International
USA

Abschiebungsfall in Umfeld von Trump-Sprecherin Leavitt

Abschiebungsfall in Umfeld von Trump-Sprecherin Leavitt

26.11.2025, 13:3026.11.2025, 13:51

Die US-Migrationsbehörde ICE hat Medienberichten zufolge eine Frau aus dem familiären Umfeld von Regierungssprecherin Karoline Leavitt festgenommen. Die Mutter von Leavitts Neffen sei aus der Stadt Revere in Massachusetts nach Louisiana in eine ICE-Abschiebe-Einrichtung gebracht worden.

White House press secretary Karoline Leavitt speaks with reporters in the James Brady Press Briefing Room at the White House, Thursday, Feb. 20, 2025, in Washington. (AP Photo/Jacquelyn Martin)
Karoline Leavitt ist Pressesprecherin des Weissen Hauses.Bild: AP

Das berichteten verschiedene US-Medien. Die aus Brasilien stammende Frau habe mit Leavitts Bruder Michael einen Sohn aus einer vergangenen Beziehung. Ein Mitarbeiter der US-Regierung bestätigte gegenüber dem Lokalsender WBUR die familiäre Verbindung. Die Sprecherin des Weissen Hauses selbst äusserte sich nicht zu dem Fall.

NBC News zufolge soll die Frau nicht mit dem Jungen zusammen gewohnt haben – der Elfjährige lebe schon immer fest bei seinem Vater in New Hampshire, zitierte der Sender eine mit dem Fall vertraute Person. Laut einem Spendenaufruf von Ferreiras Angehörigen im Internet sei die Mutter 1998 mit ihren Eltern in die USA eingereist und hielt sich bislang auf Basis des Daca-Programms legal in den USA auf.

Dabei handelt es sich um einen Schutzstatus für Menschen, die als Kinder irregulär mit ihren Eltern in die USA einreisten. Den Status kann allerdings entzogen werden, etwa, wenn sich die Person etwas zuschulden kommen lässt. Die Sprecherin des Heimatschutzministeriums, Tricia McLaughlin, sagte WBUR, Ferreira sei schon einmal wegen Körperverletzung festgenommen worden.

ICE-Festnahmen sind Teil der verschärften US-Migrationspolitik. Die Regierung von Präsident Donald Trump forciert rigoros die Abschiebung von Menschen, die mutmasslich ohne gültige Papiere im Land leben. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Grossbrand in Hongkong
1 / 12
Grossbrand in Hongkong

In Hongkong ist ein Grossbrand in einer Wohnanlage mit mehreren Hochhäusern ausgebrochen.

quelle: ap / chan long hei
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Thomas Gottschalk – Das Worst-Of
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
64 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Lörrlee
26.11.2025 13:57registriert November 2015
Naja, die Beziehung ist vorbei, das Kind beim Vater. Je nach Beziehungskonstellation, wird der Fall für Leavitt's direkte Familie sogar begrüsst, da dann eventuell keine Alimente oder Leistungen aus einer Scheidung bezahlt werden müssen, oder ein Hindernis für neue Beziehungen ihres Bruders aus dem Weg ist. Da ist vieles denkbar...
1397
Melden
Zum Kommentar
avatar
sivetech
26.11.2025 14:40registriert April 2020
Die ganze Schergenbande im WH wird sich irgendwann für die Verbrechen gegenüber dem eigenen Volk verantworten müssen; ganz vorne mit dabei die Hauptpropagandistin Leavitt.
Washingtontrials 2.0
12910
Melden
Zum Kommentar
avatar
Magnum
26.11.2025 14:35registriert Februar 2015
Frei nach Dietrich Bonhoeffer:
Als sie die Kommunisten holten,
schwieg ich, denn ich war kein Kommunist.

Die maskierten Beamten von ICE handeln in einem rechtsstaatlichen Vakuum, mit einer vom Faschisten Stephen Miller erfundenen "föderalen Immunität". Der Tag wird kommen, an dem sie Rechenschaft ablegen müssen für ihre Handlungen. Ganz rechtsstaatlich, ohne Schauprozesse oder dergleichen.

Ach ja: Karoli(e)ne, leave it(t)!
1064
Melden
Zum Kommentar
64
Zuerst blossgestellt vor aller Welt – dann lobt Trump Keller-Sutter persönlich
In seiner Rede am World Economic Forum (WEF) in Davos hatte US-Präsident Donald Trump Bundesrätin Karin Keller-Sutter noch scharf angegangen. In der persönlichen Begegnung kurz danach war davon nichts mehr zu spüren.
Es war einer der auffälligsten Momente in einer ohnehin skurrilen WEF-Rede: Im voll besetzten Kongresszentrum in Davos begann Trump über die Schweiz und frühere Zollverhandlungen zu sprechen.
Zur Story