Leben
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bild: shutterstock / watson

Emma Amour

Zuerst kam der Sex, dann das Ghosting, dann der 2.0-Hammer!

Mit Mic und mir hätte es enorm gut kommen können. Wäre da nicht die klitzekleine Tatsache, dass er mir, zumindest virtuell, eine massive Ohrfeige verpasste.



Man kennt doch diese Filme, in denen eine Frau und ein Mann aufeinander treffen und dann ist es von Anfang an einfach perfekt. Man schaut hin, hasst es ein bisschen, wünscht sich aber heimlich, dass das eigene Leben auch so wäre. Voll easy, voll geil, voll der Flow mit einem wahnsinnig gut aussehenden Gegenüber, das auch noch lustig, klug und grosszügig, hach, einfach alles ist.

Hollywood-Style halt.

Nun, ich habe genau das erlebt. Mit Mic. Im August matchten wir auf einer App, die ich bis dahin nicht kannte. Cleo hat davon gehört, da würden sich die tollen Männer tummeln. Toll ist massiv untertrieben für Mic. Dachte ich am Anfang, Und irrte mich massiv.

Wir trafen uns jedenfalls knapp sechs Stunden nach unserem Match. Er holte mich mit seiner dunkelblauen Vespa ab. Der Helm, hübsch goldig mit roten Sternchen, ruinierte zwar meine Frisur und die Mücken, die mir in den Mund flogen, waren auch nicht sooo mega, aber am Ende war beides scheissegal.

Weil Mic enorm super war. Wir super waren. Wir fuhren durch die Stadt. Badeten im See und im Fluss. Assen Bratwurst im Park und tranken Bier in der Gartenbeiz. Wir waren uns in allen Themen einig, lachten über die gleichen Witze und fanden raus, dass wir beide Tomatenpüree aus der Dose löffeln.

Vom Himmel in die Hölle in 3, 2, 1 ....

Dann wurde es dunkel. Und später. Und wir liebesbedürftiger. Zuerst klammerte ich mich auf der Vespa an ihn, etwas später klammerte ich meine Beine um seinen nackten Oberkörper. Ihr wisst schon.

Wir landeten bei ihm. Tolle Wohnung. Logisch. Sehr geile Möbel. Logisch. Sehr coole Kunst. Logisch. All das auf saubere drei Zimmer verteilt.

Ich war schon bizli sehr im Himmel.

Vor allem auch weil der Sex, ihr ahnt es, auch sehr geil war. Und auch schön. So nah. So intensiv. So richtig. Ohne Hemmungen, ohne peinliche Zwischenfälle. Wir vögelten uns in einer Selbstverständlichkeit ins Glück.

Dann schliefen wir eng aneinander gekuschelt ein.

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, war Mic bereits auf dem Weg ins Büro. Auf seinem Küchentisch hinterliess er mir zwei Gipfeli, eine Tasse für Kaffee, Erdbeerconfi, Honig, Nutella und einen Zettel.

«Das war Magie. Ich mag Magie. Ich will gerne mehr Magie.»

Wie hätte ich mir nicht überlegen sollen, wie unsere Kinder mal heissen werden?

Auf dem Heimweg schwebte ich einiges über dem Boden. Auch hatte ich dieses Scheiss-Grinsen, das man einfach nicht wegbringt.

Ich hoffte, dass wir uns noch am gleichen Abend wieder sehen. Also fragte ich ihn, ob er mir noch einmal Asyl in seinem Bett gewährt.

Keine Antwort.

Auch drei Stunden später nicht.

Auch zwölf Stunden später nicht.

Und auch nicht am nächsten und übernächsten Tag.

Also eigentlich habe ich bis heute keine Antwort bekommen.

Als wäre das nicht entwürdigend genug, hat mich Mic zusätzlich auf Instagram und Whatsapp gesperrt. Kein Witz. Und ohne Scheiss, ich bin reflektiert. Wäre es ein Kack-Date gewesen, ich würds verstehen. Oder miserabler Sex. War beides nicht der Fall.

Logisch, er ist liiert. Dachte ich auch. Nun, ist er nicht. Diese Stadt ist ja ein Dorf. So kommt es, dass ich mit einem seiner Kumpels befreundet bin. Mic ist Single.

Nun, WTF!? Fuck. Fuck. Fuck.

Falls du hier zufällig mitliest, Mic. Ich will ganz sicher nicht mehr in dein Bett. Nie wieder. Du kannst mich nämlich mal. Massiv. Für immer und ewig.*

*Okay. Das ist gelogen.

Adieu,

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Emma Amour ist ...

… Stadtmensch, Single, Mitte 30 – und watsons Bloggerin, die nicht nur unverfroren aus ihrem Liebesleben berichtet, sondern sich auch deiner Fragen annimmt. Und keine Sorge: Du wirst mit deinen Fragen anonym bleiben – so wie auch Emma. Madame Amour ist es nämlich sehr wichtig, auch weiterhin undercover in Trainerhosen schnell zum Inder über die Strasse hoppeln zu können.

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Das bin nicht ich, aber so würde ich als Illustration aussehen. Öppe. bild: watson

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