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Frankreich knackt den Allzeit-Hitzerekord – Europa im Griff der Hitze



epa07677578 Girls cool off as water sprinkles from a fountain in cetral Gai Aulenti square, in Milan, Italy, 27 June 2019. Temperatures registered 36 degrees Celsius in Milan with hot winds and high humidity gripping most of the country.  EPA/DANIEL DAL ZENNARO

Ganz Europa sucht nach Abkühlung, wie hier in Mailand. Bild: EPA

Die brütende Hitze hat Europa fest im Griff: In Frankreich wurde mit der Hitzewelle der Allzeit-Temperaturrekord gebrochen, tausende Schulen blieben geschlossen. In Spanien kostete die Hitze einen jungen Erntearbeiter das Leben.

Der 17-Jährige wurde am Donnerstag nach einem Hitzschlag ins Spital von Córdoba gebracht, konnte aber nicht mehr gerettet werden, wie die Regionalregierung von Andalusien am Freitag mitteilte. Der grösste Teil Spaniens leidet seit Tagen unter einer für Juni unüblichen Hitze mit Temperaturen von über 40 Grad Celsius. Nach Angaben der Wetterdienste dürfte sie bis Samstag andauern.

34 der insgesamt 50 Provinzen, darunter vor allem in Katalonien, warnen zudem vor Waldbränden. In der südkatalanischen Provinz Tarragona versuchten hunderte Feuerwehrleute den dritten Tag in Folge, einen verheerenden Waldbrand in den Griff zu bekommen.

Schlimmster Waldbrand seit 20 Jahren

Die gesamte Nacht über waren rund 400 Feuerwehrleute im Einsatz, ab dem Morgen wurden sie erneut von Lösch-Flugzeugen und -Helikoptern unterstützt. Immer wieder angefacht von starken Winden, zerstörten die Flammen bereits über 6500 Hektar Land.

epa07677411 Emergency vehicles are seen near a forest fire in La Torre de l'Espanyol in Tarragona, Spain, 27 June 2019. Fire emergency teams work to control the flames that have already burnt 4,00 hectares of land.  EPA/JAUME SELLART

Einsatzkräfte nahe dem Waldbrand in der Gemeinde Torre del Español. Bild: EPA

Feuerwehrchef António Ramos sprach vom schlimmsten Waldbrand in der Region seit 20 Jahren. Auslöser war offenbar eine Hühnerzucht der Gemeinde Torre del Español: Nach Angaben der Forstbehörde geriet der dort angesammelte Hühnerkot in der Hitze in Gärung und entzündete sich dabei selbst.

Dutzende Menschen wurden in der Provinz vorsorglich in Sicherheit gebracht. Allein im Dorf Flix verbrachten rund 30 Menschen bereits die zweite Nacht in der Schul-Turnhalle. In einer Zuchtfarm nahe des Dorfs verbrannten über 200 Schafe, zwei Pferde und ein Esel.

Alarmstufe Rot in Frankreich

In Frankreich hatten wegen der Hitze Tausende Schulen geschlossen. Am Freitag hätten 4000 Schulen nicht geöffnet oder eine Notfallbetreuung eingerichtet, teilte Frankreichs Premier Édouard Philippe mit. Er rief die Bevölkerung auf, wachsam und vorsichtig zu sein - und auch auf Familienmitglieder und Nachbarn zu achten.

Erstmals hatte der französische Wetterdienst für Freitag Alarmstufe Rot wegen Hitze ausgerufen. Betroffen sind die Départements Bouches-du-Rhône, Gard, Hérault und Vaucluse in Südfrankreich.

In der Kleinstadt Carpentras in Vaucluse wurden am frühen Freitagnachmittag 44.3 Grad gemessen, sagte ein Sprecher des französischen Wetterdienstes - ein Allzeittemperaturrekord. Der bisherige Rekord lag bei 44.1 Grad und stammt aus dem August 2003, gemessen in den beiden Orten Saint-Christol-lès-Alès und Conqueyrac.

