account wurde daraufhin von Facebook vorübergehend blockiert.

«Herzlichen Glückwunsch an die Mutter, die ihrem Sohn Frauenhass so erfolgreich beibringt. Willkommen im 19. Jahrhundert!» So oder so ähnlich lauteten die Reaktionen auf das Bild.

Inzwischen ist Hawkes Facebook-Profil wieder aufgeschaltet worden. Das fragwürdige Foto lässt sich dort aber nicht mehr finden. Stattdessen gibt es nun eine sichtlich harmlosere Version der Johnsons zu sehen:

Ausserdem hat die Fotografin die Gelegenheit genutzt, sich zu der Angelegenheit zu äussern:

«Ich habe einige sehr hasserfüllte und vulgäre Nachrichten und Kommentare erhalten. Ich möchte betonen, dass ich als Frau niemals Gewalt an Frauen gefördert habe und dies auch nie tun werde. Ich unterstütze weder Missbrauch noch Degradierung von Frauen. Mein kontroverses Foto ist auf Wunsch der Familie entstanden und war niemals dafür gedacht, Missbrauch anzupreisen. Die Aufnahme entstand mit einem humorvollen Hintergedanken und war als lustiges Weihnachtsfoto gedacht. Ich kenne die Familie persönlich und das seit mehreren Jahren. Sie behandeln ihre Kinder in keinster Weise missbräuchlich.»

Was hältst du von dem speziellen Weihnachtsfoto?

(viw)

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