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Hafenkran am Limmatquai

Bild: watson

Kommentar

Das ist der schönste «Hafenkäse» der Welt!

Kunst spricht nie für sich. Kunst spricht aus den Menschen, die sie betrachten. Deshalb ist der Hafenkran ein grossartiges Kunstwerk. Er bringt viele Menschen zum Sprechen.



Ein paar Künstler brachten mit dem Hafenkran einen gigantischen Büchsenöffner nach Zürich. Sie öffneten damit die Büchse der Pandora, aus der nun alles heraussprudelt, was uns so mürrisch durch den Alltag gehen lässt. 

Es wird sich wie nach einem reinigenden Gewitter anfühlen, wenn der Hafenkran nach neun Monaten abgebaut ist (sofern er überhaupt abgebaut wird; denn es wäre nicht das erste Mal, dass bei einem umstrittenen Objekt im öffentlichen Raum in kürzester Zeit abgrundtiefer Hass in innige Liebe umschwenken würde. Das bekannteste Beispiel dafür ist der Eiffelturm).

Was bedeutet es, wenn sich sogar der Kunstkenner und -sammler Michael Ringier dazu hinreissen lässt, das Kunstprojekt «Zürich Transit Maritim» einen «Hafenkäse» zu nennen

Es bedeutet nichts anderes, als dass das Projekt Hafenkran die grösste anzunehmende Kontroverse ausgelöst hat. Glücklicherweise wird diese auf Seite der Kritiker stets mit den drei gleichen Parolen bestritten. Sie sind leicht zu widerlegen.

1. «Das Geld gleich zum Fenster raus schmeissen!»

Ich entgegne: Oder noch viel besser das Geld für einen sinnvolleren Zweck einsetzen!

Letzthin diskutierte ich in meiner Facebook-Chronik über behindertengerechtes Bauen. Im Zuge der Diskussion meinte eine Kommentatorin, dass die 600'000 Franken für den Hafenkran gescheiter in behindertengerechtes Bauen gesteckt würden.

Ich entgegnete ihr, dass man das Opernhaus schliessen könne, wodurch nicht nur einmalig eine halbe Million frei würde, sondern ganze 90 Millionen - jährlich!

Aber auch dann stünde schnell die Frage im Raum, ob wir nicht gescheiter, bevor wir behindertengerecht bauen, Menschen vor dem Hungertod bewahren sollten.

Ja, wir leben in Zürich grösstenteils in sehr luxuriösen Verhältnissen. Das kommt vor allem daher, dass wir alle wie kleine Gnome von der Bahnhofstrasse unsere privaten Budgets hüten. 

Und genauso kleinkrämerisch begegnen wir solch wunderbar unsinnigen Auswüchsen, wie dieser Hafenkran einer ist. Wir lieben zwar dekadente Ausschweifungen, aber bitte immer nur stilvoll. So wie wir einen Wegweisungsartikel für missliebige Zeitgenossen im öffentlichen Raum haben, so soll der Hafenkran, wenn er denn schon da stehen muss, wenigstens schön bemalt werden.

Womit ich beim nächsten Punkt angekommen bin ...

2. «Das ist doch nur ein Schrotthaufen!»

Ich entgegne: Oh ja, das schmerzt ganz tief in des Zürchers Seele!

Wir geben alles, damit die Stadt Zürich die lebenswerteste Stadt von allen Städten ist. Es gibt dafür wohl kein passenderes Beispiel als das städtische Arbeitsintegrationsprojekt «Schöns Züri». Von dort strömen Tag für Tag zig Mitarbeitende in die Stadt hinaus, um Kleber von Kandelabern zu kratzen und Graffitis zu übermalen.

Bis auf wenige Innenhofsituationen ist die Zürcher Altstadt, in deren Mitte der Hafenkran platziert wurde, eine einzige pittoreske Puppenstuben-Altstadt. Sie dient in erster Linie als Einkaufsmeile und als Bildsujet für Touristen. Alt meint hier nicht abgenutzt, verlebt und verbraucht. Alt ist eine frisch restaurierte Fassade.

Zürich boomt. Und wie in jeder anderen boomenden Stadt wird alles Alte entweder aus dem Stadtbild gelöscht oder dann liebevoll restauriert. In einer Boomtown hat die Patina nichts verloren. Und wenn etwas Patina hat, dann wurde sie in Form einer stilvollen alten Hotelbar aus der Provence importiert. 

