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Komiker soll Frauen vergewaltigt haben

«Bill Cosby ist wie ein Monster über mich hergefallen»



This Nov. 18, 2013 photo shows actor-comedian Bill Cosby in New York. Cosby will star in a new comedy special

Bill Cosby soll Barbara Bowman vergewaltigt haben. Bild: AP Invision

30 Jahre lang hat Barbara Bowman geschwiegen. Mit 17, so erzählt sie nun in einem Interview mit Mail Online, sei sie vom Sitcom-Star Bill Cosby sexuell missbraucht worden. Erst die Aussage des Komödianten Hannibal Buress habe sie dazu gebracht, über die traumatische Vergangenheit zu sprechen. Dieser hat Cosby in seiner Show als «Serienvergewaltiger» tituliert. 

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Hannial Buress über den Serienvergewaltiger Bill Cosby. Bowman ist froh über seine Offenheit und seinen Mut für sie und andere Opfer die Wahrheit auszusprechen – trotz der Drohungen, dass solche Äusserungen seine Karriere ruinieren könnten. video: youtube/theyoungturks

«Ich hoffe, dass andere Opfer von sexuellem Missbrauch sich nicht länger von den Berühmten, Reichen und Mächtigen einschüchtern und zum Schweigen bringen lassen. Wenn ich nur einer Person damit helfen kann, dann habe ich meine Aufgabe richtig gemacht», begründet sie ihre Entscheidung, nicht länger zu schweigen.  

UNSPECIFIED - SEPTEMBER 13:  Photo of Cosby Show, 1984 - 85 season (front row l-r) Lisa Bonet, Bill Cosby, Keshia Knight Pulliam, Phylicia Ayers-Allen, (back row l-r) Sabrina Le Beauf, Tempestt Bledsoe, Malcolm-Jamal Warnerphoto taken 9/13/1985.

Die Cosby-Familie mit dem charismatischen Vater Dr. Bill Huxtable.  Bild: Michael Ochs Archives

Cosby habe sie nicht nur sexuell misshandelt, sondern auch seelisch. Er habe ihr den Vater vorgespielt. «Er wusste genau, dass ich keine Vaterfigur in meinem Leben hatte», sagt Bowman im Interview. Laut ihren Aussagen impfte der Schauspieler ihr ein, ihm zu 100 Prozent zu vertrauen. 

 «Als es vorbei war, bin ich aus dem Zimmer gerannt und habe mich übergeben.»

«Alles begann 1985», erzählt sie weiter. Damals war sie 17 Jahre alt.  Bowman war an der Schauspielschule eingeschrieben, als ihr Mäzen, Förderer und Ersatzvater Bill Cosby auftauchte und ihr versprach, sie gross herauszubringen. «Ich wurde von ‹The Coz› zu einem Vorsprechen eingeladen. Ich sollte in die Rolle einer Betrunkenen schlüpfen, er stand dabei hinter mir, streichelte meinen Nacken und meine Brust. Weiter ist er da nicht gegangen. Aber das war der Moment, wo der Missbrauch begann.»

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Heute ist Bowman glücklich verheiratet und hat zwei Kinder. Die Missbrauchs-Erinnerungen lassen sie dennoch nicht los. 

Ihre Beziehung wurde immer enger. Der in Comedy-Kreisen gerühmte Cosby und die angehende Schauspielerin trafen sich öfter, sie besuchte ihn in seinem Hotel, er kaufte ihr eine kleine Wohnung in Manhattan, er freundete sich irgendwann sogar mit Bowmans Mutter an und lud die beiden in Broadway-Shows ein. «Das war wahrscheinlich von Anfang an sein Plan», vermutet die heute 47-Jährige, «so kam er damit davon.» 

«Ich werde das Geräusch nie vergessen, das verursacht wurde, als er versuchte seine Gürtelschnalle zu öffnen.» 

Die Übergriffe auf die junge Frau wurden immer schlimmer. Reno, Nevada, 1986: «Er schaltete das Licht aus, legte mich auf die Couch und begann, mich überall anzufassen. Dann legte er meine Hand auf seinen Penis, darüber seine Hand. So musste ich ihn befriedigen. Als es vorbei war, bin ich aus dem Zimmer gerannt und habe mich übergeben.»

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Die blutjunge Barbara Bowman. bild: dailymail

Bowman konnte mit niemandem darüber reden, nicht einmal mit ihrer Mutter. Sie dachte doch dasselbe wie alle: Das ist Dr. Huxtable von der «Bill Cosby Show» und alle lieben ihn. Niemals würde er so etwas tun.

Doch für Barbara Bowman ist er ein Monster. Ein Monster, das sie vergewaltigt und unter Drogen gesetzt hat. 

