Irak
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An image grab taken from a propaganda video uploaded on June 11, 2014 by jihadist group the Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL) allegedly shows ISIL militants gathering at an undisclosed location in Iraq's Nineveh province. Militants took control of the Iraqi city of Tikrit and freed hundreds of prisoners today, police said, the second provincial capital to fall in two days. AFP PHOTO / HO / ISIL

ISIS-Kämpfer sollen hunderte irakische Soldaten und Zivilisten hingerichtet haben. Bild: ISIL

Kriegsverbrechen

UNO verurteilt ISIS-Hinrichtungen im Irak

UNO-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay hat die «kaltblütige» Hinrichtung hunderter irakischer Soldaten und Zivilisten durch die Dschihadisten der Gruppierung ISIS verurteilt.

Aus von mehreren Quellen bestätigten Berichten scheine hervorzugehen, dass in den vergangenen fünf Tagen hunderte Nichtkämpfer exekutiert worden seien, erklärte Pillay am Montag in Genf. Unter den Opfern seien offenbar gefangen genommene Soldaten und solche, die sich ergeben hätten. Bei den Hinrichtungen im Gebiet von Tikrit handle es sich «sehr wahrscheinlich» um Kriegsverbrechen.

Auch religiöse Führer unter den Hingerichteten

Am Donnerstag hatten Verbündete der sunnitischen Kämpfer für einen Islamischen Staat im Irak und in der Levante (ISIS) den Imam der Grossen Moschee in der nordirakischen Millionenstadt Mossul hingerichtet, nachdem dieser der ISIS die Gefolgschaft verweigert hatte. Der UNO zufolge wurden am Samstag weitere zwölf örtliche Imame vor der Al-Israa-Moschee in Mossul exekutiert.

Pillay forderte die führenden Politiker und Geistlichen im Irak auf, sich gemeinsam gegen Bestrebungen zur Wehr zu setzen, «den Irak entlang religiöser oder geografischer Linien zu zerreissen».

Evakuierung von Mitarbeiter der UN

Die Vereinten Nationen ziehen unterdessen dutzende Mitarbeiter aus Bagdad ab und setzen sie in anderen Gebieten des Landes ein. Ein UNO-Sprecher sagte am Montag in New York, es handle sich um eine «zeitweise Sicherheitsmassnahme».

Davon betroffen seien derzeit 58 der insgesamt etwa 200 in Bagdad und Umgebung tätigen UNO-Mitarbeiter. Sie sollten in Erbil, der Hauptstadt des autonomen Kurdengebiets zum Einsatz kommen. (lhr/sda/afp)



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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 16.06.2014 22:25
    Highlight Highlight Das Ziel von solchen Exekutionen soll sein, dass der Gegner nicht mehr kämpft und er im besten Fall zum sunnitischen Islam konvertieren darf. Im ungünstigeren Fall in einem der Kopfabschneider-Videos im Internet als einmaliger Hauptdarsteller posieren darf. Dieser geistige Sondermüll ist schon jahrelang auf LiveLeak zu sehen. Wer diese neue Geisel der Menschheit wirksam bekämpfen will, muss an die Geldgeber aus KSA, Kater etc. ran.

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