Nicht die 600'000 Franken für den Hafenkran sind dekadent, sondern dass wir uns derart an «Alles neu!» gewöhnt haben, dass wir es nicht mehr aushalten können, dass da was Grosses, Altes, Verbrauchtes, Unnützes rumsteht.

3. «Das ist keine Kunst!»

Ich entgegne: Bis weit in Kunstkreise hinein ist zu hören, dass der Hafenkran ein «Hafenkäse» sei. Aber was könnte es ausser Kunst sonst sein? Kein professioneller Standortförderer hätte den Mut, etwas derart Umstrittenes durchzudrücken. 

Für viele Kulturleute ist die «Eventisierung der Kunst» immer noch des Teufels. Wenn die ganze Gesellschaft anscheinend jedem Spektakel hinterher hechelt, soll sich die Kunst gefälligst dem Spektakel entziehen. Der Event wird einzig dazu benutzt, um die Menschen in die Institutionen zu locken (Beispiel «Lange Nacht der Museen»).

Wer redet eigentlich noch über Kunstausstellungen und Theatervorstellungen? Mit dem Tod von Christoph Schlingensief scheint auch die gesamte politische und polarisierende Kunst verschwunden zu sein. Alle Institutionen zittern um ihre Budgets. Dieses Klima fördert vor allem brave und angepasste Kunst.

Einzig die Kritik, dass «Zürich Transit Maritim» rein kunsthistorisch betrachtet kein wirklich zeitgenössisches Kunstwerk sei, lasse ich gelten. Aber auch hier möchte ich anfügen, dass das Allermeiste in den Museen, Theatern und Opernhäusern diesem Anspruch nicht gerecht werden kann. Dort ist nämlich fast alles ein alter Hafenkäse.

Transparenzbox

Ich kenne weder die Künstler noch sonst jemanden von der Stadt, der für das Projekt verantwortlich ist.

An diesem Kunstprojekt fasziniert mich vor allem die Debatte, die es auslöst. Wie die meisten Kritiker, habe ich mich in diesem Kommentar nicht zum eigentlichen thematischen Inhalt geäussert. Dieser lässt sich auf der Webseite der Künstler und in zwei Artikeln bei uns - hier und hier - nachlesen.

Was ist eine Transparenzbox? Dieser lange und wilde Artikel war die Geburtsstunde der Transparenzbox. 

Weiterlesen zum Thema Hafenkran >>>

User-Input

Am Karfreitag entdeckte ich in meiner Twitter-Timeline diesen Tweet. Ich finde es grossartig, wenn der Hafenkran solch' kreative Blüten schlägt.
Ich liess mir ausrichten, dass das Bild im Zürcher Niederdorf aufgenommen wurde (nähe Grossmünster)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Christian Tschümperlin 25.04.2014 13:55
    Highlight Highlight Die Entpuppenstubisierung der Zürcher Altstadt trifft mich empfindlich. Puppenstuben sind hübsch, stehen sie ja für ein unbeschwertes, frisch-fröhliches Leben. Exakt das soll die Zivilisation den Menschen bieten. Der Hafenkran mag zur Ghetto-Romantik eines grösseren Hafens in der Nordsee passen. Ihn von da zu entrücken und ins Herzen Zürichs zu setzen schafft gewiss ein Bewusstsein für Gegensätze und sorgt für Gesprächsstoff. Ein längerer Aufenthalt wird ihm aber nicht vergönnt sein, denn im Unterschied zum Eiffelturm fehlt ihm die nötige Eleganz.
  • honigtiger 23.04.2014 21:18
    Highlight Highlight Ich find es ziemlich anbiedernd vom Künsterkollektiv, den Kran ans Wasser zu stellen, wo er ja auch irgendwie hingehört. Ich meine, stell Dir mal vor WIE GEIL das Teil in der Allmend wäre...aufm Üetzgi, uiuiui...dort hinten in diesem toten Neu-Oerlikon oder wie das heisst...oder so...
  • eva.1978 23.04.2014 17:50
    Highlight Highlight das ist doch nicht nötig
  • head 19.04.2014 21:52
    Highlight Highlight http://instagram.com/p/m70NOKs_g5/
    2.0?
  • Marc van Nuffel 19.04.2014 12:26
    Highlight Highlight Bitte reisst den nicht wieder ab ich hab mich schon so dran gewöhnt :-) Mega Saumässig Geile Aktion !
  • mpworld 19.04.2014 00:46
    Highlight Highlight so, jetzt muss ich auch meine sichtweise preisgeben. lange habe ich mich über diesen kran aufgeregt, weil ich nur sah, wie viel geld wieder mal in etwas reingesteckt wird, das dank einem namen und richtigen beziehungen entstanden ist. dann hat mich mein freund auf diesen artikel hingewiesen, damit ich vielleicht besser verstehen kann, warum dieses kran-projekt eben doch gut ist.

