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Verlassene Zelte liegen auf dem Areal des Musikfestival Openair St. Gallen am Sonntag, 29. Juni 2014, im Sittertobel in St. Gallen. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

3000 Zelte blieben auf dem Festivalgelände zurück. Bild: KEYSTONE

Abfallberge

Openair St. Gallen: Erst Depot kassiert und dann Zelt weggeworfen

Das Openair St. Gallen kämpft mit immer neuen Ideen gegen die stetig wachsenden Abfallberge. In diesem Jahr wurde das Zeltdepot eingeführt. Mit zweifelhaftem Erfolg.



Weil die Abfallberge auf dem Openair-Gelände von Jahr zu Jahr grösser wurden, mussten die Besucher des Festivals diesmal neu für ihr Zelt ein Depot von 20 Franken zahlen. Als Pfand erhielten sie eine Plakette. Nur wer sein Zelt am Schluss beim Ausgang vorzeigte, erhielt das Depot zurück.

Von den 11'300 Zelten, für die am vergangenen Wochenende am Openair St. Gallen eine Plakette gelöst wurde, seien 75 Prozent wieder mitgenommen und das Depot rückvergütet worden, heisst es in einer Mitteilung der Organisatoren. Die Quote der mitgenommenen Zelte sei deutlich höher als im Vorjahr. 

Tonnenweise Abfall

Rund 3000 Zelte blieben im Sittertobel liegen. Was die Festivalmacher verschweigen: Viele Besucher liessen ihre Zelte allerdings einfach ausserhalb des Geländes liegen, nachdem sie das Depot zurückerhalten hatten.

Das Abfallproblem am Openair St. Gallen lässt sich trotz diverser Verbesserungen nicht verleugnen: Wurden nach dem Festival 2008 noch 100 Tonnen Abfall gesammelt, waren es 2012 bereits rund 180 Tonnen und nach dem grossen Schlammfestival im vergangenen Jahr 220 Tonnen. (whr/sda) 

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