«Ich werde das Geräusch nie vergessen, das verursacht wurde, als er versuchte seine Gürtelschnalle zu öffnen, um seine Hosen runterzulassen. Er bekam den Gürtel nicht auf, ich schrie um Hilfe und versuchte, mich aus seinem Griff zu befreien, während er versuchte, mir zur gleichen Zeit meine Hose herunterzuziehen.»

THE COSBY SHOW -- Pictured: (l-r) Bill Cosby as Dr. Heathcliff 'Cliff' Huxtable, Keshia Knight Pulliam as Rudy Huxtable -- Photo by: NBCU Photo Bank

So ist Bill Cosby den Fernsehzuschauern in Erinnerung. Bild: NBCUniversal

Bowman wolle nicht länger still sein, sie würde die Wahrheit in die Öffentlichkeit tragen. Kein Schweigegeld der Welt soll Cosby nun noch helfen, so wie das im Fall von Andrea Constand geschehen sei. Diese klagte 2004 wegen sexuellen Missbrauchs gegen Cosby, doch der Rechtsstreit wurde 2006 durch einen Vergleich beigelegt. In den 30 Jahren von Bowmans Schweigen sollen sich über 13 angebliche Cosby-Opfer gemeldet haben. 

(rof via Mail Online: Unter diesem Link können Sie auch das ganze, ausführliche Interview mit Bowman nachlesen)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Lotte 29.10.2014 07:58
    Highlight Highlight An meine Vorredner: und genau aus dem Grund schweigen viele Opfer. Schämen sich sogar und fühlen sich selbst schuld. Weil sie immer wieder derart abgehakt werden, wie ihr es gerade tut. Es ist richtig nicht immer gleich alles zu glauben, was irgendwer behauptet. Es gibt leider Menschen, die auf solche Züge aufspringen um Kohle, Aufmerksamkeit oder eine Chance zur Rache zu bekommen. Was auch immer. Aber es ist kein Argument auf eine Lüge zu schließen, nur weil so jemand sich spät meldet oder mit dem Täter auch nach unangenehmen Situationen Kontakt pflegt. Gerade weil er wie ein Vater für sie war, hat sie vielleicht drüber hinweg gesehen. Man sieht als Opfer sexueller Übergriffe über einiges hinweg, wenn man der Person vertraut. Zweifelt eher an seiner eigenen Fähigkeit, Dinge zu interpretieren. Ich weiß leider wovon ich rede.
    Es mag für Außenstehende komisch klingen, wenn sich plötzlich Jahre später so viele angebliche Opfer melden. Und leider sind auch ab und zu dreiste Lügner dabei. Aber: In den meisten Fällen gibt es Opfern Sicherheit, nicht allein zu sein. Nicht als Einzige mit einer Story dazustehen, die einfach mit ner Hand voll Geld vom Tisch gewischt wird in Promikreisen...
    Ich möchte Herrn Cosby nicht als Vergewaltiger sehen. Er hat durch seine Show meine Kindheit positiv geprägt. Aber einfach abtun kann und will ich das auch nicht. Es ist schon auffällig, wenn sich derart viele Frauen melden. Da sind sicherlich nicht alle nur geldgeile Lügnerinnen..
  • Mia_san_mia 28.10.2014 19:59
    Highlight Highlight Sehr wahrscheindlich will die jetzt nur Geld machen und erzählt ein Märchen!
    • Angelo C. 28.10.2014 21:10
      Highlight Highlight Sehe ich absolut auch so. Oder sie hasst ihn heute, weil er sie damals ausgelassen hat. Und da sie irgendwo las oder hörte, dass er inzwischen in eine ähnliche Geschichte verwickelt war, hat sie sich dankbar angeschlossen. Vielleicht will sie sch aber auch nur wichtig machen. Bei derart delikaten Geschichten sollte man immer u.a. auch erst mal etwas skeptisch sein...
  • Angelo C. 28.10.2014 18:55
    Highlight Highlight Ich weiss nicht recht, was man da sagen soll, tztz! Da lässt sich eine angehende Schauspielerin die den Weg nach oben sucht von einem Star erst intim berühren, um ihn dann doch sehr privat zu treffen und mit ihm sexuellen Umgang zu pflegen. Sich hierauf auch noch eine fashionable Wohnung vom Star kaufen zu lassen und sie und bewohnen, mit ihm und ihrer Mutter mehrfach Broadway-Shows zu besuchen. Und heute, ein halbes Menschenleben später ihn als Vergewaltiger zu brandmarken, liest sich nicht sonderlich vertrauenerweckend und glaubwürdig.

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