    ich finde den kran und allgemein alles, was irgendwie aus der reihe tanzt, faszinierend. auch mag ich giacometti's schlanken bronzegestalten, gaudì's architektonischen werke, sowie die komischen theaterstücke an der gessnerallee. und vieles mehr, wovon ich keine ahnung habe, was es darstellen sollte und von wem es ist. überlebenskünstler sind meine lieblingskünstler.

    dann gibt es die andere art von kunst, die mich wütend macht; wenn man einen namen hat, kann man an der art basel ein weisses zimmer mit einem in einer ecke stehendem weissen stuhl ausstellen (wortwörtlich gemeint) und verdient sich ein paar villen und vielleicht noch eine private insel damit. oder man organisiert einen alten kran, den man irgendwo hinstellt, wo er nicht wirklich hingehört und gewinnt unglaublich viel aufmerksamkeit (und politische interessen). würde ich ein gemälde mit einem klecks getrocknetem durchfall ausstellen wollen, könnte ich sicher ein paar lachanfälle generieren. wäre ich picasso, könnte ich mein durchfall sogar für ein paar geldscheine ersteigern lassen (dieses kunstprojekt ist mir soeben spontan in sinn gefallen). die art von kunst, die in meinen augen rein durch den fakt, einen "wichtigen" namen zu tragen entsteht, entfacht bei mir brechreize. das kran-projekt ist so ein beispiel. das regt mich auf.

