Leben
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Die Autorin und ihre Zigarette – ein Bild, das sie ändern möchte. bild: watson

Wie ich versucht habe, mit dem Rauchen aufzuhören

Unzählige Male habe ich schon mit dem Rauchen aufgehört – von langer Dauer war es nie. Kann ein Rauchstopp-Kurs dies ändern?



Die Mädchen tanzen ausgelassen um das lodernde Feuer, fallen sich gegenseitig in die Arme und kreischen betrunkene Liebesschwüre. Ich bin 16 Jahre alt und in einem Klassenlager. «Ihr wisst schon, dass wir uns morgen alle nicht mehr so liebhaben werden», werfe ich trotz erhöhtem Alkoholpegel nüchtern in die Runde.

Ich kann mich nicht daran erinnern, das je gesagt zu haben, eine gute Jugendfreundin erinnert mich aber immer wieder gerne daran.

Ich war noch nie ein Gruppenmensch. Nur hatte ich das vergessen, als ich mich für den Rauchstopp-Kurs der Krebsliga Zürich anmeldete. Zu schnell aufgebaute Nähe ist mir suspekt, auch wenn ich mich meinen Mitmenschen meist schnell öffne.

So sitze ich Mitte Januar also aufgeregt in einem Kursraum mit acht Männern und Frauen um die 50 Jahre, die sich auch zum Ziel gesetzt haben, ihrer Nikotinsucht ein für alle Mal den Rücken zu kehren.

Gespannt blicke ich in die Runde. Auf den Gesichtern ein Wechselbad der Gefühle: Angst, Unsicherheit, Zweifel, da und dort aber auch ein scheues Lächeln, ein unterdrücktes Grinsen.

Während den nächsten sechs Wochen werden wir einmal wöchentlich eineinhalb Stunden zusammen unsere Sucht reflektieren, diskutieren, Tipps austauschen und uns gegenseitig motivieren. Die Kursleiterin – selbst ehemalige Raucherin – fordert uns zu einer Vorstellungsrunde auf. Was erwarten wir vom Kurs und von der Gruppe? Was sind unsere Befürchtungen? Wir sollen uns ruhig dafür Zeit lassen, ermutigt sie uns einfühlsam.

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So sieht mein umfunktionierter Blumentopf aus – noch. bild: watson

Schwarze Lungen, schwarzer Humor

Da ist die Frau, die seit über 40 Jahren raucht. Aufgehört habe sie bisher nur ein Mal – mithilfe eines Handauflegers. Von einem Schlag auf den anderen reduzierte sie von drei Pack Zigaretten auf null – und das Rauchen habe ihr nicht im Geringsten gefehlt! So leicht solle das am liebsten wieder gehen, sagt sie. Sie wäre erneut zum Handaufleger gegangen, wäre er nicht in der Zwischenzeit verstorben. Meine Sitznachbarin und ich blicken uns verstohlen an und sagen unisono: «Er hat wohl zu viel geraucht.» Wir lachen laut heraus und schauen uns sogleich verlegen um. Darf man über so etwas Witze machen? Man darf. Dem Tod und der Sucht, die umso schneller zu Ersterem führen kann, mit Humor begegnen, das tun hier viele. Wie sonst, kann man sich jeden Tag belügen, während man gierig an der Kippe zieht?

Nun bin ich an der Reihe:

«Ich wollte den Kurs mehrere Male absagen und dachte mir, das schaffe ich auch alleine. ‹Geschafft› habe ich es immerhin schon ein paar Mal. Nur eben nicht lange, wie man sieht.»

Gelächter.

Ich bin nervös, was sonst bei solchen Runden kaum der Fall ist. Aber hier geht es ausserordentlich schnell ans Eingemachte. Das Rauchen ist mit so vielen Emotionen gekoppelt, dass man nicht nur seine Sucht, sondern auch sich und seine Muster eingehend reflektieren muss. Die Nikotinsucht ist aber, wie man weiss, nicht nur psychisch, sondern auch körperlich, das macht das Aufhören so schwierig. «Rauchen ist keine Charakterschwäche», erinnert uns die Kursleiterin des Öfteren und es tut so gut, dies einmal von einer Fachperson zu hören.

«Das geht mir alles ein wenig zu schnell.» – «Mir auch.»

