International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Maduro: «USA grösste Bedrohung für den Frieden in dieser Welt»



HANDOUT - Dieses von UNTV zur Verf

Maduro spricht zur UN-Vollversammlung. Bild: sda

Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro hat in der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York die USA scharf angegriffen. «Die Vereinigten Staaten haben sich im Laufe der Geschichte zur grössten Bedrohung für den Frieden in dieser Welt verwandelt», sagte Maduro in seiner Videobotschaft am Mittwoch. Venezuela befinde sich unter einer ständigen Attacke des US-Imperiums. Er forderte ein Ende der Sanktionen, mit denen die Vereinigten Staaten einen Regierungswechsel in dem südamerikanischen Krisenstaat erzwingen wollen.

Zeitgleich wandte sich Venezuelas selbst ernannter Interimspräsident Juan Guaidó in einer in den sozialen Netzwerken verbreiteten Videobotschaft an die internationale Gemeinschaft. «Maduro will die wirtschaftliche, soziale und politische Krise gar nicht lösen», sagte der Oppositionsführer in seiner Ansprache. Er warf dem sozialistischen Staatschef vor, persönlich für die systematische Verfolgung politischer Gegner und schwere Menschenrechtsverstösse verantwortlich zu sein. «Wir bitten die internationale Gemeinschaft um Hilfe», sagte Guaidó. «Es ist die Zeit für entschiedenes Handeln gekommen».

Guaidó und Maduro liefern sich seit Anfang 2019 einen erbitterten Machtkampf. Zwar haben viele Staaten - darunter auch die USA und Deutschland - Guaidó als legitimen Interimspräsidenten anerkannt, allerdings kann er sich in Venezuela selbst nicht gegen Maduro durchsetzen, der noch immer vom mächtigen Militär gestützt wird.

Angesichts der Coronavirus-Pandemie sprechen von Dienstag an Vertreter aller 193 Mitgliedstaaten bei der UN-Generaldebatte nicht wie sonst live im UN-Hauptquartier in New York - die Reden wurden in diesem Jahr vorab per Video aufgezeichnet. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Demonstrationen in Caracas

Proteste in Venezuela eskalieren

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Donald Trump bastelt sich eine Dolchstosslegende

Das Verhalten des abgewählten Präsidenten erinnert an einen verrückten König. Doch leider gilt: Ist es auch absurd, so hat es doch Methode.

Drei Millionen Dollar musste das Trump-Team aufwerfen, um eine neue Auszählung der Stimmen im Bundesstaat Wisconsin zu erreichen. Nun liegt das Resultat dieser Nachzählung vor: Joe Biden hat 87 Stimmen hinzu gewonnen. Wisconsin hat deshalb den Sieg des Demokraten offiziell bestätigt.

Nicht nur im mittleren Westen blamiert sich Trump. Auch in Arizona hat der republikanische Gouverneur Doug Doucey, ein enger Verbündeter von Trump, Bidens Sieg verkündet. Damit haben sämtliche Swingstates Trumps …

Artikel lesen
Link zum Artikel