    ich hoffe dennoch, dass der kran für immer da bleibt und all den geschniegelten bahnhofsträsslern brechreize hervorruft. for ever.
  • Piti 18.04.2014 19:03
    Highlight Highlight Grossartiger Artikel!
  • ursurs 18.04.2014 17:52
    Highlight Highlight supper jetzt sind die Basler gefordert und wir kaufen den Grippen
  • Sina84 18.04.2014 14:21
    Highlight Highlight Wenn der Kran wenigstens von Künstlern bemalt oder mit einem coolen Graffiti verziert worden wäre. Das wäre Kunst.
  • Weissbart69 18.04.2014 09:54
    Highlight Highlight Brauchts das wirklich?
    • philipp meier 18.04.2014 17:10
      Highlight Highlight das frage ich mich auch ständig, wenn ich mir all die läden in der stadt anschaue ;-)
  • hansueli 18.04.2014 07:11
    Highlight Highlight Folgt in der Schrottsammlung nächstes Jahr eine alte Loki oder ein Schleppkahn, um in Zürich Kunst zu vermitteln?
    • schaffner24 20.04.2014 17:02
      Highlight Highlight Ja das könnte in Zürich wohl möglich sein, alles finanziert durch den Steuerzahler und den Rest von ex-Stadtrat Waser
      mit seiner Sippe.
    • schaffner24 20.04.2014 17:41
      Highlight Highlight Ja das ist für Zürich immer möglich, der Steuerzahler berappt es und den Rest übernimmt ein Stadtrat
      aus der sogenannten eigenen Tasche mit seiner Sippschaft
      (wieviel muss eigentlich ein Stadtrat verdienen um das zu
      finanzieren).
  • Alfred Steiner 18.04.2014 06:11
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht, wieso diese Rostlaube das Limmatquai verschandeln muss. Der Kran hat nichts mit der Stadt Zürich zu tun.
    • schaffner24 21.04.2014 12:25
      Highlight Highlight Sicher nicht. aber es ist noch nicht das Ende der Kunst.
      In Berlin wollen sie ja nun die Russen-Panzer auf Grabstätten verkaufen. Das wäre doch ein Reischen für Frau Mauch wert zu ihrem Freund Wowereit und sie kann dann gleich Herr und Frau Waser mit dem Portemonnaie mitnehmen.
  • Nathi Mauerer 18.04.2014 00:55
    Highlight Highlight Wems gefällt..ein alter und verrosteter Hafenkran aufzustellen...Das Ziel ist sicher damit erreicht,das angeregt darüber disskutiert wird..ich persönlich hätte es noch toller,aussagekräftiger und auch irgendwie ironischer gefunden,wenn dieses Prachtding sein Platz beim Paradeplatz gefunden hätte.Der Kontrast wäre sicherlich besser zur geltung gekommen...Mit der Kunst ist das so ne Sache...auf jeden Fall gibt es für mich denkwürdigere Arten und Ausdrucksformen die Kunst genannt wird...Passent zu Ostern..mit Farbe gefüllte Eier aus Körperöffnungen zu pressen...das ist aber die Geburt der Kunst..mit Essen..den Kindern sagt man aber mit Essen spielt man nicht....vielleicht macht das Kind auch Kunst..nur verstehen wir das nicht ..Rote Tomatensauce an weisser Wand...da werden klassische Gemälde ja schon fast langweilig....Oder Freundinnen von bekannten Popstars die gefärbte Flüssigkeiten trinken,nur um diese Minuten später sich nochmals durch den Kopf gehen zu lassen und Spuren auf alle getroffenen Objekte zu hinterlassen....zum Glück nicht für die Ewigkeit...und auch aus sprichwörtlicher Sch.... lässt sich Kunst machen..noch mit Papier und Pinsel...Der Fantasie und zum Teil sprichwörtlichen Ausdrucksweise sind also keine Grenzen gesetzt,wie Kunst oder was als Kunst angesehen wird....
    • philipp meier 18.04.2014 12:01
      Highlight Highlight das finde ich sehr gut auf den punkt gebracht. alles ist kunst (oder könnte zumindest kunst sein).
      beim paradeplatz müsste es jedoch ein schweinezwinger sein. das war früher der zürcher schweinemarkt: http://de.wikipedia.org/wiki/Paradeplatz_(Z%C3%BCrich)
  • Pascal Baumann (3) 18.04.2014 00:29
    Highlight Highlight unter all den baukrane fällt er gar nicht auf. er ist definitiv der schönste von allen.
  • Sir Jabali 17.04.2014 23:17
    Highlight Highlight So schlimm finde ich den Hafenkran nicht, vor allem wenn man bedenkt, dass dieses "Kunstwerk" zeitlich begrenzt diesen Ort "verschönert". Immerhin wurde jetzt schon erkannt dies zu vermarkten. So hat auch dies etwas nachhaltig Positives.
  • Raphie 17.04.2014 15:51
