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epa01969452 (FILE) An undated handout picture by the US Air Force shows a MQ-1 Predator unmanned aircraft in flight at an undiclosed location. According to reports insurgents in Afghanistan and Iraq have used inexpensive software to intercept the video feeds from the aircraft allowing them to see key targets and other intelligence information. EPA/LT. COL. LESLIE PRATT - HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Eine Drohne des US-Militärs über Afghanistan. (Archivbild) Bild: EPA

USA bestätigen Drohnenangriffe auf Islamistenmiliz in Somalia



Für die Luftangriffe auf Kämpfer der islamistischen Terrormiliz Al-Shabaab in Somalia sind Drohnen des US-Militärs eingesetzt worden. Die US-Kommandozentrale für Einsätze in Afrika (Africom) bestätigte am Sonntag mehrere Angriffe.

Die Vergeltungsangriffe nach dem Sprengstoffanschlag in Mogadischu seien mit der Regierung des ostafrikanischen Landes abgestimmt worden, hiess es. Insgesamt wurden demnach bei drei Luftangriffen vier Terroristen getötet. Somalischen Geheimdienstkreisen zufolge war darunter ein ranghoher Kommandeur der Miliz.

Die am Tag nach dem Anschlag von den USA geführten «Präzisionsangriffe aus der Luft» hätten sich gegen Shebab-Mitglieder gerichtet, die für «terroristische Akte gegen unschuldige somalische Bürger» verantwortlich seien und sich dabei mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida abgestimmt hätten, erklärte Africom.

Die Attacken seien in den Orten Qunyo Barrow und Caliyoow Barrow erfolgt, hiess es weiter in der Mitteilung. Dabei seien auch zwei Fahrzeuge der Shebab-Miliz zerstört worden. Zivilisten seien nicht zu Schaden gekommen. Die USA und die somalische Regierung würden den Druck auf die Shebab-Miliz weiter erhöhen, um diese an der Planung neuer Anschläge zu hindern, kündigte das Afrika-Kommando an.

Knapp hundert Tote bei Anschlag

Somalia selbst verfügt über keine Kampfdrohnen, sondern greift dabei auf die Hilfe seiner Verbündeten zurück. Das US-Militär stuft Al-Shabaab als «weltweite Bedrohung» ein und geht nach eigenen Angaben davon aus, dass die Miliz auch Anschläge in den USA plant. Die mit Al-Kaida verbundenen sunnitischen Fundamentalisten kämpfen seit Jahren um die Vorherrschaft in dem armen Land am Horn von Afrika.

Bei dem verheerenden Anschlag in Mogadischu waren am Samstag knapp 100 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Augenzeugen sprachen von einem Bild der Verwüstung, nachdem ein mit Sprengstoff beladener Lastwagen während des morgendlichen Berufsverkehrs an einer belebten Kreuzung in die Luft gejagt worden war. Obwohl sich bisher niemand als Urheber zu erkennen gegeben hat, wird hinter dem Anschlag die Al-Shabaab-Miliz vermutet.

Die Wucht der Explosion im Westen Mogadischus hatte nicht nur zahlreiche Menschen in den Tod gerissen, sondern auch schwere Schäden in der Umgebung des Tatorts angerichtet. Während die Aufräumarbeiten am Tag danach weitergingen, wurden 16 verletzte Somalier zur medizinischen Behandlung in die Türkei ausgeflogen. Mit dem Militärtransporter wurden auch die Leichen zweier türkischer Anschlagsopfer in ihr Heimatland überführt. In Mogadischu kamen zahlreiche Hilfswillige zum Blutspenden in die Spitäler, wo am Wochenende verzweifelte Menschen nach ihren Angehörigen suchten. (sda/dpa/afp)

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