Mauerfall - 25 Jahre danach
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

7000 leuchtende Luftballone

Berlin lässt Mauer aus Licht in die Nacht aufsteigen



25 Jahre nach ihrem Fall hat sich die Berliner Mauer symbolisch noch einmal aufgelöst: Tausende leuchtende Ballone, die entlang der ehemaligen Grenze aufgestellt worden waren, stiegen in den Abendhimmel auf. 

Die Aktion, die am Brandenburger Tor gestartet wurde, bildete den Höhepunkt der Jubiläumsfeiern. Insgesamt waren am Freitag in der Berliner Innenstadt 7000 Ballone entlang der früheren Mauer auf einer Strecke von 15 Kilometern Länge aufgestellt und mit Helium gefüllt worden. Nach dem Start der Aktion am Brandenburger Tor dauerte es etwa eine halbe Stunde, bis am früheren Grenzübergang Bornholmer Strasse die letzten Ballone in die Luft aufstiegen. 

>>> Hintergrund:
Alles zum Mauerfall

Hunderttausende Schaulustige nahmen in der gesamten Berliner Innenstadt an den Feiern zum Fall der innerdeutschen Grenze teil. Bis in die Abendstunden dauerte das Bürgerfest, an dem Stars wie Daniel Barenboim oder Udo Lindenberg teilnahmen. Wegen des grossen Andrangs wurden die Zugänge zum Fest unter dem Motto «Mut zur Freiheit» geschlossen. 

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit sagte am Brandenburger Tor, die Deutschen seien noch immer stolz und glücklich, dass die Mauer vor 25 Jahren niedergerissen worden sei. Mit dabei waren auch Bundespräsident Joachim Gauck sowie der frühere sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow und Polens Ex-Präsident Lech Walesa. Die Zuschauer bejubelten insbesondere den 83-jährigen Gorbatschow, der als einer der Väter der deutschen Einheit gilt. Bei seinem Auftritt vor dem Brandenburger Tor riefen viele Anwesende «Gorbi, Gorbi!». 

«Der Mauerfall hat uns gezeigt: Träume können wahr werden.»

Bundeskanzlerin Angela Merkel

Blumen für die Mauertoten

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Wowereit hatten am Vormittag an der Gedenkstätte Bernauer Strasse symbolisch Blumen in die Fugen der dort verbliebenen Mauersegmente gesteckt. Nach einem ökumenischen Gottesdienst in der wieder errichteten Versöhnungskapelle zündeten sie Kerzen an, mit denen der Mauertoten gedacht wurde. Die dort neu eröffnete Ausstellung dokumentiert auch die Aussagen von Zeitzeugen des DDR-Grenzregimes. 

Merkel bezeichnete die Geschehnisse von 1989 als Vorbild für andere Freiheitsbewegungen: «Der Mauerfall hat uns gezeigt: Träume können wahr werden.» Sie fügte hinzu: «Diese Erfahrung wollen wir mit unseren Partnern in der Welt teilen.» Die Dinge könnten zum Guten gewendet werden, das sei die Botschaft des Mauerfalls. Dies gelte in diesen Tagen auch für andere Regionen wie Ukraine, Syrien oder Irak

«Wohin man 1989 in Europa blickte – der Funke der Freiheit war entzündet.»

Martin Schulz, präsident des europaparlaments

Schulz: «Vorbild für Freiheitskämpfer»

Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, sagte am Nachmittag beim Festakt des Landes Berlin im Konzerthaus am Gendarmenmarkt, der Mut der DDR-Bürgerrechtler sei «Freiheitskämpfern auf der ganzen Welt bis heute ein Vorbild». Er fügte mit Blick auf die anderen osteuropäischen Länder hinzu: «Wohin man 1989 in Europa blickte – der Funke der Freiheit war entzündet.» Die Wege zur Freiheit seien damals unterschiedlich gewesen, «aber sie waren immer friedlich». 

Auch an vielen anderen Orten entlang der einstigen innerdeutschen Grenze wurde an die historischen Ereignisse erinnert. Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und ihr hessischer Amtskollege Volker Bouffier überquerten die «Brücke der Einheit» über die Werra und legten am ehemaligen Grenzstreifen Kränze für die Maueropfer nieder. 

In Helmstedt und am ehemaligen Grenzübergang Marienborn erinnerten die Regierungen von Sachsen-Anhalt und Niedersachsen an die Ereignisse vor 25 Jahren. Mehr als 100'000 DDR-Bürger hatten von 1961 bis 1989 die Flucht über die innerdeutsche Grenze versucht. Über 600 von ihnen kamen ums Leben; mindestens 136 von ihnen starben an der Berliner Mauer. (dhr/sda/afp/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Die AfD verdankt ihren Wahlerfolg vor allem Jungen und Nichtwählern

Wenn es um die AfD geht, richten sich die Vorwürfe oft gegen ihn: gegen den alten weissen Mann. Gemeint ist der Stammtischler aus der hiesigen Dorfkneipe, der die Welt nicht verstehen will, und der aus Überforderung eben die rechte AfD wählt. Aber so einfach, das zeigen die Wahlen in Sachsen, ist die Sache nicht. Dort nämlich wurde klar: Die AfD ist bei jungen Wählern die erfolgreichste Partei.

Bei den Wahlberechtigten unter 30 Jahren holten die «Alternativen» laut der «Forschungsgruppe …

Artikel lesen
Link zum Artikel