    Highlight Highlight Isch das kunst oder wird die mit em chrane bracht?
  • Hedon 17.04.2014 09:34
    Highlight Highlight Wenn nicht Kunst, dann aber sicher 1a Standortmarketing für Zürich.
  • Hedon 17.04.2014 09:24
    Highlight Highlight Da fühlt man sich als Basler gleich zu Hause und dort steht am Hafenbecken 2 einer der Rotblau gestrichen wurde, der ist viel schöner als diese Rostlaube.
  • Älü Täme 17.04.2014 07:06
    Highlight Highlight Gratuliere Züruch zum Hafenkran! Wann baut ihr weitere unnütze Dinge wie ein Fussball- oder Eishockeystadion?
  • mister 16.04.2014 16:57
    Highlight Highlight aso i ha gern Kunst i jedere Form...aber dä kran chunnt bi mir nid eso a. verstah aber ou nid wie me sech dermasse drüber cha ufrege.
    • Osci Nei 17.04.2014 12:36
      Highlight Highlight Naja, es gaht ja bloss um CHF 600'000 a Stüürgälder. Aber mer chönt ja susch es paar Beamti entlaa oder es paar Straaselöcher wenige Schlüsse oder im Winter es paar Strasse echli unregelmässiger vom Schnee befreie.....
  • Kasper 16.04.2014 12:27
    Highlight Highlight Solche Kunstprojekte unterscheiden uns vom Tier.
    Einfach grossartig das Ding!
    • Hedon 17.04.2014 09:32
      Highlight Highlight Da sieht man nur wie intelligent und vernünftig Tiere sind!
  • Schlagerpeter 16.04.2014 11:23
    Highlight Highlight Für mich wäre es o.k., wenn die Leute, die diesen Unsinn erlaubten, ihn auch selber bezahlen würden, und nicht unser Steuergeld dafür verloren ginge.
    Ein Kran für Zürich, aber auf dem Uetliberg muss die Terrasse weg, welche privat finanziert wurde!!
    Liebe Politiker........wundert Euch nicht.....!!!
    • Osci Nei 17.04.2014 12:38
      Highlight Highlight Endlich mal ein intelligenter Beitrag! Dankeschön!!
      Auf dem Uetliberg ist es ja der böse Wirt der sonst zuviel verdient dieser Bonze.....!!!
      Besser etwas Steuergelder verschleudern.
  • Paulster 16.04.2014 11:16
    Highlight Highlight Da fühlt man sich als Norddeutscher gleich wie zuhause;)
    • zeromg 16.04.2014 12:55
      Highlight Highlight Moin :-)
    • Jens Dorow 16.04.2014 18:40
      Highlight Highlight Und als Rostocker noch näher ;-)
    • Osci Nei 17.04.2014 12:38
      Highlight Highlight Und als Zürcher verarscht
  • chrigel60 16.04.2014 10:36
    Highlight Highlight über 600'000.- für 9 Monate, das kann sich nur Zürich leisten!
    • Wolfsblut_2 18.04.2014 09:59
      Highlight Highlight Hallo, Kollege! Bist Du ein Speckgürtelagglo-Kater?
  • Bansky 16.04.2014 10:33
    Highlight Highlight ein bischen farbe wäre toll !
    • zeromg 16.04.2014 12:56
      Highlight Highlight watson pink? ;-)
    • Bansky 16.04.2014 19:44
      Highlight Highlight am besten ein paar künstler drüberlassn.
  • klugundweise 16.04.2014 10:30
    Highlight Highlight Luzerner sagen: rüdig verreckt!
    • zeromg 16.04.2014 12:57
      Highlight Highlight du meinst rüüdig ;-)
  • Sebi 16.04.2014 09:44
    Highlight Highlight Toll das Teil!! Mich würde es freuen wenn er dauerhaft dort stehen würde.
  • Albi Gabriel 16.04.2014 08:45
    Highlight Highlight Delirant isti turicensi! Die Spinnen, die Zürcher!
  • Max Kueng 16.04.2014 06:22
    Highlight Highlight Mir gefällt einfach die Farbe nicht, aber ansonsten find ich den Kran lustig. Wieso nicht. Hat ja bis jetzt noch keinen.
    • Humpe 16.04.2014 10:55
      Highlight Highlight Puber soll von Österreich an die Schweiz aus geliefert werden - dann kann er den Hafenkran neu bemalen!
  • Jol Bear 15.04.2014 22:52
    Highlight Highlight Die Kunst, besteht sie hier darin, etwas an einem Ort hinzustellen, wo es von seiner eigentlichen Bestimmung her nicht hingehört? Eine Art Protestgeste, wie damals Joschka Fischer, der in Turnschuhen im Parlament herumlief? Sehen wir in einigen Jahren ein stillgelegtes AKW auf dem Paradeplatz? Wie auch immer, eine herausragende kulturelle Glanzleistung scheint mir das Aufstellen dieses Krans nun doch nicht zu sein. Mehr eine Aktion um die Stadt ins Gespräch zu bringen. Für was denn eigentlich?
    • Quool-Put 17.04.2014 15:44
