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Warum sind wir manchmal traurig nach dem Sex?

Gunda Windmüller / watson.de



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Video: watson/Gunda Windmüller

Manchmal fühlt man sich nach dem Sex nicht satt, zufrieden und glücksselig, sondern matt und deprimiert. Und das selbst dann, wenn der Sex eigentlich richtig schön war.

Für dieses Phänomen gibt es einen Namen: post-koitale Dysphoria. Auf Deutsch: Traurigkeit nach dem Höhepunkt. Bei Umfragen zu dem Thema gibt im Schnitt gut 40 Prozent aller Befragten an, schon mal solche Gefühle erlebt zu haben. Männer wie Frauen.

Aber woran liegt das?

Richtig gut erforscht ist post-koitale Dysphoria bislang leider nicht. Aber die Vermutung liegt nahe, dass Hormone dabei eine Rolle spielen. Denn wenn wir Sex haben, werden Glückshormone ausgeschüttet – und wenn die nach dem Sex abgebaut werden, könnte das für den Stimmungsblues verantwortlich sein.

Aber auch unser akutes psychisches Wohlbefinden kann eine Rolle spielen, wie Wissenschaftlerinnen annehmen. Also wie wir uns zu dem Zeitpunkt fühlen, wie wir unseren Körper wahrnehmen und wie das Verhältnis zum Partner oder der Partnerin ist.

«Die Zeit nach dem Sex ist oft eine Zeit, in der wir viel nachdenken. Und dabei können Gefühle und Erlebnisse geweckt werden, die man normalerweise nicht erlebt», erklärt Sextherapeut Ian Kerner.

Und was hilft dagegen?

Wichtig ist, diese Traurigkeit ein wenig zu beobachten. Also zu merken, wann das Gefühl auftaucht und wie oft. Und sich nicht schlecht deswegen zu fühlen: «Das Beste kann auch einfach sein, die Situation zu akzeptieren, wie sie ist und sich und den Partner liebevoll zu behandeln», rät die Sexualberaterin Irene Fehr.

Ein Gespräch mit der Partnerin oder dem Partner kann also vielleicht schon helfen. Oder auch intensiver Körperkontakt direkt nach dem Sex. Vielleicht möchte man auch einfach in Ruhe gelassen werden. Falls der Blues allerdings sehr häufig auftaucht, könnte es auch helfen, sich professionelle Hilfe zu holen. Denn dann kann etwas dahinterstecken, was durch Kuscheln nicht zu lösen ist.

Frag' Dr. G-Punkt

Reden wir eigentlich genug miteinander? Wir glauben, nein. Deshalb könnt ihr hier eure Fragen zu Sex loswerden - alles, und zwar wirklich alles, was ihr schon immer wissen wolltet. Wissen ist sexy. Schreibt ihr einfach: gunda@watson.de

Die Geschichten aus dem Leben von Emma Amour:

Dr. G-Punkt – Warum schauen Frauen Schwulenpornos?

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • hauruck 01.06.2019 19:56
    Highlight Highlight Warum sind wir manchmal traurig nach dem Sex?

    Weil er schlecht war und die ganze Investition, sie in's Bett zu kriegen, für die Katz.
  • TheOnlyZeus 01.06.2019 00:18
    Highlight Highlight Ich find's ja nett kann man heutzutage offen über Sexualität reden. Aber für meinen Geschmack ist's doch langsam etwas viel "Bravo" auf Watson.
  • Avenarius 31.05.2019 10:53
    Highlight Highlight Das hat mit Seelenmüll zu tun, den man loswerden sollte.
    Dafür braucht es keine "Studien" von Leuten, die nicht weiter, als die Hand reicht, denken können. Ab einem gewissen Alter, kennt dich niemand besser als du selbst. Schon gar nicht Wissenschaftler mit "Studien" !
    • Pro-Contra 01.06.2019 06:07
      Highlight Highlight Dann bin ich ja bald erleuchtet und löse mich anschliessend in Regenbogenlicht auf...
  • Antigone 31.05.2019 10:10
    Highlight Highlight Bei mir ists, weil ich mich ausgenutzt und billig fühle.

    Kommt halt davon wenn man in einem streng katholischen Haushalt aufgewachsen ist, wo Sex nicht erwähnt werden durfte und es als was Schlechtes abgetan wurde... 😩
    • Musikuss 01.06.2019 00:19
      Highlight Highlight Wer sich ausgenutzt und billig fühlt, sollte sich zuerst mal selbst ersthaft fragen, ob es vielleicht doch am eigenen Verhalten liegt, bevor man die Schuld bei der Erziehung sucht. Denn sobald wir bereit sind, die Verantwortung für unser Handeln selbst zu übernehmen, haben wir die Chance, aus unseren Fehlern zu lernen. Solange wir uns hingegen als als „Opfer“ unserer Erziehung sehen wollen, werden wir keine Notwendigkeit sehen, unser Verhalten zu ändern. Als erste Konsequenz werden Sie dann immer die selben Fehler machen, was als Zweites in die Depression führt. Wollen Sie das wirklich?
    • Pro-Contra 01.06.2019 06:13
      Highlight Highlight Zeit, sich von alten Dogmen und Konzepten zu lösen. Viel Kraft 💪🏼
  • Gsnosn. 31.05.2019 07:41
    Highlight Highlight Warum sind wir manchmal traurig nach dem Sex?
    Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen

    Weil leider vorbei ist
  • Burdleferin 30.05.2019 22:29
    Highlight Highlight Seltsamerweise raten Therapeuten immer zu einem Aufsuchen derselben.
    • Schwaflichopf 31.05.2019 10:21
      Highlight Highlight W s ist daran seltsam? Wenn du einem Automech ein Problem beschreibst wird er dich vermutlich auch an einen Automech weiterschicken und nicht an einen Polsterer...?

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