Islamischer Staat (IS)
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04593632 A framed photograph of Junko Ishido (L) and her son Kenji Goto (R), a Japanese journalist held by the Islamic State (IS) militant group, is seen displayed at her home in Tokyo, Japan, early 30 January 2015. Earlier in the day, an audio recording apparently of Japanese hostage Kenji Goto held by the Islamic State group, has given a new deadline of 29 January sunset for a prisoner swap between the militant group and Jordan. In the message, a man claiming to be Japanese journalist Kenji Goto says a Jordanian pilot held by the Islamic State will be killed if female militant Sajida al-Rishawi imprisoned in Jordan is not freed.  EPA/FRANCK ROBICHON

Kenji Goto mit seiner Mutter Junko Ishido. Goto war selber Vater von drei Kindern.  Bild: FRANCK ROBICHON/EPA/KEYSTONE

Video aufgetaucht

«Abscheuliche Ermordung»: IS-Terroristen töten auch die zweite japanische Geisel

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat im Internet ein Video veröffentlicht, das die Ermordung der zweiten japanischen Geisel zeigen soll. Die Beobachtungsseite Site bestätigte die Authentizität der Aufnahme.

In dem am Samstagabend verbreiteten Video ist der Journalist Kenji Goto in der Gewalt eines IS-Kämpfers zu sehen. Anschliessend wird ein Standbild veröffentlicht, das den abgetrennten Kopf des 47-Jährigen zeigen soll. Japan reagierte entsetzt. Man sei «zornig» über einen weiteren Akt des Terrorismus, sagte ein Regierungssprecher in Tokio.

Unerwähnt blieb im Video das Schicksal einer weiteren jordanischen Geisel. Japans Regierung hatte sich gemeinsam mit Jordanien in der vergangenen Woche um die Freilassung beider bemüht. 

Der IS wollte Goto im Austausch gegen eine in Jordanien inhaftierte Islamistin freigeben. Amman forderte jedoch zunächst ein Lebenszeichen von dem seit Mitte Dezember gefangenen jordanischen Piloten.

200 Millionen Dollar Lösegeld

Der 47-jährige Goto hatte als freier Journalist über viele Kriegsgebiete in aller Welt berichtet. Dabei ging es ihm stets um das Schicksal einfacher Menschen. Immer wieder erzählte er zu Hause japanischen Kindern vom Los der Kindersoldaten, von Teenagern mit Aids und von der harten Realität in Krisengebieten. 

Der IS hatte Goto vor knapp zwei Wochen erstmals in einem Video gemeinsam mit dem ebenfalls entführten Japaner Haruna Yukawa präsentiert. Nachdem Tokio die Zahlung von 200 Millionen Dollar Lösegeld verweigert hatte, verkündeten die Dschihadisten vergangenen Samstag die Tötung Yukawas. 

In dem nun veröffentlichten Video droht ein in schwarz gekleideter IS-Kämpfer dem japanischen Premierminister Shinzo Abe, «ein Massaker zu veranstalten, wo auch immer deine Leute zu finden sind». Wie in früheren Enthauptungsvideos des IS kniet die Geisel in einem orangen Overall, der an die Häftlingskleidung im US-Gefangenenlager Guantanamo erinnert. «Eine ganze Armee dürstet nach eurem Blut», sagte der IS-Kämpfer.

«Verkörperung des Bösen»

Japans Regierungschef Abe äusserte Abscheu. «Wir werden dem Terrorismus nicht nachgeben», sagte Abe am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) an seinem Amtssitz zu Reportern. Japan werde auch weiterhin Verantwortung zeigen, indem es seine humanitären Hilfen ausweite. Abe bedankte sich bei befreundeten Staaten, insbesondere bei Jordanien, für die Hilfe in der Geiselkrise. 

US-Präsident Barack Obama verurteilte die «abscheuliche Ermordung» der japanischen Geisel. Der britische Premierminister David Cameron äusserte sich ebenfalls erschüttert über das «verachtenswerte und entsetzliche» Video. 

Die Hinrichtung sei ein weiterer Beleg dafür, dass die IS-Miliz «die Verkörperung des Bösen ist». Frankreichs Staatschef François Hollande erklärte, er verurteile «mit grösstem Nachdruck die brutale Ermordung» der Geisel. (dhr/trs/sda/dpa/afp)



Das könnte dich auch interessieren:

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 01.02.2015 08:42
    Highlight Highlight Jede Erpressung und jede Ermordung von Geiseln muss zu kompromisslosen Gegenschlägen führen. Wenn derartige Taten umgehend zu Luftoffensiven führen und Gegenschläge auch nachgelagerte Einrichtungen treffen, wird sich der IS überlegen, ob die Strategie auf Dauer aufrecht zu halten ist. Immerhin ist der IS gerade erst im Aufbau und empfindliche Schläge gegen junge Infra- und Kommandostrukturen würde der IS auf Dauer nicht durchhalten.
    Und bei Selbstmordattentätern, die ihre Tat nicht durchführen können, liesse sich die Frage stellen, ob man denn zwingend Gefangene machen muss.

Pentagon: 2500 IS-Kämpfer bei Luftangriffen im Dezember getötet

Die USA und ihre Verbündeten haben im Dezember bei Luftangriffen im Irak und in Syrien rund 2500 Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) getötet. Das teilte der in Bagdad stationierte US-Militärsprecher Steve Warren am Mittwoch mit.

Das US-Verteidigungsministerium war in der Vergangenheit zurückhaltend bei der Bekanntgabe von Zahlen zu getöteten Dschihadisten. Zuletzt bemühte sich das Pentagon aber, Erfolge im Kampf gegen die IS-Miliz herauszustellen.

Erst am Dienstag hatte Warren …

Artikel lesen
Link zum Artikel