      Highlight Highlight Wie der Autor im Artikel andeutet: Die Kunst an dem Ding ist, dass die Bevölkerung wieder mal ehrlich über die Gestaltung des öffentlichen Raums diskutiert. Und nebenbei über die Verwendung von Steuergeldern.
  • ursrattin 15.04.2014 22:51
    Highlight Highlight Superaktion. Gefällt mir ganz grossartig.
  • mrgoku 15.04.2014 22:41
    Highlight Highlight Das ding ist sowas von hässlich. Was ist da bitte kunst? Weil das ding alt ist, ist es kunst? Dann ist ein 80 jähriger mann/frau auch kunst. Sind auch alt und haben sicher viel zu erzählen. Können ja ein paar auf dem sechseleutenplatz aufbocken und bestaunen....
    • mister 16.04.2014 16:59
      Highlight Highlight hahahah :(
  • Nicoscore 15.04.2014 22:26
    Highlight Highlight Ich finde das eine recht gute Sache. Eigentlich viel zu teuer, aber dieser Kran hat für mich etwas aussagekräftiges, und steht nicht einfach nur da, wie es andere Werke manchmal tun. Ich denke aber nicht, dass er ein Zeichen der Stadt wird, denn er wird ja eh abgeräumt.
    • mauchmark 16.04.2014 11:51
      Highlight Highlight Aussagekräftig? Etwa dass Zürich veraltet und eingerostet ist? ;-)
    • papparazzi 18.04.2014 02:59
      Highlight Highlight Es ist jetzt schon ein Wahrzeichen... nämlich das für Schildbürgerei. ut (dp)
  • metall 15.04.2014 22:25
    Highlight Highlight An alle Lästerer. Ob Kunst oder nicht für so "wenig" Geld lässt sich Heute kein solchen Medienimpact mehr machen. Jede Kommunikationsagentur würde heute schon mehr Geld brauchen. Als Kunst geht das schon wesentlich günstiger. Mir gefällt der Kran.
    Am Schluss wird er dann wohl wie Heureka oder andere Bauten noch stehen bleiben. Er wird sicher viele Leute ans Limmatquai und in die benachbarte Gastronomie und Ladengeschäfte locken. Kunst ist heute Marketing, siehe Eurpaallee und und und...
  • flowsen 15.04.2014 22:23
    Highlight Highlight Ich find es gseht richtig geil us!
    • Schlagerpeter 16.04.2014 11:24
      Highlight Highlight Deine Brille möchte ich auch mal tragen.......
    • papparazzi 18.04.2014 03:00
      Highlight Highlight Wohl gerade verliebt oder so? Nimm doch mal die Rosabrille ab. ut (dp)
  • larix 15.04.2014 22:22
    Highlight Highlight Einfach nur peinlich! Alte, rostige Hafenkräne gibts jede Menge auf dieser Welt. Und Zürich feiert das als Kunst... Freue mich auf die Fortsetzung: verlotterte Dampfer, schäbige Flugzeuge, ausgediente Loks - Schrott für Zureich um klug zu sein.
  • Dini Muetter folgt mir uf Insta 15.04.2014 21:49
    Highlight Highlight Jeder kann seine eigene Meinung darüber haben... Ich jedenfalls finde, so ein Hafenkran ist mehr als nur Altmetall. Dieser Kran erzählt mit seinen Beulen und Kratzern den Leuten doch hunderte von Geschichten. Mann muss ihn nur richtig anschauen, dann erfährt man sie. Und ich glaube, DAS will der Künstler (oder die Künstlerin, keine Ahnung :P ) damit erreichen. Dass man sich einfach einmal die Zeit nimmt sich hinzusetzen und seine Phantasie walten zu lassen. Dieser Kran ist quasi eine "Hilfe", ein "Tor", um sich in die Welt unserer Urgrosseltern zu beamen. Ich werde das auf jeden Fall tun. Und ich freu' mich drauf! :-)
    • rebiba 15.04.2014 22:07
      Highlight Highlight Den Namen der Künstlerin oder des Künstlers nicht zu wissen... - kannst Du ja noch nachholen. Aber mindestens dies sollte Dir bekannt sein: in Basel-Stadt (ist ein Ort in der Schweiz) gibt es Rheinhäfen. Da werden Schiffe mit Hafenkränen ent- und beladen. Da solltest Du Dich einmal hinsetzen - und staunen. Viel Spass.
    • Dini Muetter folgt mir uf Insta 15.04.2014 22:28
      Highlight Highlight An dieser Stelle kann ich ja gerade erklären, weshalb ich eine solche Sicht zum zürcher Hafenkran habe. :-)
      Dieses "Basel" kommt mir bekannt vor. Immer wenn ich zum Fenster hinaus schaue, sehe ich es. Manchmal nehme ich das "Drämmli" und fahre damit- (nein, nicht zum Spargelessen ins Elsass, hani nämmli nit eso gärn, wäisch) an den grossen Bach und tu genau das, was Sie mir soeben geraten haben. :-)
      Und trotzdem werde ich einmal nach Zürich gehen und mir den Kran anschauen. Weil's halt doch was ganz anderes ist als in Basel.

