Gene Lake bringt Muri zum Beben
Mit enormer Energie und Lautstärke startet das Quartett sein Konzert. Die Zuschauer richten den Blick gespannt auf die Bühne. Muri bebt; der Bass ist im ganzen Raum spürbar. Gene Lake am Schlagzeug dirigiert seine Gruppe souverän durch das erste Stück. Es wirkt wie ein Wettbewerb, bei dem sich die einzelnen Instrumente die Show stehlen wollen, und gleichzeitig zeigt sich ein harmonisches Zusammenspiel. Nach einem ersten Zwischenapplaus endet das Eröffnungsstück. Das Publikum zeigt sich begeistert.
Langjährige Laufbahn
Gene Lake begann seine musikalische Karriere bereits in jungen Jahren: «I’ve been doing music since I was 5», erzählt er. Geprägt wurde er vor allem von seinem Vater, einem Saxophonisten, und dessen Funk-Reggae-Band, mit der er bereits als 19-Jähriger auf der Bühne stand.
Auch später konnte der heute 59-jährige zahlreiche prägende Erfahrungen sammeln. So spielte er beispielsweise 2008 das erste Mal bei Musig im Pflegidach.
Kraftvolle Klänge
Das zweite Stück beginnt genauso energiegeladen wie das erste. Einige Zuschauer bewegen den Kopf im Takt der Musik. Gene Lake spielt hochkonzentriert und zeigt dabei sichtbar Freude an seiner Musik. Rund 15 Minuten lang führt das Quartett sein Publikum durch ein weiteres Stück «jazzy Funk», wie der Schlagzeuger seine Musik bezeichnet, und erntet dafür erneut kräftigen Applaus.
Unter dem Namen «Gene Lake Project» erhalten alle vier Musiker Raum für mindestens ein Solo: David Gilmore an der Gitarre, Carl-Henri Morisset am Klavier und Reggie Washington am Bass. Auch der Schlagzeuger nutzt seine Gelegenheit und zeigt sein beeindruckendes Repertoire.
Atemberaubender Abschluss
Als letztes Konzert des Jahres 2025 bei Musig im Pflegidach dient dieser Abend auch als musikalischer Jahresabschluss. Diesem Anspruch wurde Gene Lake mit seinen Begleitern mehr als gerecht. Das überrascht kaum: «Meine Erwartungen werden bei Musig im Pflegidach immer erfüllt», meinte eine Besucherin bereits vor Konzertbeginn.
Zauberhafte Zugabe
Nach einem tosenden Applaus verlässt die Gruppe die Bühne und kehrt gleich darauf für eine ausführliche Zugabe zurück. Ein letztes Mal an diesem Abend präsentiert das Quartett eine musikalisch anspruchsvolle und virtuose Darbietung.
Finales Fazit
Auf die Frage, was seine Musik so speziell mache, antwortet Gene Lake: «Pretty much every music is special.» Jede Musik habe etwas Eigenes – und auch dieser Abend im Pflegidach hat dies eindrücklich verdeutlicht. Auch wenn nicht jeder Musikstil jeden begeistert, fand das Konzert sein Publikum und bildete einen passenden Abschluss des Jahres.
