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Video: watson/lea bloch

Interview

«Vergewaltigung passiert meistens im eigenen Umfeld» – eine Betroffene erzählt

Am 25. November ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Morena Diaz bezeichnet sich als Überlebende sexualisierter Gewalt. Agota Lavoyer, Beraterin der Opferhilfestelle «Lantana», erklärt, was sich ihrer Meinung nach in unserer Gesellschaft diesbezüglich alles ändern muss.



Morena Diaz erzählt im Video, wie sie vor zwei Jahren Opfer sexualisierter Gewalt wurde. Die Bloggerin entschied ein Jahr nach dem Erlebten, damit an die Öffentlichkeit zu gehen und machte somit vielen anderen Vergewaltigungsopfern Mut, darüber zu sprechen.

Agota Lavoyer ist stellvertretende Leiterin der Opferberatungsstelle «Lantana». Längst nicht alle Opfer einer Vergewaltigung liessen sich bei einer Opferhilfestelle beraten. Die Gründe dafür stünden damit in Verbindung, dass sich die Überlenden oftmals schämen und sich selbst Vorwürfe machen. Dies läge daran, dass sie meinen, sie würden Mitschuld an der Tat tragen.

Dies wird zum einen durch das weitverbreitete «Victim Blaming» begründet. «Victim Blaming ist der Glaube, dass das Opfer auf irgendeine Art und Weise Mitschuld an der Tat trägt», erklärt Morena Diaz. Auch ihr selbst ist solche Schuldzuweisung widerfahren. Immer wieder musste sie sich denselben Fragen stellen, die ihr Erlebtes hinterfragten.

Im Video erzählt Morena Diaz, wie es sich anfühlt, Opfer sexualisierter Gewalt zu sein und was sie anderen Überlebenden rät. Agota Lavoyer erläutert die gesellschaftlichen und rechtlichen Faktoren, die Opfer sexualisierter Gewalt betreffen. Das Urteil steht noch aus. Als nächster Schritt steht der Gerichtsprozess an, in dem entschieden werden soll, ob der Angeklagte für schuldig befunden wird.

Sexismus in den Medien

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