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Wo auf diesem Poster verbirgt sich wohl die schöne Lupita Nyong'o? Auflösung weiter unten ...
Bild: disney
Interview

«Ich habe ‹Star Wars› schon als Kind in Kenia geschaut»: Oscar-Gewinnerin Lupita Nyong'o über ihre Rolle als uraltes Alien

Die schönste Frau der Welt ist jetzt als winzige Weltraum-Piratenbar-Wirtin im Kino zu sehen.
18.12.2015, 13:2618.12.2015, 16:55
Lory roebuck

Frau Nyong’o, auf Instagram posieren Sie gern mit einer Lego-«Star Wars»-Figur. Sind Sie ein Fan?
Lupita Nyong’o: Ich habe «Star Wars» schon als Kind in Kenia geschaut. Die Figur ist ein Andenken an den Filmdreh. Als der Trailer veröffentlicht wurde, holte ich sie zum Spass wieder hervor. Ich nannte sie Thunder, weil sie ein Sturmtruppler ist. (lacht) Wir erleben tolle Abenteuer zusammen.

Zuletzt spielten sie in «12 Years a Slave» eine Sklavin und gewannen dafür einen Oscar. «Star Wars» ist fast das komplette Gegenteil – ein bewusster Versuch, die qualvolle Rolle der misshandelten Patsy hinter sich zu lassen?
Ja, absolut. Patsy war einzigartig, aber das muss nicht nochmal sein. Auch der ganze Rummel danach mit den Preisen war krass. Als J. J. Abrams mir die Rolle einer Motion-Capture-Figur im neuen «Star Wars» anbot, sagte ich sofort zu.

Sie spielen in «Star Wars: The Force Awakens» eine Figur, die komplett digital erstellt wurde. Stört es Sie nicht, dass man nie Ihr eigenes Gesicht sieht?
Ganz und gar nicht. Seit ich «Lord of the Rings» gesehen hatte, war ich von Schauspieler Andy Serkis als Motion-Capture-Figur Gollum begeistert. Für mich ist die Technologie eine grossartige Möglichkeit, die Grenzen der eigenen Körperlichkeit zu überwinden. Ich brauchte das, nachdem meine Rolle in «12 Years a Slave» körperlich derart brutal gewesen war.

Lupita Nyong'o und ihre Rolle in «Star Wars»
Die 32-jährige Schauspielerin und Filmregisseurin ist in Mexiko geboren und in Kenia aufgewachsen. Sie besitzt beide Staatsbürgerschaften und ist seit «12 Years a Slave» (2013) die erste mit dem Oscar ausgezeichnete Darstellerin beider Nationen. 2014 wurde Nyong'o vom US-Magazin «People» zur schönsten Frau der Welt gekürt.

In ihrer Rolle als Maz Kanata spielt sie ein über 1000 Jahre altes Alienwesen mit einer geheimnisvollen Vergangenheit. Maz Kanata betreibt auf einer abgelegen Welt eine Kneipe für Weltraumpiraten, weiss einiges über die Macht und sieht weit mehr als ihre hinter dicken Brillen versteckten Augen vermuten lassen.

Ihre Rolle im Film ist klein, aber wichtig. Maz Kanata ist ein kleinwüchsiges, uraltes Alien, das den Helden mit Weisheiten hilft. Die Nachfolgerin von Yoda?
Maz ist sogar älter als Yoda, über 1000 Jahre alt. Wer so lange lebt, hat einen gewaltigen Erfahrungsschatz. Maz steht wie Yoda für Erfahrung.

Bei so einem langen Leben haben sich Maz und Yodas Wege bestimmt mal gekreuzt. Worüber hätten sich die beiden wohl unterhalten?
Komisch, das habe ich mir gar nie überlegt. Das muss ich gleich nach unserem Gespräch nachholen!

Das also ist die Piratenbar-Wirtin Maz Kanata.<br data-editable="remove">
Das also ist die Piratenbar-Wirtin Maz Kanata.
Bild: disney

«Die Macht ruft nach dir, lass sie einfach rein» – diese Worte spricht Maz Kanata im Filmtrailer. Wie war es, Ihre eigene Stimme zu hören?
Das war unglaublich, verrückt, surreal.

Die Worte waren auch ein Aufruf an uns Fans, «Star Wars» wieder in unsere Herzen zu lassen. Erlebten Sie das auch so?
Nein – aber das ist eine ganz tolle Aussage.

Mit Ihnen, Daisy Ridley, Carrie Fisher und Gwendoline Christie bietet der neue «Star Wars» eine geballte Ladung Frauenpower. War das überfällig?
«Star Wars» war schon immer seiner Zeit voraus. Prinzessin Leia war schon in den Siebzigern eine draufgängerische Frau, die sich nichts vormachen liess. Sie war mein Vorbild. Sie ist verdammt cool! Die vielfältigen Frauenrollen im neuen Film reflektieren unsere heutige Zeit, wo Frauen bei vielen Dingen an vorderster Front sind. Ich bin stolz darauf, in einem Film mitzuspielen, der das anerkennt.

Und so wurde aus Lupita Nyong'o eine Stop-Motion-Figur.<br data-editable="remove">
Und so wurde aus Lupita Nyong'o eine Stop-Motion-Figur.
Bild: via starwars.wikia.com

Sie selbst gelten auch als Vorbild. Nach «12 Years a Slave» haben Sie Briefe von jungen afrikanischen Mädchen erhalten, denen Sie mit Ihrer Rolle Hoffnung gemacht hatten.
Ich glaube, du nimmst dich nie selbst als Vorbild wahr, das wird dir von aussen zugeschrieben. Ich akzeptiere das. Aber für mich ist es entscheidend, dass ich jene Dinge mache, die mir etwas bedeuten. Wenn das andere Leute inspiriert, macht mich das glücklich.

Haben Sie einen Vertrag für weitere «Star Wars»-Filme? Kommt es zum Wiedersehen mit Maz Kanata?
Ich habe keine Ahnung. Aber das Geniale an «Star Wars» ist, dass diese Figuren auf verschiedenen Plattformen existieren, fernab des Films. Vielleicht lernen wir dort mehr über Maz Kanatas Hintergrund.

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