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Dad-Influencer in Italien fördern die Gleichstellung

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Dad-Influencer stellen Rollenbilder in Italien auf den Kopf

In Italien leisten Frauen den Grossteil der Betreuungsarbeit, was zu grosser Ungleichheit zwischen Männern und Frauen am Arbeitsmarkt führt. Sogenannte Dad-Influencer verändern nun aber das Bild der Vaterschaft.
25.04.2026, 17:4725.04.2026, 17:47

In der drittgrössten Volkswirtschaft der Eurozone wurde im Februar ein Vorschlag zur Angleichung des Mutterschafts- und Vaterschaftsurlaubs abgelehnt. Der Grund seien die zu hohen Kosten. Aktuell haben Frauen fünf Monate Mutterschaftsurlaub, während es für Väter zehn Tage gibt.

Dad-Influencer wie etwa Diego Di Franco helfen, das traditionelle Rollenbild zu dekonstruieren. Der 45-jährige Vater von zwei Kindern bildet auf sozialen Medien seinen Alltag ab, während seine Frau Raffaella Vollzeit als Führungskraft arbeitet.

Die Zahl der Dad-Influencer in Italien nimmt zu. Sie versuchen, einen Beitrag dazu zu leisten, ein inklusiveres, gleichberechtigtes Bild zu vermitteln. «Sie zeigen, dass Vatersein etwas Schönes ist und Spass macht», sagt die Soziologin Annina Lubbock im Video.

Und dennoch: Frauen machen rund 70 Prozent der freiwilligen Kündigungen in Italien aus, während unfreiwillige Teilzeitarbeit sehr weit verbreitet ist. Die Erwerbsquote der Frauen liegt bei etwa 56 Prozent – der europäische Durchschnitt beträgt 72 Prozent. Damit ist die geschlechterspezifische Erwerbslücke in Italien eine der grössten in der EU. Dabei besteht das Potenzial, dass mehr berufstätige Frauen auch die Wirtschaft Italiens stärken können.

Influencer wie Di Franco können mit ihren Beiträgen einen positiven Effekt haben. Dennoch braucht es strukturelle Veränderungen, die eine geschlechtergerechte Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglichen. (emm, Reuters, Statista)

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