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Facebook bringt sich in Indien mit Milliarden-Deal in Stellung



FILE - This March 29, 2018, file photo shows the Facebook logo on screens at the Nasdaq MarketSite, in New York's Times Square. Facebook, Google and other platforms are taking unprecedented steps to protect public health as potentially dangerous coronavirus misinformation spreads around the world. In a possible first, Facebook removed a post by Brazilian president Jair Bolsonaro that touted unproven viral benefits of a malaria drug, while Twitter nixed an associated video. (AP Photo/Richard Drew, File)

Bild: AP

Facebook nimmt den schwierigen Zukunftsmarkt Indien mit einem Milliarden-Deal stärker ins Visier. Das Online-Netzwerk kauft sich für 5.7 Milliarden Dollar mit knapp 10 Prozent bei Jio Platforms ein, der Tochterfirma eines führenden Mobilfunkanbieters.

Es ist die zweitgrösste Facebook-Investition seit dem Kauf von WhatsApp für rund 22 Milliarden Dollar im Jahr 2014. WhatsApp spielt auch eine wichtige Rolle bei dem Deal in Indien: Geplant ist unter anderem eine Kooperation zwischen Facebooks Chat-Dienst und dem Online-Marktplatz JioMart. In Indien wächst die Zahl der Smartphone-Nutzer rasant und somit auch das Geschäft mit Online-Zahlungen und mobil getätigten Einkäufen.

Allein Jio, ein Teil des Reliance-Konzerns von Indiens reichstem Unternehmer Mukesh Ambani, hat 388 Millionen Internet-Kunden. Zum Erfolgsrezept von Jio gehören niedrige Preise, Reliance federt die hohen Kosten mit Einnahmen aus anderen Geschäftsbereichen wie Energie, Kunststoffe und Handel ab.

Facebook wird mit der Investition zum grössten Minderheitsaktionär von Jio Platforms, wo das App-Geschäft des Mobilfunk-Anbieters gebündelt ist.

Ausländische Player tun sich oft schwer in Indien. Facebook selbst erlebte dort schon herbe Rückschläge, zum Beispiel als vor vier Jahren sein Programm für kostenlosen Webzugang «Free Basics» von den Behörden blockiert wurde. Streit gibt es auch um die Verschlüsselung bei WhatsApp. (aeg/sda/awp/dpa)

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