Ferien 2026: An diesen gehypten Orten droht dir ein Flop
Ob Kunstflair, City-Vibes oder Postkartenkulisse – es gibt dutzende weltbekannte Reiseziele, die bei etlichen Personen weit oben auf der Wunschliste stehen. Doch aus Traumorten werden immer häufiger Problemzonen: Der Massentourismus verändert nicht nur das Stadtbild, sondern drückt auch den Alltag von Einheimischen und Feriengästen gleichermassen.
2026 spitzen sich diese Entwicklungen in etlichen Hotspots weiter zu, vor allem im Sommer. Diese sechs besonders beliebten Reiseziele solltet ihr vorerst nicht ansteuern.
New York
2026 treffen in New York gleich drei Ereignisse aufeinander: die FIFA WM mit Spielen im MetLife Stadium, die 250-Jahr-Feier der Vereinigten Staaten im Juli und der reguläre Sommeransturm.
Die Folge: Rekordpreise in Hotels und Restaurants, eine Steuer von über 14 Prozent pro Übernachtung sowie lange Schlangen an allen Sehenswürdigkeiten. Auch die Subway-Systeme geraten an ihre Belastungsgrenzen.
«The Traveler» listet New York dementsprechend als eine der US-Städte mit den höchsten Aufschlägen für Tourist:innen für 2026. Wer kein Fan der WM ist, wird es schwer haben, New York im Sommer zu geniessen.
Barcelona
Barcelona ist bereits in den vergangenen Jahren zum Negativ-Beispiel für vom Massentourismus gezeichnete europäische Metropolen geworden. Im Sommer 2025 protestierten Tausende Einheimische gegen Wohnungsnot und Overtourism. Für 2026 ist mit noch grösseren Einschränkungen und Chaos zu rechnen.
Einerseits könnten die Proteste sich wiederholen. Zudem wird das legendäre FC-Barcelona-Stadion Camp Nou umgebaut, das sich viele Tourist:innen eigentlich anschauen möchten.
Was den Stress-Faktor in Barcelona im Sommer auf die Spitze treibt: Die berühmte Sagrada Família soll zum 100. Todestag Gaudís am 10. Juni 2026 weitgehend fertiggestellt sein. Dieser Meilenstein zieht zusätzliche Menschenmassen in die Stadt – auch Papst Leo XIV. hat laut der «Evangelischen Zeitung» bereits seinen Besuch angekündigt.
Paris
Paris-Montmartre taucht 2026 auf «Fodor’s No-List» auf. Die bekannten Strassen und Plätze im Künstlerviertel, allen voran der Place du Tertre, sind regelmässig überfüllt.
Nach den Olympischen Spielen 2024 erlebt die französische Hauptstadt darüber hinaus einen anhaltenden Tourismus-Boom, der auch die Preise auf Olympia-Niveau hält. Authentisches Pariser Flair fällt mittlerweile überhöhten Preisen, Selfie-Sticks und Menschenmassen zum Opfer.
Cancún
Mexikos Karibikküste hat ein Algenproblem, das sich immer weiter ausbreitet. Sargassum, eine Algenart, droht 2026 zur historischen Plage zu werden. Laut dem Portal «How is the Sargassum» sagen Prognosen der University of South Florida hohe Algenwerte voraus.
Zwischen Mai und August werden viele Strände von braunen Algen bedeckt, das Wasser färbt sich trüb und es entsteht ein unangenehmer Geruch aufgrund von Schwefelwasserstoff.
Zusätzlich wächst die Unsicherheit: Nach Festnahmen mehrerer Kartell-Bosse verschärfte sich Anfang 2026 die Sicherheitslage. Cancún blieb bislang weitgehend verschont, die Situation bleibt jedoch angespannt.
Venedig
Venedig hat die Eintrittsgebühr für Tagesgäste 2026 auf weitere Spitzentage ausgeweitet – spontane Besucherinnen zahlen damit bis zu zehn Euro. Am Grundproblem ändert das wenig: Im Juli und August sind die engen Gassen, Brücken und Gondeln der Lagunenstadt so überfüllt, dass kaum Romantik aufkommt.
Die historische Altstadt wirkt an Spitzentagen wie ein teures Freilichtmuseum mit Zugangskontrolle. Kosten und Besucherdruck steigen weiter – Entspannung sieht anders aus.
Antalya
2026 steigen die Preise in vielen Ferienländern deutlich – Antalya trifft es besonders hart. Die «Tourismushauptstadt» der Türkei kämpft gegen ihren eigenen Erfolg: Viele Strände sind überfüllt, Kommerz und als minderwertig wahrgenommener Service sorgen für enttäuschte Gästebewertungen.
In einer weltweiten Analyse von Ferien-Hotspots belegt Antalya 2025 Platz zwei der grössten Enttäuschungen. Schlechter wurde ausschliesslich Cancún bewertet.