Wir erhalten viele Inputs, um unser Rauchverhalten zu reflektieren. So füllen wir zum Beispiel ein Zigarettenprotokoll aus, in dem wir festhalten, wann und wo wir rauchen, wie wir uns vor der Zigarette gefühlt haben, wie stark das Verlangen war und nicht zuletzt, was wir stattdessen hätten tun können. Dies öffnet mir die Augen, dass mein grösstes Problem mein Smartphone ist. Wenn ich telefoniere oder auf Social Media rumscrolle, vergesse ich mich und rauche oft eine nach der anderen. Zudem erhalten wir viele Ideen, was wir tun könnten, statt zu rauchen – zum Beispiel auf den Balkon stehen und Seifenblasen pusten. Eine besonders schöne Idee, wie ich finde und kaufe mir sogleich ein Fläschchen.

Schon am zweiten Kursabend sollen wir unser Rauchstopp-Datum festlegen. Beziehungsweise das Datum unserer «Rauchfreiheit». Auch in der Sprache soll sich ausdrücken, dass wir nicht auf etwas verzichten müssen, sondern uns von einem Laster befreien. «Das geht mir jetzt alles ein wenig schnell», meldet sich ein Teilnehmer zu Wort und er spricht mir aus der Seele. Dennoch setzen wir alle unser Datum und gehen gemeinsam Strategien durch, was wir tun können, wenn es so richtig «riisst»; die Momente also, in denen unser Suchthirn besonders laut nach Nikotin schreit.

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Besonders beim Weggehen fangen viele wieder an, «nur Eine» zu rauchen. bild: watson.

Im eigenen Tempo aufhören

Am dritten Kursabend haben tatsächlich alle bis auf zwei von uns aufgehört. Eine davon bin ich. Ich fühle mich mies, dass ich es nicht geschafft habe. Einen halbpatzigen Versuch hatte ich gestartet, scheiterte aber bereits nach sechs Stunden, da ich meine E-Zigaretten nicht wie geplant am Abend zuvor bei einem Freund deponiert hatte. Da halfen auch die Seifenblasen nichts. «Jede und jeder soll im eigenen Tempo aufhören», beschwichtigt die Kursleiterin. Dennoch habe ich das Gefühl, der Zug sei nun abgefahren.

Den vierten und fünften Kursabend lasse ich sausen. An einem Abend fühle ich mich nicht wohl und am anderen hatte ich zu viel bei der Arbeit zu tun. Faule Ausreden? Vermutlich. Den sechsten und letzten Abend will ich dennoch nicht verpassen. Alles in allem hat mir der Kurs nämlich viele neue Denkanstösse gegeben und auch die Leute in der Gruppe wollte ich nochmals sehen.

Eines Tages oder Tag Eins

Noch immer sind alle bis auf zwei rauchfrei. Einer davon wird nach dem Kurs aufhören – die andere bin ich. Ich rauche noch immer.

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Dennoch war der Kurs nicht umsonst. Was ich vor allem gelernt habe: Jede und jeder tickt komplett anders und muss die Methoden finden, die für sie oder ihn am besten passen. Es gibt kein Patentrezept, um rauchfrei zu werden und es auch zu bleiben. Manchen hilft zum Aufhören ein Belohnungssystem, anderen macht das eher Druck. Manche besuchen einen Gruppenkurs, bei anderen bringt auch das nichts ...

Den nächsten Versuch werde ich mit Nikotinersatzprodukten starten, alle Utensilien vorher entsorgen und am besten mit einem Ortswechsel, arbeitsfreier Zeit und viel Ablenkung kombinieren. Nicht zuletzt werden mich die Worte einer Teilnehmerin auf meinem Weg zur Rauchfreiheit begleiten:

«Eines Tages oder Tag Eins – du entscheidest!».

Zahlen & Fakten

66 Tage: So lange dauert es gemäss einer vielzitierten Harvard-Studie, um eine Gewohnheit zu ändern.

7000 Schadstoffe: Sind in einer Zigarette enthalten.

1-2 Kilogramm: So viel wiegen Raucherinnen und Raucher durchschnittlich weniger, als wenn sie nicht rauchen würden.

3-5 Minuten: So lange dauert das sehr starke Verlangen («Craving») nach einer Zigarette etwa. Meist vergeht es von selbst wieder.

