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Japanische Konzerne entwickeln Atomreaktoren der nächsten Generation

Japanische Konzerne wollen Atomreaktoren der nächsten Generation entwickeln

30.09.2022, 06:39

Japans Pläne zur Entwicklung von Atomkraftwerken der nächsten Generation nehmen konkrete Gestalt an.

Wie die japanische Wirtschaftszeitung «Nikkei» am Freitag berichtete, wollen der Industriekonzern Hitachi und sein US-Partner General Electric einen neuartigen Leichtwasserreaktor entwickeln.

Dabei würden gezielt Sicherheitsprobleme angegangen, die 2011 zum Super-GAU im japanischen Atomkraftwerk Fukushima Daiichi in Folge eines Erdbebens und Tsunamis beitrugen. Zuvor gab der Konzern Mitsubishi Heavy Industries bekannt, ebenfalls einen neuen Leichtwasserreaktor entwickeln zu wollen.

epa09562874 (FILE) - View of the open reactor (L), the disassembly basin (R) and the baskets with parts of the disassembled steam dryer in the reactor internal storage pool of the nuclear power plant  ...
Blick auf den offenen Reaktor (L), das Demontagebecken (R) und Teile des demontierten Dampftrockners im Reaktor-Innenlagerbecken des Kernkraftwerks Brunsbüttel, Deutschland. Hitachi und GE entwerfen einen Reaktor, der die Sicherheit der Kühl- und Entlüftungsprozesse verbessern würde, da Japan hofft, Kernkraftwerke der nächsten Generation zu entwickeln.Bild: keystone

In Umkehrung ihrer Politik des Verzichts auf neue Kernenergie hatte die Regierung im August angekündigt, den Bau von AKW der nächsten Generation fördern zu wollen, um eine stabile Stromversorgung ohne CO2-Emissionen in dem rohstoffarmen Inselstaat zu gewährleisten.

Japan, die zweitgrösste Industrienation der Welt, hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Fiskaljahr 2030 (Beginn 1. April) 20 bis 22 Prozent seiner Stromversorgung aus Atomenergie zu erzeugen.

(yam/sda/dpa)

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34 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Ökonometriker
30.09.2022 07:59registriert Januar 2017
Fukushima war in erster Linie eine organisatorische Katastrophe. Die zuständigen Stellen ignorierten Warnungen, es mangelte an Transparenz.
In zweiter Linie war es eine Naturkatastrophe. Der Tsunami forderte zehntausende Tote, auch das AKW hielt nicht.
Erst in dritter Linie war es ein bauliches Problem.

Bauliche Massnahmen sind sicher gut und wichtig. Auch die Schweiz würde von entsprechenden Upgrades profitieren.
Viel wichtiger wäre aber Transparenz. Die japanische Atomenergiebehörde hinkt hier internationalen Standards hinterher und sollte aufholen. Bauliche Massnahmen allein reichen nicht.
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Bruno Meier (1)
30.09.2022 09:34registriert Juni 2018
Wenn man es nüchtern betrachtet, wäre es vernüftiger, die jetzigen, technisch uralten KKW durch modernste KKW zu ersetzen.

Ich weiss, es ist nicht möglich, in der CH ein neues KKW zu bauen, politisch unmöglich. so kaufen wir halt auf lange Zeit noch hinaus, Atomstrom aus Frankreich und Kohle-/Oelstrom aus EU.

Ausserdem verbraucht zB Gösgen pro Jahr "nur" 1 Kubikmeter (20t) angereichertes Uran um 8.5 Milliarden Kilowattstunden Strom zu erzeugen. Wir könnten auf einer kleinsten Fläche/Raum, "Brennstoff" für die gesammte CH auf Jahre einlagern und es gäbe nie eine Stromlücke oder Preisschock.
2013
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