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Neue Studie zeigt: Das Publikum bevorzugt Filme mit diversem Cast

Diversität in Kinofilmen: Neue Studie zeigt Trends und Vorlieben des Publikums auf

Diverse Filme locken deutlich mehr Leute ins Kino – das sagt eine neue Hollywood-Diversitätsstudie.
19.03.2026, 19:1219.03.2026, 19:32

Die zunehmend diverse Bevölkerung der USA bevorzugt auch Filme, in denen sie sich wiedererkennt. Das geht aus einer kürzlich veröffentlichten Studie der University of California namens «Hollywood Diversity Report 2026» hervor. In der Untersuchung geht es um Publikumsvorlieben, unterschiedliche Kinotrends sowie Diversität bei den Casts.

Hauptdarstellerinnen und Hauptdarsteller

Im Vergleich zum Vorjahr ist 2025 der Anteil sowohl von BIPOC-Hauptdarstellern (Black, Indigenous and People of Color) als auch von weiblichen Hauptdarstellerinnen in den erfolgreichsten Hollywood-Kinofilmen zurückgegangen.

Erfolgreiche Kinofilme mit weissen weiblichen Hauptdarstellern hatten am häufigsten die kleinsten Budgets (unter 10 Millionen US-Dollar) und am seltensten die grössten Budgets (100 Millionen US-Dollar oder mehr).

Ethnische Zugehörigkeit der Hauptdarsteller*innen

Filme mit einer Besetzung, die zu 41 bis 50 Prozent aus BIPOC-Darstellerinnen und -Darstellern bestand, schnitten in mehreren Kategorien am besten ab. Sie erreichten nicht nur die höchsten Einspielergebnisse (in den USA und weltweit), sondern verzeichneten auch die besten Kinostarts und die breiteste internationale Verbreitung.

45 Prozent der Menschen, die in den USA leben, haben einen diversen ethnischen Hintergrund – sprich, die erfolgreichen Filme spiegeln die demografische Realität wider.

Die Ticketkäufe zeigen zudem den wachsenden Einfluss eines vielfältigen Publikums. BIPOC-Kinogänger kauften den Grossteil der Tickets am Eröffnungswochenende für fünf von den Top-10-Filmen des Jahres.

Auch bei den umsatzstärksten Filmen war eine vielfältige Besetzung die Regel. Sechs der Top-10-Filme und zwölf der Top-20-Filme wiesen eine Besetzung auf, die zu mehr als 30 Prozent aus BIPOC-Darstellern bestand.

Hauptdarsteller*innen mit Behinderungen

Die zehn Hauptdarsteller mit einer bekannten Behinderung im Jahr 2025 gaben an, unter einer oder mehreren der folgenden Arten von Behinderungen zu leiden: psychische Gesundheit (90 Prozent), Neurodiversität (30 Prozent) und körperliche Behinderung (10 Prozent). Drei Hauptdarsteller haben mehr als eine bekannte Diagnose.

In den erfolgreichsten Kinofilmen des Jahres 2025 gab es keine Hauptdarstellerinnen oder Hauptdarsteller mit sichtbaren Behinderungen.

Diversität bei den Regisseurinnen und Regisseuren

Nur rund einer von zehn Kinofilmen wurde im Jahr 2025 von einer Frau gedreht. Das ist eine deutliche Abnahme im Vergleich zum Vorjahr, in dem noch 15,4 Prozent der Kinofilme Regisseurinnen hatten.

Der Anteil der erfolgreichsten Kinofilme mit einer BIPOC-Regie stieg im Jahr 2025 auf 22 Prozent – dies liegt nur knapp einen Prozentpunkt unter dem Höchstwert (22,9 Prozent im Jahr 2023).

Genre-Trends

Science-Fiction-Filme erzielten weltweit die höchsten durchschnittlichen Einspielergebnisse, während Horrorfilme die höchsten Renditen erzielten.

Auch die Zusammensetzung des Publikums variierte je nach Genre: Weisse Kinogänger dominierten das Publikum bei Biografien, Dokumentarfilmen und Dramen. Im Gegensatz dazu bildeten BIPOC-Zuschauerinnen und Zuschauer die Mehrheit bei Animations- und Horrorfilmen und fast die Hälfte des Publikums bei Actionfilmen.

Fazit

Der Bericht kam zu dem Schluss, dass Hollywood sich darauf konzentrieren muss, die Vielfalt in Bezug auf ethnische Herkunft und Geschlecht zu wahren, um sicherzustellen, dass die Menschen weiterhin ins Kino gehen.

Im Fazit des Berichts stellen die Autoren fest:

«Die Menschen wünschen sich Geschichten, mit denen sie sich identifizieren können, wenn sie Filme ansehen. In einer Gesellschaft, in der die Menschen immer seltener persönlich miteinander interagieren, ermöglichen Filme, mit anderen in Kontakt zu treten, denen man im wirklichen Leben vielleicht nie begegnen würde. Filme helfen ihnen, ihre gemeinsame Menschlichkeit zu verstehen. Deshalb ist eine aussagekräftige Darstellung im Film so wichtig, und deshalb muss sich Hollywood anpassen, um diesem Bedürfnis gerecht zu werden.»

Und wenn sich Studios nicht für eine vielfältige Repräsentation einsetzen, verspielen sie die Chance, das Publikum ins Kino zu locken, so die Autorinnen und Autoren.

«Sinners» wird besonders hervorgehoben. Der Horrorfilm habe alles richtig gemacht: Sein (Oscar-) Erfolg sei ein Beweis dafür, dass die Anstellung und Förderung von Filmemachern mit Migrationshintergrund «gerechtfertigt ist und verstärkt werden sollte».

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58 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Hohlraumverwalter
19.03.2026 19:32registriert August 2025
Einen Oscar als Faktor ist ja legendär lächerlich.

Halte mich da eher an Rotten Tomatoes oder so ähnliche Seiten. Kritiker finden es gut? Publikum nicht? Kann man sich sparen. Im umgekehrten Fall unbedingt schauen😅😂
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Ameo
19.03.2026 19:57registriert Oktober 2025
Ich wünsche mir gute Stand-Alone-Filme die spannende Storys haben und mich aus dem Alltag vergessen lassen. Ich brauche keine aufgezwungene Diversität wie sie uns Hollywood aufzwingt und nun auch noch mit dieser Studie so verkaufen will.
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Horst-Rüdiger
19.03.2026 19:45registriert März 2020
Diese Studie ist wohl genauso sinnvoll wie "Diverse Teams performen besser" wo man einfach den Erfolg des Unternehmens mit der Zusammensetzung des VR gemessen hat und dabei "übersehen" hat, dass sich über Diversität nur Firmen Gedanken machen können denen das Wasser nicht bis zum Hals steht.
Ich schaue gerne Filme mit hauptsächlich schwarzen Darsteller weil ich diese im Gegensatz zu diesen Diversity-Filmen für realistisch halte. Bei letzteren schalte ich dann sofort ab, wenn sich die erste Figur seines Geschlechtes nicht mehr im klaren ist.
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