72 Stunden: Während der ersten drei Tage des Rauchstopps schreit unser «Suchthirn» am stärksten nach Nikotin.

3, 6 und 12 Monate: Nach dieser Anzahl Monate ist die Rückfallgefahr oft am höchsten (Neuralgische Punkte).

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Video: srf/Roberto Krone

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Der rauchende Schimpanse

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    Alle Leser-Kommentare
  • Dynamischer-Muzzi 17.03.2020 16:05
    Highlight Highlight Meine Meinung ist, dass man es von ganzem Herzen und mit vollem Willen machen muss, sonst bringt es nichts. Ich habe mit dem Buch "Endlich Nichtraucher" von Allen Carr aufgehört. Meine letzte Zigarette habe ich am 15.10.2017 nach dem letzten Abschnitt im Buch geraucht, also so wie es Allen auch empfiehlt. Das ganze in meinen Flitterwochen, also in der Ferienzeit, wo man sonst immer mehr geraucht hat. Ich habe vorher 20 Jahre geraucht, meist so 15-20 Zigaretten pro Tag. Es geht viel einfacher als man denkt, wenn man im Kopf dazu bereit ist. Trau Dich, es wird Dir massiv besser gehen!
  • Margrande 16.03.2020 23:34
    Highlight Highlight Nach über 20 Packyears, bin ich seit 16 Mt. rauchfrei, dank Chemie und zwar Zyban, so heisst dieses Wundermittel. Ist ein Psychopharma, muss vom Arzt verschrieben werden und die Therapie dauert 8 Wochen. Die ersten 6 Tage nimmt man die Pillen, raucht aber noch weiter. Erst am 7. Tag hört man auf. Ich bin damals an diesem Morgen aufgewacht und fühlte mich, als hätte ich noch nie geraucht in meinem Leben. Ganz krass!! Hatte seither nie mehr das Verlangen nach einer Zigarette.
  • herrkern (1) 16.03.2020 18:59
    Highlight Highlight Du musst es nicht "versuchen", du musst es "tun".
  • Dogbone 16.03.2020 16:16
    Highlight Highlight Ich hab mir vor drei Jahren eine Dampfe (keiner dieser Heating-Sticks oder wie sie auch immer heissen) gekauft. Ein paar Monate damit gedampft, das Nikotin stetig etwas reduziert, weil die "Verlangen-Kurve" beim dampfen schnell viel flacher wird, und nach 4-6 Monaten nur noch ohne Nikotin eine zeitlang weitergedampft, bevor ich den Sinn nicht mehr gesehen und ganz aufgehört habe.
    Ich hab echt oft noch Lust auf eine Zigi, was mich selber sehr erstaunt. Aber es ist ok, wie es ist und vielleicht pfeife ich mir ja mal eine feine Zigarre rein.😇
  • Ratson 2.0 16.03.2020 13:10
    Highlight Highlight Ich finde den Suchtfaktor vom Nikotin hat es in sich. Und von null auf 100 das Nikotin sein zu lassen ist sehr sehr hart. Darum finde ich die Option stetig mit dem Nikotingehalt runterzufahren (mit Dampfen) sehr gut. Das kann man mit normalen zigis bis auf 0% Nikotin nicht.

    Darum empfehl ich dir das mal so zu probieren, was wichtig ist, konsequent nur Dampfen keine normalen Zigis mehr rauchen. Wenn du dann eine Zeit lang auf 0% Nikotin bist, und dir der Dampfer vielleicht kaputt geht, kauf einfach keinen neuen mehr :)

    So hats bei meinem Mann funktioniert :)
    oder wird Schwanger :)
  • P to the T 16.03.2020 13:06
    Highlight Highlight Endlich Nichtraucher gehört, dazu geraucht (2 Päckchen pro Tag) und aufgehört. Seit 2 Jahren existiert rauchen für mich nicht mehr und ich kann aber problemlos neben einem Kollegen stehen ohne dass es mich stört =)
  • jennyz 16.03.2020 08:55
    Highlight Highlight Ich finde es sehr schön, herrscht hier vorwiegend so eine positive Gesprächskultur und dass Tipps ausgetauscht werden und man sich gegenseitig motiviert. Das erinnert mich direkt an den Rauchtstopp-Kurs :) @LH und @ME und andere aus dem Kurs, wenn ihr mitlest: Weiter so! Ihr seid eine Motivation für mich und alle. Und auch an alle anderen Ex-Raucher und Rauchstopp-Motivierte hier: Chapeau. Ich bin nach wie vor dran mit der Planung meines Stopps, gerade in Zeiten wie diesen.
    • Walter Sahli 16.03.2020 10:14
      Highlight Highlight Nicht planen, Frau Zimmermann, aufhören! Es wird nie wieder so einfach sein, wie heute! Sie schulden es Ihrem Körper, der jeden Tag in jeder Sekunde für Sie treu arbeitet, dass Sie ihm nicht schaden. Also weg mit den Zigis, Rüstung anziehen und auf in den Kampf gegen den Suchtdrachen!
    • jennyz 16.03.2020 15:38
      Highlight Highlight Danke für diese, nun in der Tat aufmunternden Worte!
  • Auric 15.03.2020 23:18
    Highlight Highlight war ganz einfach,