Kind bei «Street Pooling» verletzt

Seit Anfang der Woche ächzt Frankreich unter der Hitzewelle. In der Hauptstadt Paris gelten wegen der hohen Ozonbelastung seit Mittwoch Fahrverbote.

In einem Vorort wurde ein Kind verletzt, weil Anwohner einen Feuerhydranten geöffnet hatten, um sich abzukühlen, wie der Sender BFM TV berichtete. Die illegale Praxis des «Street Pooling» hat sich in den vergangenen Jahren in Frankreich verbreitet. Mit dem Wasser aus dem Hydranten entsteht auf der Strasse ein Pool - der heftige Wasserstrahl führt allerdings immer wieder zu Verletzungen. (sda/afp/dpa)

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • dmark 29.06.2019 15:12
  • Avenarius 29.06.2019 09:55
    Highlight Highlight Also Leute, mehr als 51% des CO2 wird von der Fleischproduktion erschaffen. Weniger Fleisch essen, ist eine der einfachsten Dinge, die Welt besser zu machen. Wir machen das schon seit einiger Zeit. 2 x Fisch und 2 x Fleisch/Woche (4 Mahlzeiten). Reicht völlig und gesünder wird man dadurch auch. Wir trinken auch keine Milch (Käse schon) weil Milch für viiieeele Folgekrankheiten verantwortlich ist. Ausser Muttermilch, brauchen wir nach dem Abstillen ganz sicher keine Kuhmilch. Übrigens: Dort wo am meisten Milch getrunken wird, hat es auch die meiste Osteoporose! Danke Marketing - für die Lügen!
  • Adualia 29.06.2019 04:24
    Highlight Highlight Helaas pindakaas!
    hier in der NL wars zum glück angenehme ~ 20°C die Tage. hoffe ihr übersteht es alle gut 🙈
  • Jacky Treehorn 28.06.2019 20:08
    Highlight Highlight Im Bezug auf Hitze von Europa zu sprechen ist übertrieben. Benelux, Grossbritannien und Skandinavien
    dümpeln eher frühlingshaft daher. Fahre morgen nach Holland und für kommende Woche sind +/- 20 Grad angesagt.
  • KeineSchlafmützeBeimFahren 28.06.2019 20:02
    Highlight Highlight Ja, ist halt Sommer.
    Ja, ist teilweise regional viel heisser als früher.
    Ja, dies ist wegen des Klimawandels.
    Ja, dieser ist menschenverursacht.
    Nein, die Politik hat das immer noch nicht ganz eingesehen.
    Nein, nicht nur die Politik, auch wir haben es immer noch nicht ganz eingesehen.
    Nein, das ist nicht der erste und letzte solche Sommer.
    Nein, solche Artikel nerven nicht.
    Ja, leider bringt man sie nicht immer mit dem menschenverursachten Klimawandel in Verbindung.
    Ja, deswegen sind solche Artikel sinnlos. ☹️
  • Kaj 28.06.2019 19:19
    Highlight Highlight Aber es ändert sich nach wie vor nichts an der Klimapolitik. Einfach lächerlich..

Die Wetterrekorde der Schweiz auf einer Karte – gibt's bald einen neuen?

Die Hitzewelle hat die Schweiz zurzeit fest im Griff. Dabei könnten sogar einige nationale Wetterrekorde wackeln. Eine Übersicht über die bestehenden.

Der aktuelle Temperaturrekord stammt aus dem Hitzesommer 2003. Am 11. August 2003 zeigt das Thermometer in Grono (GR) 41.5 Grad Celsius an.

Allerdings hält MeteoSchweiz dazu fest, dass die Messstation Grono damals am sonnigen Hang lag, etwas oberhalb des heutigen Standortes. Unter heutigen Bedingungen hätte man wohl «nur» 40.5 Grad Celsius gemessen.

Was sonst noch für Wetterrekorde in der Schweiz gelten und wo sie aufgestellt wurden, zeigt die folgende Karte:

Der Hitzesommer 2003 hat sich nicht …

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