Wegen Überproduktion: Selenskij steigt ins Rüstungsexportgeschäft ein
Die ukrainische Rüstungsindustrie produziert nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj inzwischen teilweise mehr, als die eigenen Streitkräfte an Waffen benötigen. «Aktuell verfügen wir über Produktionsbereiche mit 50 Prozent Überkapazität», sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Angesichts der grossen Waffenexpertise, die das Land in den vier Jahren Krieg gegen Russland gewonnen habe, ergäben sich so Exportmöglichkeiten, um die Finanzen des Landes aufzubessern.
Es gebe bereits mit einigen Regionen der Welt eine besondere Art der Kooperation: Drohnengeschäfte. Selenskyj nannte dabei Europa, den Nahen Osten und den Kaukasus. Nach Beginn des Iran-Kriegs hatte Selenskyj mit mehreren Monarchien in der Golfregion Verträge über Abfangdrohnen geschlossen. Mit Deutschland wiederum baut die Ukraine gemeinsam Drohnen – und erst vor zwei Tagen vereinbarte Selenskyj eine Rüstungskooperation mit Aserbaidschan. (sda/dpa)