    einfach aufhören, keine mehr kaufen keine anzünden und gut ist.

    oder man braucht halt ersatzdrogen, eine psychotherapie hypnose und am besten noch einen 10 Wöchigen Kurs auf staatskosten die einem aller erklären was für ein armer armer Nikotinjunkie ist....
  • Fishmaster 15.03.2020 22:54
    Highlight Highlight Ich habe 30 Jahre lang geraucht und vor fast 4 Jahren mit dem rauchen aufgehört, habe jedoch noch eineinhalb Jahre lang Nikotinkaugummis gekaut, hat aber funktioniert. Ausserdem habe ich das durch das Nichtrauchen eingesparte Geld, jeden Monat auf ein Konto einbezahlt. Da kommt ganz schön was zusammen. Mit dem Ersparten Geld kann man sich dann was ganz schönes zur Belohnung gönnen.
    Viel Erfolg
  • karima 15.03.2020 22:43
    Highlight Highlight Fazit: für so was sinnloses wie Rauchen will ich nicht von meiner Lebenszeit hergeben.

    Ich rauchte 20 Jahre und nun seit 8 nicht mehr. Und ich bin immer noch sooo erleichtert nicht mehr Raucher zu sein.

    Zudem verlor ich einen meiner Liebsten an Lungenkrebs. Das schmerzt für immer.
  • Red4 *Miss Vanjie* 15.03.2020 22:35
    Highlight Highlight " Zu schnell aufgebaute Nähe ist mir suspekt, auch wenn ich mich meinen Mitmenschen meist schnell öffne." Mein leben in einem Satz
    • jennyz 16.03.2020 08:40
      Highlight Highlight Wow, wir sollten uns mal auf einen Kaffee treffen und dann viel zu schnell viel zu viel über uns erzählen ;)
  • jojimen 15.03.2020 22:20
    Highlight Highlight Woche 1 beinahe geschafft! Die Lust ist phasenweise noch vorhanden. Um diese zu mildern, nehme ich ein Riccola oder atme ein paar mal tief ein.
    Fazit:
    -Du musst im Kopf bereit sein!
    -Die ersten 3 Tage durchstehen!
    -Die erste Woche durchstehen

    Allen die es versuchen wünsche, ich viel Glück 🍀

  • Faethor 15.03.2020 21:20
    Highlight Highlight Wenns gar nicht geht mich den Rauchstopp empfehle ich es mal mit Dampfen zu versuchen. Klappt um ein vielfaches besser als einfach so aufzuhören
  • Putsch 15.03.2020 21:11
    Highlight Highlight Ich hab vor 4 Jahren aufgehört , ich rauchte ca 50 Zigaretten am Tag . Das Ergebnis seht Ihr ja. Ich war bei einer Frau die mir Innert 2 Sitzungen geholfen hat . Wer mehr wissen möchte schreibt mir
    Benutzer Bild
  • S. L. 15.03.2020 21:01
    Highlight Highlight Ich habe ADHS und jahrelang geraucht. Die 2 Jahre die ich dann rauchfrei war waren die Hölle, ich war ein ständig unkonzentrierter Zombie. Dann habe ich wieder angefangen und alles ist wunderbar. Nun versuche ich erneut aufzuhören und hoffe mit einer Ernährungsumstellung trotzdem ein "normaler Mensch" bleiben zu können. Wünscht mir Glück.
    • blueberry muffin 16.03.2020 05:17
      Highlight Highlight Uh ähnlich wie ich. Wurde Veganer und hab vor 2 Monaten dann auch mit dem Rauchen aufgehört.

