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Russland verlangsamt Twitter – und droht mit Blockade

10.03.2021, 10:4911.03.2021, 07:18
Bild: keystone

Russland hat die Geschwindigkeit des Kurznachrichtendienstes Twitter verlangsamt. Die Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor begründete dies am Mittwoch in Moskau damit, dass verbotene Inhalte nicht konsequent entfernt worden seien.

Trotz zahlreicher Aufforderungen habe Twitter seit 2017 mehr als 3100 Inhalte nicht gelöscht, die etwa kinderpornografisches Material oder Suizidaufrufe an Minderjährige enthielten. Zum «Schutz der russischen Bürger» sei nun der Zugriff auf allen mobilen Geräten und auf der Hälfte der stationären Geräte mit sofortiger Wirkung verlangsamt worden.

Zugleich drohte die Behörde Twitter mit weiteren Einschränken bis hin zur kompletten Blockade, sollte der US-Konzern weiterhin gegen Gesetze verstossen. Seit einigen Wochen ist in Russland ein Gesetz in Kraft, das Betreiber sozialer Netzwerke verpflichtet, verbotene Informationen zu suchen und diese zu löschen. Neben kinderpornografischem Material und Verleitung zum Suizid fallen darunter etwa auch Aufrufe zu nicht genehmigten Protesten.

Die russischen Behörden gingen zuletzt schon gegen soziale Netzwerke vor, weil dort Aufrufe zu Demonstrationen für den inhaftierten Kremlkritiker Alexej Nawalny verbreitet worden waren. Gegen Facebook, Twitter und Youtube wurden Geldstrafen verhängt. Menschenrechtler kritisieren Versuche, das Recht auf Meinungsfreiheit in sozialen Netzwerken einzuschränken. In Russland sind bereits Hunderte Internetseiten gesperrt, auch Seiten von Regierungsgegnern. (sda/dpa)

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14 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Peter Vogel
10.03.2021 12:21registriert Juni 2020
Natütlich alles nur zum Schutz der Bevölkerung. Gell Herr Putin? *zwinker*
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benn
10.03.2021 12:56registriert September 2019
Tja kontrolliere den zugang zu informationen und bildung das ist voraussetzung für eine funktionierende diktatur. Die chinesen machen das vorbildlich mit technologischer unterstützung von uns schweizern!
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Deutero Nussuf
10.03.2021 12:08registriert Januar 2016
Man sollte diese Mistschleuder ganz abstellen.
Das wäre mal ein Gewinn für die Menschheit.
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