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Zeitumstellung: Zehn Tipps gegen die Müdigkeit

Creative portrait of a woman lying in a blue suit on a pink sofa. Fashion concept.
Die Zeitumstellung macht einigen zu schaffen.Bild: Moment RF

Zeitumstellung: Zehn Tipps gegen die Müdigkeit

Wenn der Alltagsrhythmus aus dem Takt gerät, kann das die Laune verderben. Wie du deinem Körper hilfst, sich an die Zeitumstellung zu gewöhnen.
31.03.2024, 17:31
Melanie Rannow / t-online
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Ein Artikel von
t-online

Der Groll gegen die Zeitumstellung wächst. Vor allem die Beschwerden danach sind für viele ärgerlich, denn der Biorhythmus gerät stark aus dem Gleichgewicht.

Welche Folgen hat die Zeitumstellung für deine Gesundheit?

Die Zeitumstellung führt bei manchen Menschen zu Symptomen, die einem Mini-Jetlag ähneln. Bis sich die innere Uhr und der Tagesablauf wieder aufeinander eingestellt haben, können Schlafstörungen, Müdigkeit oder Konzentrationsschwierigkeiten auftreten. Bis zu vier Wochen kann es dauern, bis sich der Körper auf die Zeitumstellung eingestellt hat.

Laut Prof. Till Roenneberg, Leiter der Human Chronobiologie an der Ludwigs-Maximilian-Universität München, sei das Problem, dass man zwar die Uhren einfach umstellen kann – nicht aber die innere Uhr im Körper.

Innere Uhr stellt sich nur langsam um

Die menschliche «Innenzeit», wie Roenneberg sie nennt, richtet sich nach dem Tag-Nacht-Rhythmus der Erde. Idealerweise läuft sie also in einem 24-Stunden-Rhythmus. «Unsere inneren Uhren sind – im Vergleich zu unseren Vorfahren – allerdings sehr spät dran», erklärt der Chronobiologe. Das liege vor allem daran, dass die Menschen zu wenig Tageslicht bekommen.

Ein Beispiel: Wer um 6.00 Uhr aufstehen muss, hat auf seiner inneren Uhr im Sommer erst 5.00 Uhr erreicht – und muss damit zu früh aus dem Schlaf. Wer dagegen um 23.00 Uhr ins Bett gehen müsste, um zumindest auf sieben Stunden Schlaf zu kommen, ist oft noch nicht müde genug – denn die innere Uhr zeigt ja erst 22.00 Uhr an.

Wie du deinem Körper bei der Zeitumstellung hilfst

Diese Tricks helfen, um Schlafprobleme und Konzentrationsschwierigkeiten zu vermeiden:

Damit es leichter fällt, sich an die Sommerzeit zu gewöhnen, solltest du einen Spaziergang gegen die Mittagsmüdigkeit machen. Die frische Luft und das Tageslicht sorgen für eine höhere Serotonin- und daraus folgender Melatonin-Ausschüttung. Melatonin reguliert den Schlaf- und Wachrhythmus. Dadurch bleibst du bei Tageslicht länger wach und wirst dann mit einkehrender Dämmerung müde.

Schlaf-Wach-Rhythmus spielt eine Rolle

Aber warum stecken einige die Zeitumstellung so schlecht weg? Das kann daran liegen, dass die innere Uhr nicht mit der Uhr im Aussen übereinstimmt.

«Der Mensch hat die Uhr erfunden, um seine Tätigkeiten zu strukturieren», sagt Schlafmedizinerin Kneginja Richter, Chefärztin der Curamed Tagesklinik Nürnberg und Professorin an der Technischen Hochschule Nürnberg. Aber: Würden wir – ganz frei von Uhrzeiten – unserem Schlaf-Wach-Rhythmus folgen, wäre der bei vielen Menschen länger oder kürzer als 24 Stunden.

«Bei der Zeitumstellung jetzt zur Sommerzeit leiden am meisten die Menschen, die einen längeren Schlaf-Wach-Rhythmus haben als den 24-stündigen Takt», sagt die Schlafmedizinerin. Geht die innere Uhr ohnehin von einem 25-Stunden-Tag aus, fällt eine weitere fehlende Stunde umso stärker ins Gewicht.

Schlechterer Schlaf im Alter

Aber auch wer ohnehin zu schlechtem Schlaf neigt, kommt mit der Zeitumstellung womöglich schlechter klar. Dabei kann auch das Alter eine Rolle spielen. «Ab einem Alter von 55 Jahren wird von der Zirbeldrüse im Gehirn weniger Melatonin freigesetzt, also das Schlafhormon», sagt Richter. Das kann ein Risikofaktor für Schlafstörungen sein – und damit empfindlicher gegenüber der Zeitumstellung machen.

Auch unsere Erwartungen können darauf einwirken, wie gut wir den Start in die Sommerzeit meistern. Denn die Zeitumstellung kommt nicht aus dem Nichts – sondern schafft es schon Tage vorher in unser Bewusstsein.

Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherche
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30 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Captain Mumpitz
31.03.2024 18:12registriert März 2022
Effizienz ist, wenn man 10 Tipps zu einem zusammenfasst.
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Garp
31.03.2024 17:59registriert August 2018
10 Tipps? Ausser dem Mittagsspaziergang und der positiven Einstellung hab ich die wohl alle verpasst 😅
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CuJo
31.03.2024 19:03registriert Mai 2018
….und wo sind jetzt die 10 Tipps ? Habe nur einen gefunden.
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Ich bin oft hangry, und es tut mir leid – 14 Memes, die diesen irren Zustand beschreiben

Eigentlich würde ich mich als sehr freundlichen und harmoniebedürftigen Menschen beschreiben. Wenn jedoch der Hunger naht – und nicht schleunigst gestillt wird –, ist es vorbei mit den Kuscheleinheiten. Ob Familienfeste oder Lunches mit Arbeitskollegen: Wenn ich für längere Zeit hungrig bin, kann ich biestig werden. Antworten fallen dann äusserst knapp aus, mein Gesicht wird länger, als es ohnehin schon ist, enge Freunde oder Familienmitglieder werden sporadisch angefaucht.

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