      Corona und Arbeit wecken jedoch Sehnsucht.
    • jennyz 16.03.2020 08:41
      Highlight Highlight Von Herzen viel Glück
    • PrinzLionel 17.03.2020 07:22
      Highlight Highlight Viel Erfolg und Duchhaltewillen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nachthafenwärter 15.03.2020 20:39
    Highlight Highlight [...]“werfe ich trotz erhöhtem Alkoholpegel *nüchtern* in die Runde.“ - musste ich zweimal lesen, gefällt mir 😉
  • Loone 15.03.2020 20:35
    Highlight Highlight Bitte um Hilfe.
    Meine Schwiegermutter raucht schon ihr ganzes Leben (ist jetzt 54). Nun hütet sie jede Woche meinen kleinen 1-jährigen Sohn. Sie ist leider gar nicht einsichtig und achtet wirklich nicht darauf, ob ihre Mitmenschen ihren Rauch einatmen (müssen). Auch z.b. während meiner Schwangerschaft nicht. Sie rsucht auf dem Balkon immerhin.
    Gibt es eine Möglichkeit sie vom Rauchstopp zu überzeugen? Bin für jeden Tipp dankbar! Sie ist eine tolle Oma und ich möchte den Oma-Enkel-Kontakt beibehalte . Nur beim Gedanken, mein Sohn diesen Giften auszusetzen, wird mir schlecht :(
    • SwissWitchBitch 15.03.2020 21:48
      Highlight Highlight Hatten wir auch, ich habe mich extrem unbeliebt gemacht und verlangt dass während der Betreuungs-/Besuchszeit NICHT geraucht wird. Und hab nicht nachgegeben, sondern Mini drei Mal wieder mitgenommen. Ich bin bis heute die Böse, aber danach hat es augenscheinlich geklappt.
    • Hosesack 16.03.2020 07:40
      Highlight Highlight Wie hat die Menschheit nur die 70'ziger Jahre überlebt?
    • Bits_and_More 16.03.2020 09:10
      Highlight Highlight Alleine die Nähe zur Kleidung von Rauchern reicht zum Passivrauchen. "Wer im Kino neben Rauchern sitzt, qualmt passiv bis zu zehn Zigaretten mit - obwohl keine einzige Kippe brennt"
      Kinder sind dabei besonders gefährdet und das Asthma- und Bronchitisrisiko steigen an.

      Ich hoffe, ihr findet eine Lösung.

