Bill Kaulitz setzt sich jetzt für schwule Schafe mit Namen wie Flauschi Bauschi ein
Dass es queere Tiere gibt, ist ja längst eine wissenschaftlich anerkannte Normalität. Nicht normal: Bill Kaulitz auf einem Bauernhof! Mit keiner Wissenschaft ist das erklärbar! Doch, mit einer schon. Mit der Mode. Für die gibt Bill Kaulitz bekanntlich viel zu viel Geld und Zeit aus.
Ein geschickter schwuler Schafzüchter aus Nordrhein-Westfalen hat Kaulitz auf seinen Bauernhof gelockt. Mit Erfolg. Kaulitz unterstützt jetzt die schwulen Schafe des schwulen Schafzüchters und die Mode, die sich aus der entsprechenden Schafwolle designen lässt. Gibt es viele schwule Schafe? Jedenfalls mehr, als wir gemeinhin so denken. Laut Statistik soll jeder zwölfte Schafbock schwul sein.
Die Schafe tragen klingende Namen wie Flauschi Bauschi, Marvin Gay oder Jean Woll Gaultier und sie sind vor dem Schlachter gerettet worden, denn für schwule Schafböcke gibt es logischerweise keine reproduktive Verwendung.
Rainbow Wool heisst das Unternehmen, es stellt Wollmode her und kollaboriert mit der queeren Dating-App Grindr, dem Modedesigner Kilian Kerner und anderen. Kerner schuf einen «Drama Coat» und einen «Slay Blazer», die Kaulitz zu einer Musical-Premiere trug und die natürlich schon längst versteigert sind. Der Erlös von Rainbow Wool kommt queeren Projekten in Ländern, in denen Homosexualität noch immer strafrechtlich verfolgt wird, zugute. Es gehe ihnen um die Rechte von Tieren und von Menschen, sagen die Gründer.
2025 war Rainbow Wool unter dem Titel «I Wool Survive» an der New York Fashion Week (und in der New York Times) zu Gast, der Modeschöpfer Michael Schmidt, der auch für Lady Gaga und Beyoncé schneidert, hatte für die Show 36 Kostüme entworfen.
Und Bill Kaulitz? Ist jetzt Adoptivpapa des schwulen Schafbocks Karl. Der vermutlich nach Karl Lagerfeld getauft wurde.
(sme)
