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Kampf gegen die Extremisten

Iraks führender Geistlicher drängt Maliki indirekt zum Rückzug



epa04329539 A UN handout shows UN Secretary-General Ban Ki-moon (R) meeting with Grand Ayatollah Ali al-Sistani in Najaf, Iraq, on 24 July 2014, to discuss the crisis in Iraq.  EPA/Eskinder Debebe / UN Photo HANDOUT   EDITORIAL USE ONLY

«Es ist an der Zeit, dass die Politiker die Interessen des Landes im Blick haben und nicht ihre eigenen», sagt Ali al-Sistani. Bild: EPA/UN

Der höchste schiitische Geistliche im Irak hat Ministerpräsident Nuri al-Maliki indirekt aufgerufen, auf seinen Posten zu verzichten und so den Weg für ein Ende der seit Monaten dauernden politischen Krise freizumachen.

Grossajatollah Ali al-Sistani liess anlässlich der Freitagsgebete einen Vertrauten mitteilen, dass Politiker flexibel sein sollten, damit der Stillstand im Land aufgebrochen werde und man sich gegen die Extremisten wehren könne. Es sei an der Zeit, dass die Politiker die Interessen des Landes im Blick hätten und nicht ihre eigenen, erklärte Al-Sistani. 

Regierungschef Maliki ist ebenfalls Schiit. Er sieht sich Rücktrittsforderungen von Sunniten und Kurden ausgesetzt, die ihm vorwerfen, nur die Interessen der Schiiten zu vertreten. Aber auch in den eigenen Reihen wächst der Unmut darüber, dass Maliki für eine dritte Amtszeit antreten will.

Dass Maliki trotz aller Kritik auf seinem Posten verharrt, spielt der sunnitischen Extremisten-Organisation Islamischer Staat, der früheren Isis, in die Hände, die in den vergangenen Wochen weite Teile des Landes unter ihre Kontrolle gebracht hat. 

Im Irak muss das Amt des Staatsoberhauptes mit einem Kurden besetzt werden. Parlamentspräsident muss ein Sunnit, Ministerpräsident ein Schiit sein. (rar/sda/reu)

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