      Quelle: https://advances.sciencemag.org/content/6/10/eaay4109
      http://Qu
  • Alexander Höhn 15.03.2020 20:16
    Highlight Highlight Fand es ziemlich einfach. Hab eine Woche gefastet, nur wasser und saft getrunken. Danach hatt ich kein bock mehr auf zigaretten. Einfach so.
  • Weioli 15.03.2020 19:42
    Highlight Highlight Ich habe vor 4 Jahren aufgehört zu rauchen. Ohne Wille dazu, nur meiner Freundin zu liebe. Vorher war ich 10 Jahre leidenschaftlicher Raucher. Sie schlug vor, ich solle mal Nikotinpflaster versuchen. Und siehe da; hat ohne Probleme funktioniert! Ich bin sehr dankbar dafür, hatte ich doch im Jahr 2010 mit Allen Karr's Buch aufgehört nur um 6 Monate später depressiv wieder anzufangen. Ausschleichen ist definitiv der bessere Weg. Du nimmst jeweils 3 Wochen jeden Tag ein neues Pflaster der gewählten Stärke. Nach 3 Wochen gehst du eine Stärke runter usw... nach max 9 Wochen bist du frei ohne Entzug
  • maikl 15.03.2020 19:40
    Highlight Highlight Jajaja... "Kopfsache", "es geht, wenn man will"...
    Leider funktioniert das mit den Süchten dann halt meistens doch nicht so einfach!
    Mir half Champix, mit ärztlicher Hilfe. Kann ich nur empfehlen.
  • IZO 15.03.2020 19:31
    Highlight Highlight Hörte auch diesen Winter auf. Am besten wenn du Erkeltet bist, da macht das Rauchen eh keinen Spass. Ich habe mir von honeyrose teuren Tabakersatz gekauft(15fr für 50g) von dem Rauche ich noch selber gedrehte Ziggis( höchstens 2-3 am Tag). Nichtraucher in 20 Minuten von Hr.Dr. Stefan Frädrich(Youtube). Werde dir bewusst wieso du Rauchst. Werde dir bewusst was du deinem Körper(nicht nur der Lunge, die Durchblutung, die Mundhöhle, der Rachen, usw.) antust. Werde dir bewusst wen oder was du mit deinem Geld all die Jahre gesponsert hast. Ich wünsche dir viel Kraft und Lebensfreude 🤗
    • karima 16.03.2020 06:44
      Highlight Highlight Du bist ja immer noch Raucher, nur reduzierter..
    • IZO 16.03.2020 08:53
      Highlight Highlight Kein Nikotin=Nervengift
  • Superkalifragilistiexpialigetisch 15.03.2020 19:28
    Highlight Highlight Hypnose! Es war, als hätte ich nie geraucht...
  • Dubox 15.03.2020 19:12
    Highlight Highlight Man muss nicht versuchen mit dem Rauchen aufzuhören. Man muss mit dem Rauchen aufhören.
    • SwissWitchBitch 15.03.2020 20:25
      Highlight Highlight Das ist ein Denkvorgang der vielen abgeht. Darum verstehen manche auch nicht, wenn es Leute wie mich gibt die einen Abend lang schloten können ohne danach wieder voll drauf zu sein - und das obwohl ich extrem suchtanfällig bin; Man hört nicht einmal auf, sondern man fängt jedes einzelne Mal nicht an. 😉
    • karima 16.03.2020 06:45
      Highlight Highlight Dann wohl nicht so sehr auf Zigaretten.
  • Bruno Wüthrich 15.03.2020 19:09
    Highlight Highlight Mit dem Rauchen aufzuhören gelingt nur, wenn man es wirklich will, und wenn man überzeugt ist, dass man es kann. Sonst ist jeder Versuch, jeder Kurs, jedes Mitteli zwecklos.
    Und man muss gewillt sein, danach nie, unter gar keinen Umständen mehr zu rauchen.
    Am besten lässt man all die halbherzigen Versuche bleiben, setzt sich einen grosszügigen Zeithorizont, und wartet danach den richtigen Zeitpunkt ab.
    Ich rauchte drei Pakete pro Tag. Und ich wartete auf meinen Tag. Er kam, ungefähr vier Jahre später. Plötzlich fühlte ich, jetzt bin ich stark genug. Und so war es!
    Das ist viele Jahre her.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 15.03.2020 19:38
      Highlight Highlight Ich rauche genau eine Zigarette pro Jahr: Silvester oben auf dem Dachfirst eines oder unseres Hauses. Das bleibt dabei, weil diese eine Zigarette etwas Besonderes ist. Aufgehört habe ich, weil das Rauchen mich schwächer gemacht hat, als ich bin. Hinter manche Erkenntnisse kann man nicht zurückfallen und dann ist es auch einfach, aufzuhören.
    • Gegu 15.03.2020 20:32
      Highlight Highlight also das es nur funktioniert wenn man will stimmt nicht. ich wollte nicht, ich rauchte sehr gerne. eine kombinierte, hypothese/akupunktur sitzung, und ich rauche nicht mehr...
      einmalige fünf stündige gruppensitzung. hätte nie gedacht, dass das funktioniert!! aber es tut...
    • Kimmatou 15.03.2020 20:53
      Highlight Highlight „ Blöfer“ 😘
      Schön für dich ❤️
      Nikotin Junkie‘s können nur davon träumen und neidisch sein .
  • Gooner1886 15.03.2020 18:58
    Highlight Highlight Also bei mir klappte das ganze ziemlich problemlos. Erst reduzieren dann ganz hören. Aber natürlich ist es ein Unterschied ob man 15 (wie ich) am Tag raucht oder 30+.
  • Beckele 15.03.2020 18:47
    Highlight Highlight Ich habe lange (alles mögliche) geraucht... jetzt bin ich Dampfer. Ok, ist ja auch so ne Art Sucht, aber denke sicherlich viel weniger schädlich als Rauchen. Jedenfalls klappts prima. Sogar mit der Einen- oder Anderen Zigi im Ausgang oder Poker oder so. Statt zu Rauchen einfach ein bisschen Liquid mit wenig Nikotin. Würde mal mit nem Caliburn anfangen... und dieser Ansatz ist auch viel günstiger als z.Bsp. die Tabakerhitzerprodukte... toi toi toi...😝
    • Filzstift 16.03.2020 07:18
      Highlight Highlight Es ist besser, zu dampfen als zu rauchen. Noch besser wären medizinische Nikotinersatzprodukte.

