Islam
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Viel Spass am Dschihadisten-Checkpoint. Screenshot: Youtube/MEMRITVVideos

Freche Parodie

Palästinensisches Video haut ISIS-Dschihadisten in die Pfanne



Islamistische Kämpfer stoppen einen Mann an ihrem Checkpoint. «Wie oft kommt der Buchstabe ‹A› in der Hadith-Sammlung von al-Buchari vor?», fragen sie ihn. Der Mann überlegt nur kurz und antwortet dann resigniert: «Erschiesst mich doch einfach.» Was dann auch geschieht. 

Die Szene aus einem Sketch, der laut dem Middle East Media Research Institute (MEMRI) am 29. Juni auf dem palästinensischen Fernsehsender «al-Filistiniya» ausgestrahlt wurde, ist eine rabenschwarze Parodie auf die brutalen Exekutionen der salafistischen ISIS-Miliz im Irak. Die Gotteskrieger des «Islamischen Staats im Irak und in Syrien» richten willkürlich Menschen hin, die sie bei der Befragung nach religiösen Praktiken als Nicht-Sunniten identifizieren

Wer darf den Kafir erschiessen?

Die palästinensischen Komiker mit den offensichtlich falschen Dschihadisten-Bärten machen sich auch über die Idee lustig, dass die Hinmetzelung von Ungläubigen Bonuspunkte im Jenseits eintragen soll: Als den ISIS-Kämpfern ein Christ in die Fänge gerät, bricht prompt ein Streit darüber aus, wer den Kafir erschiessen und den damit verbundenen Segen einheimsen darf. 

Der Spott über die fanatischen Gotteskrieger ist womöglich nicht ungefährlich. Laut israelischen Medienberichten bewegen sich ISIS-Kämpfer bereits im Gaza-Streifen und haben auch den Sinai infiltriert, der zu Ägypten gehört. Dass diese Leute den Sketch lustig finden, kann getrost ausgeschlossen werden. 

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 08.07.2014 21:09
    Highlight Highlight Inzwischen kann es einem egal sein was in Afrika, Syrien, Irak etc. passiert, denn die Politik interessiert es auch nicht.
    Man kann hier nur noch für Wachsamkeit plädieren, damit solche Leute hier keinen Quadratmillimeter Fuss rein bekommen, auch nicht als angebliche Flüchtlinge.
    • Bobo Takero 09.07.2014 00:16
      Highlight Highlight Da kann man nur zustimmen.
      Nur machen Ideologien nicht vor Landesgrenzen halt, da hälfe weitsichtige Aussenpolitik wohl mehr als restriktive Flüchtlingspolitik.

Vor 50 Jahren entführten Terroristen eine Swissair-Maschine – 2 Crew-Mitglieder erzählen

1970 entführten Mitglieder der «Volksfront für die Befreiung Palästinas» drei Flugzeuge in die jordanische Wüste. Die Schweizer Geiseln mussten eine Woche in Gefangenschaft ausharren und um ihr Leben fürchten.

Flammen erleuchteten die pechschwarze Nacht vor den schmalen Kabinenfenstern der Swissair-Maschine DC-8. Beta Steinegger und Jean Michel Weiss wussten nicht, wo sie sich befanden. Eigentlich hätten die Flugbegleiterin und der Flugbegleiter zu dem Zeitpunkt in New York ihre Passagiere verabschieden sollen. Stattdessen flogen sie auf eine improvisierte Landefläche zu. Die Feuer dienten dem Piloten zur Signalisation.

Sand wirbelte auf, als die Räder der Maschine aufsetzten. Es roch verbrannt, aus …

Artikel lesen
Link zum Artikel