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Lytton (Kanada) brennt nach Hitzerekord: «Ein Wunder, wenn es alle lebend rausschaffen»



Nach tagelangen Hitzerekorden haben die Bewohner der kanadischen Ortschaft Lytton wegen lodernder Flammen aus ihren Häusern fliehen müssen. Das Thermometer erreichte fast 50 Grad.

Aber es war nicht ein einzelner Ausreisser, Lytton verzeichnete drei Tage in Folge neue Hitzerekorde. Die angepassten Hitzerekorde geben ein Bild der Lage in Kanada. Der bisherige Rekord vom Jahr 1937 wurde an elf Orten geknackt, allesamt innerhalb der letzten drei Tage:

Bürgermeister Jan Polderman habe am Mittwochabend die Evakuierung des Ortes in der Provinz British Columbia angeordnet, berichtete der TV-Sender CBC. Die Bilder vor Ort sind dramatisch:

«Es ist schrecklich. Die ganze Stadt steht in Flammen», sagte der Bürgermeister. «Es dauerte etwa 15 Minuten von den ersten Rauchanzeichen bis zu dem Punkt, an dem plötzlich überall Feuer war.»

Gemäss dem kanadischen Newsportal CityNews befürchtete Polderman, dass es zu Todesopfern kommen könnte: «Es wäre ein Wunder, wenn es alle lebend rausschaffen werden.»

49,6 Grad Celsius hatte das Thermometer nach Angaben der Wetterbehörde am Dienstag in dem Ort mit etwa 250 Einwohnern angezeigt, ein «Allzeit-Temperaturrekord». Lytton liegt rund 260 Kilometer nordöstlich von Vancouver. Wegen der Brände mussten sich nun viele Bewohner teils ohne ihr Hab und Gut in Sicherheit bringen, wie CBC berichtet. Die Feuerwehr meldete auf Twitter mehrere Brände in der Gegend. Angaben zu den Ausmassen lagen zunächst nicht vor.

Satellitenaufnahmen zeigen jedoch, wie schnell die Brände wuchsen:

486 Todesfälle aufgrund der Hitze

Die anhaltende Hitzewelle im Westen Kanadas hat nach Angaben der Behörden bereits zu Hunderten Todesfällen beigetragen. Von Freitag bis Mittwoch waren in British Columbia 486 plötzliche und unerwartete Todesfälle gemeldet worden, hatte die Gerichtsmedizin der Westküsten-Provinz mitgeteilt.

Diese Zahl werde vermutlich noch steigen. Sie liege 195 Prozent über dem üblichen Durchschnitt eines vergleichbaren Zeitraums. Die Behörde ging davon aus, dass der starke Anstieg mit der extremen Hitze zusammenhängt. Auch im Westen der USA wurden in den vergangenen Tagen Rekordtemperaturen gemessen. (jaw/sda/dpa)

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