«Tatort»-Star Jan Josef Liefers therapierte seinen Narzissmus mit Ketamin
Die «Tatort»-Folgen aus Münster mit Jan Josef Liefers als borniertem Rechtsmediziner Prof. Dr. Dr. Karl-Friedrich Boerne und Axel Prahl als Hauptkommissar Thiel sind seit Jahren DER Publikumsliebling. Und man fragt sich gelegentlich, ob Boerne nicht ein bisschen auf Liefers abfärbt. Offenbar sehr.
Im Podcast Hotel Matze erzählt Liefers nun, dass seine Frau, die Schauspielerin Anna Loos, und seine Freunde ihm vorgeworfen hätten, während der Dreharbeiten zu einem Boerne-ähnlichen Supernarzissten zu werden und sich meilenweit von ihnen zu entfernen.
Liefers nahm die Vorwürfe ernst und ging zur Therapie. Nicht zu irgendeiner, sondern zu einer Ketamin-Therapie. Das auch bei Menschen beliebte Pferdebetäubungsmittel sollte ihm helfen, ein paar Erkenntnisse über sich selbst zu gewinnen, so die Bild.
Er erhielt eine Infusion, die aus einer Kochsalzlösung und ein paar Tropfen Ketamin bestand. Der Preis für eine Infusion beträgt 300 Euro, der darauffolgende Trip dauert drei Stunden.
Vorausgegangen seien der Infusion viele klassische Therapie-Gespräche, in denen Liefers über seine Kindheit geredet habe. Der Therapeut hätte diese auch noch fortgesetzt, am liebsten 70 Stunden lang, aber Liefers wollte nicht mehr reden, sondern «eine Erfahrung machen. Es war mein Vorschlag.»
Und? Wie war's? «Du machst eine Reise, und zwar in etwas, was du noch nie gesehen und erlebt hast. Du bist bei Bewusstsein, aber dein Körper verschwindet. Das löst sich alles auf. Du bist weg, aber noch da. Etwas ist noch da, man könnte sagen, vielleicht dein Wesen, deine Essenz, der Kern vom Kern deiner Existenz», wird Liefers in der «Bild» zitiert.
Hat er Antworten auf seine Narzissmus-Krise gekriegt? Ja. «Dort habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich eben, anders als ich es geglaubt und anders als ich es anderen Leuten vermittelt habe, immer in jeder Sekunde meiner Existenz mit allem verbunden bin.»
Was Anna Loos und seine Freunde dazu meinen, ist noch nicht bekannt. Zuerst erzählt natürlich der Narzisst seine Version ;-)
(sme)