      Allerdings, und da spreche ich aus eigener Erfahrung: Es ist nicht zu vergleichen mit dem "Freiheitsgefühl", den man hat, ganz "clean" zu sein. Denn egal ob Dampfen, Nikotinersatzprodukte usw.: Man ist immer noch ein "Suchti".
  • Roaming212 15.03.2020 18:41
    Highlight Highlight Grosses Lob an alle die mit dem Rauchen aufhören. Und die anderen: Auf was wartet ihr? Rauchen ist rückständig und gehört nicht mehr ins 21 Jahrhundert. Egoistischer geht es nicht mehr.
    • Herbibi 15.03.2020 21:04
      Highlight Highlight Sehr intolerant und herzlos. Das sagt ein lebenslanger Nichtraucher.
  • elnino 15.03.2020 18:41
    Highlight Highlight Habe es trotz permanenterAngst im Vorfeld mittels Kognitiver Verhaltenstherapie (CBT) problemlos geschafft. Dies hilft die Rituale rund ums Rauchen zu verstehen, aufzubrechen und zu ändern.

    Jeder sollte mal solche Coaching Apps mal versuchen (z.B. Quit Genius finde ich das Beste)..
  • Mügäli 15.03.2020 18:38
    Highlight Highlight Ich habe vor 3 Jahren aufgehört zu Rauchen, nach 20 Jahren. Die erste Zeit ist wirklich die Schwierigste. Hat man diese aber geschafft merkt man ziemlich schnell wie der gesamte Körper es einem dankt.

    Mein Fazit: Es hat sich gelohnt diese erste Zeit ‚hart‘ zu bleiben und ich rate jedem dieses Laster aufzugeben ..
    • Zinni 15.03.2020 19:17
      Highlight Highlight Hab vor etwas mehr als 3 wochen aufgehört. Der körperliche entzug war recht mühsam - zumindest bei mir. Aber mit ca. 3 tagen rechtvschnell überwunden. Jetzt verspüre ich einfach gelegentlich situationsabhängig einen recht starken impuls zu rauchen, wenn mich z.b. was nervt oder ich mich über was freue oder auch in pausen. Dieser verflüchtigt sich aber nach 5-10 minuten wieder.

      Wird das besser mit der zeit?
    • Mügäli 15.03.2020 19:51
      Highlight Highlight @Zinni - ja es wird besser aber ich würde leugnen wenn ich behaupten würde, dass ich nicht ab und zu gerne eine Rauchen würde. Nach bissel Alkohol ist’s am schlimmsten :). Zu widerstehen wird aber immer einfacher. Wünsche dir Durchhaltevermögen, du schaffst das 👍

    • Filzstift 15.03.2020 20:05
      Highlight Highlight Das dauert recht lange. Versuchen auf andere Gedanken zu kommen (z.B. Artikel lesen oder so, dann ist die Zeit schnell um). Dann diese „Trigger“, die diese kommen noch in Jahrzehnten (z.B. man sieht jemanden auf der Café-Terrasse der seine Zigi geniesst).

      Bei einem früheren Aufhörversuch wurde ich nach ca. einem halben Jahr rückfällig; und dieser Impuls war der Grund.
    Weitere Antworten anzeigen
  • jsb 15.03.2020 18:31
    Highlight Highlight Ich habe mit Hypnose aufgehört zu rauchen. Wenn du es wirklich willst schaffst du es! Als Skeptikerin war ich anfangs nicht so sicher das es klappen würde. Nach der Hypnose hatte ich keine Lust mehr auf Zigaretten. Krass aber wahr!
  • El Vals del Obrero 15.03.2020 18:30
    Highlight Highlight Ich rauche keine Zigarretten mehr, schaffe es aber nicht immer (aber immer öfter), bei anderen rauchbaren Sachen nur den Vaporizer zu nutzen.

    Für das "sozial-rituelle" Rauchen in Pausen etc finde ich die E-Zigarette einen guten Ersatz.

