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In this handout photo provided by the Russian Marine Rescue Service, a rescuer works collecting oil contaminated water from an oil spill outside Norilsk, 2,900 kilometers (1,800 miles) northeast of Moscow, Russia, on Friday, June 5, 2020. Russian President Vladimir Putin has declared a state of emergency in a region of Siberia after an estimated 20,000 tons of diesel fuel spilled from a power plant storage facility and fouled waterways.(Russian Marine Rescue Service via AP)

Ein Mitarbeiter des russischen marinen Rettungsservice sammelt kontaminiertes Wasser, nachdem nahe der Stadt Norilsk Tausende Tonnen Diesel ausgelaufen sind und zu massiven Umweltschäden geführt haben. Bild: keystone

Kreml will trotz Norilsk-Leck Arktispläne vorantreiben

Trotz der Umweltkatastrophe bei Norilsk hält Wladimir Putin weiter an seinen energiepolitischen Plänen in der Arktis fest.



Der Kreml will trotz der massiven Umweltschäden nach dem Leck in einem Kraftwerk am Nordpolarmeer an seinen Plänen zur Nutzung der Arktis festhalten. «Ich glaube nicht, dass das diese Pläne beeinflusst», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau.

Die Erschliessung der Gebiete sei wichtig für die Wirtschaft. Dabei wolle man Regeln für die Umwelt und Technologie strikt einhalten. Dennoch werden zusätzliche Kontrollmassnahmen erforderlich sein, wie er der Agentur Tass zufolge sagte.

Ende Mai waren nahe der Stadt Norilsk rund 21'000 Tonnen Diesel aus einem Kraftwerk des Nickelproduzenten Nornickel ausgelaufen und bedrohen die Natur in Teilen des Grossen Arktischen Schutzgebietes, eines Naturreservates.

Die Reinigung des schwer verschmutzen Flusses Ambarnaja geht zwar voran. Doch die Arbeiten mit Hunderten Einsatzkräften und Spezialgeräten sollen noch wochenlang dauern, wie der Zivilschutz mitteilte. Umweltschützer gehen davon aus, dass die Natur Jahrzehnte zur Erholung brauchen wird.

HANDOUT - Das Satellitenbild zeigt ein Öl-Leck in der Nähe der sibirischen Stadt Norilsk. Bisher sind rund 21.000 Tonnen Diesel in die Natur gelangt. Foto: Planet Labs Inc./dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits

Das Satellitenbild zeigt ein Öl-Leck (rot) in der Nähe der sibirischen Stadt Norilsk im Fluss Ambarnaja. Bild: sda

Regierungschef Michail Mischustin will in den nächsten Wochen das Naturschutzgesetz überarbeiten. Unternehmen sollen dadurch stärker zur Kontrolle ihrer Kraftwerke verpflichtet werden, bei denen es Risiken für die Umwelt geben könnte.

Kremlchef Wladimir Putin hatte im März ein Dekret unterschrieben, durch das die wirtschaftliche Nutzung der Arktis bis zum Jahr 2035 vorangetrieben werden soll. Im Fokus steht dabei die weitere Erschliessung der Nordostpassage durch die Arktis, die als Route die Transportwege nach Asien wesentlich verringern würde. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • rolf.iller 09.06.2020 10:51
    Highlight Highlight Natürlich ist die Erschliessung der Arktis für die Russische Wirtschaft alternativlos, ein absolutes Muss. Denn der Rest der russischen Wirtschaft kriegt nix gebacken. Alles was etwas Wert hat gehört den Oligarchen. Und jeder der was mit Wert schafft, kriegt es früher oder später von den Oligarchen weggenommen. Für einen fairen Unternehmer gibt es keinerlei Motivation. Da können nur maviöse strukturen überleben. Für die ist Konkurrenz und Unternehmertum Gift. Putin & Co. wissen, dass sie dieses Spiel nur solange spielen können, wie von irgendwo dennoch Geld reinkommt.
  • rodolofo 09.06.2020 08:03
    Highlight Highlight Wundert mich gar nicht!
    Die Naturverbundenheit von Putin und Konsorten beschränkt sich darauf, als Influenzer auf einem Pferd vor einer intakt scheinenden Naturkulisse zu posieren.
    Ansonsten schwimmen die lieber in Öl und Benzin, bzw. in dem materiellen Protz, den diese fossilen Treibstoffe für sie generieren.
    Wäre ich Mutter Natur, würde ich mir angewidert die Nase zuhalten, wenn mir solche Stinkstiefel nahe kämen...
  • Bildung & Aufklärung 09.06.2020 00:16
    Highlight Highlight Ja was soll man noch sagen...

    Und sowieso, muss man sich ja erst die Kotzstückchen ausspülen... Immer wieder und wieder und wieder und wieder...

    Das Satellitenbild beschreibt symbolisch, wie 'die Menschheit' mit dem einmaligen blauen Planeten und Mutter Natur umgeht.

    "Ist wichtig für die Erschliessung der Wirtschaft."
    Man kann diese endlose Dummheit, Arroganz, Gier und Kurzsichtigkeit echt sowas von rein gar nicht mehr hören.

    Auch symbolisch, wie dann vergiftetes Wasser abgepumpt wird...

    "Ups, zehntausende Tonnen Flüssiggift im Fluss, locker, sammeln wir es einfach wider ein!"
  • SeboZh 09.06.2020 00:02
    Highlight Highlight Auch da wird man ea nicht lernen (wollen)


    Bereits vor 4 Jahren waren die Flüsse um Norilsk rot gefärbt, vermutlich wegen der Nickelproduktion.

    https://www.n-tv.de/panorama/Russischer-Fluss-faerbt-sich-blutrot-article18592571.html

  • Victor Paulsen 08.06.2020 21:50
    Highlight Highlight Manche lernen nie aus Fehlern

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