      PS: Mit ihrem Humor bezüglich "Basel ist imfall auch ein Ort in der Schweiz" kommen Sie nicht weit. Den Kindergarten haben Sie - nehme ich an - schon längst hinter sich.
    • papparazzi 18.04.2014 03:02
      Highlight Highlight Ja, endlich wurde die Zeitmaschine erfunden! Es lebe der Rückschritt! ut (dp)
  • Osci Nei 15.04.2014 21:49
    Highlight Highlight pfffffff
    Kunst ist Geschmacksache. Wenn jedoch der Staat über Kunst oder keine Kunst entscheidet und unsere Steuergelder dahin verschleudert, dann finde ich das nicht gut!
    Ausserdem ist es sehr anfällig für Geldwäscherei bez. Schmiergeldzahlungen. Oder wer sagt uns ob dieses alte Eisen wirklich 600'000 WERT ist und an wen die Gelder geflossen bez. noch fliessen werden......??? think about it....
  • tobivona 15.04.2014 21:45
    Highlight Highlight Wie viel hat wol diese nichtsnüzige Aktion gekostet? Transport von Deutschland nach Zürich....Arbeiter welche das Teil montierten....und ein paar Strassen weiter sitzen Menschen am Boden mit einer Blechdose in der Hand und schauen zu.
  • Piti 15.04.2014 21:35
    Highlight Highlight Kann man da eigentlich raufgehen? Das wäre doch eine wahnsinnsaussicht von da oben! Dann hätte es auch einen gewissen Nutzen.
    • papparazzi 18.04.2014 03:05
      Highlight Highlight Ja und man kann sogar fischen von da oben... mit einem langen Auslegearm... ut (dp)
  • Rumpelpilzchen 15.04.2014 21:33
    Highlight Highlight Ahoi! So schön! [ironie off]
  • rebiba 15.04.2014 21:29
    Highlight Highlight Liebe Zürcher. Es bereitete mir grosse Freude, am Aufbau eures imposanten Kunstwerkes Anteil gehabt zu haben. Wie es jetzt so da steht, das Occasion, einfach toll. - Oh, danke für die Einladung! Aber um einen dieser Hafenkräne bestaunen zu können, genügt bei uns in Basel ein kurzer Gang zu den Rheinhäfen. Da fahre ich doch lieber ins nahe gelegene Elsass zum Spargelessen...
  • Quentin Aeberli 15.04.2014 21:28
    Highlight Highlight Freue mich ja schon auf die ersten, die betrunken da hoch klettern und ins Wasser springen ... (Nein, ich werds nicht sein)
  • Bosco 15.04.2014 21:25
    Highlight Highlight so duhm
    • Don Huber 16.04.2014 11:33
      Highlight Highlight Ich finde diese Aktion ebenfalls duhm !
  • Maya Eldorado 15.04.2014 21:14
    Highlight Highlight Wenn ein Gebrauchsgegenstand an einem Ort steht, wo er nicht mehr gebraucht wird, wird er zur Kunst. So einfach ist das.
    Ich hätte da auch noch ein paar ausrangierte Sachen......
    • FourR 17.04.2014 14:45
      Highlight Highlight Ha ha, ja zum Beispiel der Zaun in Winterthur. :-)
    • papparazzi 18.04.2014 03:06
      Highlight Highlight In dem Fall ist unser nächster Flohmarkt eine Kunstauktion:-) ut (dp)
  • Swardy 15.04.2014 20:53
    Highlight Highlight Hat mich noch nicht überzeugt. Passt irgendwie einfach nicht zu Zürich. Für mich nicht anders als Altmetall, welches das Stadtbild verunstaltet.
  • Randen 15.04.2014 20:41
    Highlight Highlight Einfach nur hässlich. Aber hegen Kunst darf man halt nichts sagen. Das muss man jetzt einfach ertragen.

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