USA stufen kolumbianisches Kartell als Terrorgruppe ein
Die US-Regierung hat Kolumbiens mächtiges Verbrechersyndikat, den Clan del Golfo (Golf-Clan), als terroristische Organisation eingestuft. Das kündigte das US-Aussenministerium an. Die Haupteinnahmequelle der Gruppe sei der Kokainschmuggel, hiess es. Das Kartell sei zudem für Terroranschläge gegen Beamte, Strafverfolgungs- und Militärpersonal sowie Zivilisten in Kolumbien verantwortlich.
Der Clan del Golfo rekrutiert seine Mitglieder vor allem aus den Reihen ehemaliger rechter Paramilitärs und ist neben dem Drogenhandel auch in illegalen Bergbau sowie Schutzgelderpressung verwickelt.
Nach der Tötung Dutzender Polizisten und Soldaten hatte Kolumbiens linker Präsident Gustavo Petro im April eine verstärkte Offensive gegen die Organisation angekündigt. Petro selbst wurde jedoch im Oktober mit US-Sanktionen belegt. Die US-Regierung wirft ihm mangelndes Vorgehen gegen Drogenkartelle vor. Der kolumbianische Präsident wies die Vorwürfe zurück.
Spannungen zwischen Trump und Kolumbiens Staatschef
Petro und US-Präsident Donald Trump sind wegen der umstrittenen US-Militäreinsätze in der Karibik mehrmals aneinandergeraten. Petro warf den USA Mord vor, Trump bezeichnete ihn im Gegenzug als «Drogenboss».
Das US-Militär hat in der Karibik zahlreiche Boote mutmasslicher Drogenschmuggler zerstört. Auch im Pazifik kam es zu Angriffen. (sda/dpa)
