International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Riesiges Ölfeld beim Londoner Flughafen Gatwick entdeckt



Direkt neben dem Londoner Flughafen Gatwick ist ein grosses Erdölfeld entdeckt worden. In dem Areal nahe der britischen Hauptstadt lagerten rund 100 Milliarden Barrel Öl, teilte das Erkundungsunternehmen UK Oil and Gas Investments (UKOG) am Donnerstag mit.

Es handle sich um ein Vorkommen von «Weltrang» und wahrscheinlich das grösste an Land entdeckte Ölfeld in Grossbritannien seit 30 Jahren, sagte UKOG-Firmenchef Stephen Sanderson der BBC. Ein Barrel entspricht 159 Litern.

Ausbeutung ungewiss

Allerdings können nach Einschätzung des Unternehmens lediglich drei bis 15 Prozent des Vorkommens ausgebeutet werden. Um festzustellen, ob sich dies überhaupt lohne, seien weitere Untersuchungen nötig.

2014 waren Experten noch von einem Ölvorkommen von rund 4,4 Milliarden Barrel in der Gegend ausgegangen. Im Süden Englands wird in der Region Weald an mehreren Orten Öl gefördert. Sie erstreckt sich über die Grafschaften Kent, Sussex, Surrey and Hampshire.

Kleiner Spass auf Twitter zum neu entdeckten Ölfeld.

Anwohner und Umweltschützer kritisch

Rund um die Bohrlöcher in Südengland fürchten Anwohner, dass Ölfirmen den Rohstoff mit der umstrittenen Fracking-Methode an die Oberfläche holen wollen. 

UKOG hat nach eigenen Angaben aber keine Fracking-Pläne. Das Öl, das in rund 760 bis 900 Metern Tiefe liege, lasse sich auch anders fördern. Um wirklich Geld mit den Bohrungen zu verdienen, müsse man früher oder später dennoch auf Fracking zurückgreifen, sagte aber Geowissenschaftler Alastair Fraser vom Londoner Imperial College der BBC.

Umweltschützer kritisierten den Wirbel um die neuen Zahlen als «Rückschritt ins 19. Jahrhundert». Die Freude über neu entdecktes Öl missachte alles, was die Menschheit über den Klimawandel gelernt habe, sagte Doug Parr, ein Wissenschaftler von Greenpeace. (whr/sda/afp/dpa)

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Das ist die Zürcher Firma, die 150'000 Franken an AfD-Weidel spendete

Gut 150'000 Franken sind gemäss am Sonntag publizierten Recherchen von WDR, NDR und der «Süddeutschen Zeitung» von einer Schweizer Pharmafirma an den Kreisverband Bodensee der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) geflossen. Überwiesen wurde die Summe zwischen Juli und September 2017 in mehreren Tranchen von meist 9000 Franken. Gemäss Kontoauszügen war als Zweck «Wahlkampfspende Alice Weidel» angegeben. Die Co-Vorsitzende der AfD trat bei der …

Artikel lesen
Link to Article