DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04574008 Participants of a 'Legida' demonstration, a local offshoot of the anti-Islam 'Pegida' (Patriotic Europeans against the Islamization of the West) movement,wave German flags in front of the city's opera house, in Leipzig, Germany, 21 January 2015. An estimated 100,000 pro- and anti-Pegida protesters were expected to rally in the east German city of Leipzig on Wednesday, in what is expected to be the largest such protest march to date.  EPA/PETER ENDIG

Tausende Demonstranten treffen sich jeweils am Montagabend in Dresden. Bild: EPA/DPA

Deutschland

Pegida plant Kundgebung in Dresden schon für Sonntagnachmittag



Das deutsche islamkritische Bündnis «Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes» (Pegida) zieht die für Montag in Dresden angekündigte Kundgebung auf Sonntagnachmittag vor. Als Gründe nennt die Gruppe angesichts geplanter Gegenproteste mögliche Ausschreitungen - und ein Konzert mit Herbert Grönemeyer.

Pegida hat für Sonntagnachmittag eine Kundgebung mit 25'000 Teilnehmern angemeldet. Die Anmeldung für Montag zog das Bündnis zurück. Das bestätigte eine Sprecherin der ostdeutschen Stadt am Freitag.

Aus Protest gegen Pegida soll es am Montag in der Dresdner Innenstadt auch ein grosses Bürgerfest für Weltoffenheit geben. Dresden dürfe nicht der Intoleranz und Stimmungsmache überlassen werden, heisst es in einem Aufruf. Zahlreiche Musiker haben ihr Kommen zugesagt, darunter Herbert Grönemeyer und Silly.

File photo of Lutz Bachmann, co-leader of anti-immigration group PEGIDA, a German abbreviation for

Lutz Bachmann ist wegen umstrittenen Fotos und ausländerfeindliche Äusserungen zurückgetreten. Bild: FABRIZIO BENSCH/REUTERS

Sorge um «Frieden und Sicherheit»

Pegida begründete das Vorziehen der Demonstration nun mit den Gegenprotesten und der Sorge um «Frieden und Sicherheit» in Dresden. «Wir wollen keinesfalls, dass es zu Ausschreitungen kommt», da sich eine «Grosszahl linker Chaoten und Gewalttäter» für Montag angekündigt haben, erklärte die Gruppe auf ihrer Facebook-Seite.

«Zum Zweiten wollen sicher viele unserer Anhänger auch gern zum Konzert von Gröni und Silly usw. und dies wollen wir denen natürlich ermöglichen», teilte Pegida weiter mit. Das mit «Weltoffenheit» angegebene Motto des Konzerts sei «ja auch vernünftig und ist in unserem Sinne». Und schliesslich stamme das Geld für die Kosten, die Pegida auf «einen hohen sechsstelligen Betrag» schätzt, auch aus Steuergeldern der Pegida-Anhänger.

Am vergangenen Montag war die Pegida-Kundgebung wegen einer Terrordrohung von Islamisten gegen den inzwischen zurückgetretenen Pegida-Chef Lutz Bachmann abgesagt worden. Auch alle anderen öffentlichen Veranstaltungen wurden untersagt.

Das Pegida-Bündnis protestiert seit Monaten gegen eine angebliche Überfremdung Deutschlands.

Überraschende Kundgebung

In Freiburg demonstrierten am Freitag überraschend rund 20'000 Menschen gegen Pegida. Zu den Protesten unter dem Motto «Farbe bekennen» hatte ein 28-Jähriger vor einem Monat über das soziale Netzwerk Facebook aufgerufen. Organisationen, Parteien und die Stadt Freiburg schlossen sich an. 

Nach Angaben der «Badischen Zeitung» war es eine der grössten Demonstrationen, die je in Freiburg stattfanden. Pegida selbst spielt in Baden-Württemberg bislang kaum eine Rolle. (sda/dpa/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Masken tragen hier nur Polizisten» – Über 10'000 bei «Querdenker»-Demo in Stuttgart

Mehr als 10'000 Menschen – grösstenteils ohne Masken und Abstand – haben nach Angaben der Polizei am Karsamstag in Stuttgart bei einer Kundgebung der «Querdenken»-Bewegung gegen die Corona-Politik demonstriert. Dabei sei es bis auf wenige Ausnahmen friedlich geblieben, sagte ein Sprecher. Hunderte Beamte waren im Einsatz – schritten wegen der Verstösse gegen die Corona-Regeln aber kaum ein. Das rief viel Kritik hervor.

Uwe Lahl vom baden-württembergischen Gesundheitsministerium etwa sagte: «Ich …

Artikel lesen
Link zum Artikel