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NEW YORK - AUGUST 1994:  American pop duo the Weather Girls (Martha Wash, left, and Izora Rhodes Armstead (1942 -2004) right), previously known as Two Tons O' Fun, pose for a photo  in New York City, New York. (Photo by Catherine McGann/Getty Images)

Weather Girls: Martha Wash, links und Izora Rhodes Armstead1994 in New York. Bild: Archive Photos

Comeback der Weather girls

Homo-Hasser hievt Uralt-Hit «It's Raining Men» wieder in die UK-Charts

Vor über drei Jahrzehnten landeten die Weather Girls einen Hit. Dank eines Ewiggestrigen sind sie heute wieder in den britischen Charts.

1982 war«It's Raining Men» in Grossbritannien in aller Ohren: Das Stück stieg bis auf Platz zwei der Hitparade. Den weitaus grösseren Erfolg feierte die Hymne aber wohl auf zahllosen Partys, wo der Ohrwurm bis zur Jahrtausendwende zum Pflichtprogramm gehörte.

Nun hat der grösste Hit der Weather Girls wieder die Top 20 der UK-Charts erstürmt. Der Grund dafür ist auf Facebook zu finden: Eine Gruppe mit bisher knapp 15'000 Unterstützern fordert dort zum Kauf des Liedes auf, um es auf Platz eins zu hieven.

Alter Ohrwurm kommt zurück: «It's Raining Men» von den Weather Girls. Video: YouTube/TheWeatherGirlsVEVO  

Das Projekt soll ein Zeichen gegen Intoleranz setzen: «Männer-Regen» ist in der Schwulen-Szene nach wie vor ein gefragter Hit. Es ist das englischsprachige Pendant zu «Er gehört zu mir» von Marianne Rosenberg. Die Botschaft der Facebook-Gruppe richtet sich in erster Linie an David Silvester.

Mitte Januar schrieb der Politiker dem «Henley Standard» einen denkwürdigen Brief. Darin erklärte der Pensionär mit Blick auf die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Ehen:

«Liegt das nur an der ‹globalen Erwärmung›?»

David Silvester

«Seit der Annahme des Marriage Act wurde die Nation von ernsten Stürmen und Überflutungen heimgesucht. Der letzte Sturm verursachte die schlimmste Flut seit 60 Jahren. Die Weihnachtsflut war die schlimmste seit 127 Jahren. Liegt das nur an der ‹globalen Erwärmung› oder ist da etwas Schlimmeres im Spiel?»

Die Antwort liefert Silvester gleich selbst: «Die Heilige Schrift mache es mehr als deutlich, dass eine christliche Nation, die ihren Glauben verleugnet und gegen das Evangelium handelt, von Naturkatastrophen wie Stürmen, Krankheiten, Seuchen und Krieg heimgesucht wird.»

Weil Silvester mit Premier David Cameron so unzufrieden war, wechselte er vor einem Jahr zur rechtspopulistischen United Kingdom Independence Party. Doch selbst denen war die vorsintflutliche Einstellung Silvesters zu apokalyptisch, weiss der «Guardian»

«Sky News» berichtet über Silvesters Demission. Video: YouTube/TruthTube451

Als der frühere «Shell»-Mitarbeiter in einem Radiointerview mit der BBC Homosexualität eine «geistige Krankheit» nannte, die geheilt werden könne, zog seine Partei die Reissleine. 

Und während Silvester noch Wein aus alten Schläuchen predigt, fällt nun Wasser auf die Mühlen der Schwulen- und Lesben-Szene: «It's Raining Men» will sich durch Social Media nun ganz nach oben spülen.

(via Queer)

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