    Wichtig ist dass man es positiv sieht. Wenn ein Vrsuch nicht klappt, hat man doch eine zeitlang nicht geraucht.Das kann an sich nicht mehr nehmen lassen und ist besser, als wenn man es nicht versucht hätte.

    Statt "ich habe es schon mal versucht und es hat nicht geklappt" muss man sich einfach sagen "es ging doch mal eine zeitlang,also versuche ich es wieder"
  • Klaus & Klaus 15.03.2020 18:28
    Highlight Highlight Dann frag mal Emma wies geht. Die hats ja auch geschafft! 😀
  • TheLaenz 15.03.2020 18:13
    Highlight Highlight Als meine Frau schwanger wurde, war die Motivation da, nach 18 Jahren aufzuhören. Bin nun 10 Monate rauchfrei.
  • Samurai Gra 15.03.2020 17:50
    Highlight Highlight Ich habe es nach 7 Jahren Rauchen dank einer Rauchstoppberatung geschafft.

    Aber ja, die ersten 3 Tage waren die Hölle.
    Als ich nach 3 Tagen aber wieder Schmerzfrei Rennen konnte war das ein enormer Motivationspush
  • creative 15.03.2020 17:40
    Highlight Highlight Bin seit dem 05.01.2020 rauchfrei. Vorher jahrelang geraucht.

    Es geht, wenn man will.
    • BratmirnenStorch 15.03.2020 18:47
      Highlight Highlight Genau so ist es. Reine Kopfsache. Nach geschätzten 40 Jahren am 31.12.2014 aufgehört. Alle Zigis, Aschenbecher und Feuerzeuge entsorgt. Seither rauchfrei. Geiles Gefühl.
    • blueberry muffin 16.03.2020 05:16
      Highlight Highlight Ich auch, sollte aber vermutlich wieder anfangen.
  • Antinatalist 15.03.2020 17:37
    Highlight Highlight "«Rauchen ist keine Charakterschwäche», erinnert uns die Kursleiterin des Öfteren und es tut so gut, dies einmal von einer Fachperson zu hören."

    Selbstverstädndlich ist das eine Charakterschwäche. Da kann die Kursleiterin aka Fachperson noch so blumig daherschwafeln. Eine besondere Charakterschwäche ist, unbeteiligte Personen ungefragt mit Zigarettenrauch zu belästigen. Das ist gar höchst unanständig und charakterlos. Fakten sind in den letzten Jahren höchst unbeliebt geworden. Das ist auch der Grund, warum Trump überhaupt Präsident werden konnte.
    • Thanatos 15.03.2020 19:17
      Highlight Highlight So dämliche Kommentare zu schreiben ist eine Charakterschwäche.


      Jeder Person, die sich mit dem Thema Sucht befasst hat, wird dich eines besseren belehren.
    • IZO 15.03.2020 19:57
      Highlight Highlight Das fiese am Rauchen ist das man nicht mit 18+anfängt. Und ja als Teen ist der Charakter noch nicht gefesstigt. Und jeder hat ne Sucht. Den Rauchern sieht/schmeckt man ihre "schwäche" meist sofort an. Wobei irgend ein Kokser oder Porno Suchti sich seinen Schuss unauffälliger setzen kann. Und regst du dich auch über Frittenfett aus Restis oder Dieselrus auf? Lass doch die armen Raucher ihrem Laster fröhnen und sei einfach froh das du nicht Rauchst.
    • swisskiss 15.03.2020 20:13
      Highlight Highlight Antinatalist: Trump wurde Präsident, weil Heerscharen von Antinatalisten glauben, gescheiter als der Rest der Welt zu sein. Trump als lebendes Beispiel, was der Dunning Kruger Effekt für verheerende Konsequenzen haben kann.
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Offen gesagt

«Lieber Herr Koch, schenken Sie uns reinen Wein ein ...»

Lieber Herr Koch

Ich bewundere Ihre Anpassungsleistung mit jedem Tag mehr. Ja, ich halte sie schon fast für unmenschlich.

Sie wissen, dass die beste Variante zur Eindämmung des Coronavirus in der Schweiz eine rigorose Ausgangssperre wäre. Oder besser: gewesen wäre.

Aber das dürfen Sie nicht sagen. Zu viel muss berücksichtigt werden, die Bevölkerung darf nicht verunsichert werden, die Wirtschaft muss sich erst organisieren und mit der Politik koordinieren können, ganz nach dem Motto: «Geld …

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