Zurückgezogenes ESTA-Formular: Embolo darf vorerst nicht in die USA einreisen
«Dabei, wo alles beginnt», steht auf einem übergrossen Vorhang am Flughafenhotel. Als dieser fällt, erscheint ein 18 Meter hohes Trikot des Nationalteams. Es ist mit handgeschriebenen Wünschen der Fans versehen und soll der Mannschaft bei ihrem Ziel helfen, die beste WM einer Schweizer Nati zu spielen.
Nationalteam-Direktor Pierluigi Tami bedankt sich für das Geschenk des Hauptsponsors UBS. Es sei eindrücklich zu sehen, wie viele Menschen hinter dem Team stünden. Auch Nationaltrainer Murat Yakin sagt: «Die Vorfreude ist riesig.» Das gelte trotz des rund zwölfstündigen Flugs nach Los Angeles, der dem Team bevorsteht. Von dort reist die Delegation mit dem Bus weitere zwei Stunden nach San Diego, wo sie ihr Basecamp beziehen wird.
Die Zeit im Flugzeug will sich der Nationaltrainer mit «zwei oder drei Filmen» vertreiben. Unter anderem hat der 51-Jährige die Doku «Der Bus: Die Revolte der Les Bleus» heruntergeladen. Darin geht es um die gescheiterte Kampagne Frankreichs an der WM 2010 in Südafrika. Gewissermassen als Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte. Und wenn ihn die Lust auf Musik packe, werde er seine Spieler nach einer Afro-Beats-Playlist fragen, erklärt Yakin, der vor dem Abflug viel Lockerheit ausstrahlt.
Breel Embolo muss vorerst in der Schweiz bleiben
Noch nicht dabei ist Breel Embolo. Der Schweizer Fussballverband teilte am Dienstagmittag mit: «Breel Embolo kann leider nicht mit dem Team in die USA fliegen. Sein ESTA war bis heute Morgen bewilligt. Um 10.30 Uhr haben wir die Information erhalten, dass sein ESTA nochmals in Abklärung geht. Wir stehen nun in Kontakt mit den Behörden und gehen davon aus, dass Breel entweder heute noch oder dann morgen nachfliegen und zum Team stossen wird.»
Das ESTA ist ein System, mit dem ermittelt wird, ob Personen, die in die USA einreisen wollen, über eine Reiseberechtigung verfügen.
