Pegida
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epa04557443 Members of the Anti-Islamic Legida (Leipzig against the Islamization of the West) movement carry German flags and a banner that reads 'For homeland, peace, and German Leitkultur (lit. guiding culture) against religious fanaticism, against Islamization and multiculturalism - LEGIDA' through Leipzig, Germany, 12 January 2015. Islam is part of German life, Chancellor Angela Merkel said 12 January 2015, even as a group of anti-Islam and anti-refugee protesters geared up for controversial marches that have become a weekly fixture in the eastern city of Dresden.  EPA/PETER ENDIG

60'000, 40'000 – oder doch weniger? Die Polizei bereitet sich auf einen der grössten Einsätze seit der Wiedervereinigung vor. Bild: EPA/DPA

Grossaufmarsch in Leipzig geplant

Pegida-Ableger Legida rechnete für Mittwoch zunächst mit 60'000 (!) Teilnehmern – Pegida-Initiator auf Twitter blossgestellt



Nach der abgesagten Pegida-Demonstration in Dresden verlagern sich die Anti-Islam-Proteste nach Leipzig. Die Veranstalter des Pegida-Ablegers Legida rechneten zunächst mit 60'000 Teilnehmern an der für Mittwochabend geplanten Kundgebung.

Tatsächlich hat man nun eine Manifestation mit bis zu 40'000 Teilnehmern bewilligen lassen. Zudem seien 19 Gegendemonstrationen angemeldet worden.

Bis 4000 Polizisten im Einsatz

Das sagte der sächsische Innen-Staatssekretär Michael Wilhelm am Dienstag in Dresden. Nach den jüngsten Anschlagsdrohungen gegen Pegida («Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes») will die Polizei mit einem Grossaufgebot für die Sicherheit der Teilnehmer sorgen. Bis 4000 Polizisten sollen im Einsatz stehen. Dazu wurden nach Angaben eines Sprechers auch Polizisten aus anderen Bundesländern angefordert. Die Veranstalter berieten mit den Behörden über ein Sicherheitskonzept.

epa04557523 Participants in a demonstration against the anti-Islamic Legida (Leipzig against the Islamization of the West) movement in Leipzig, Germany, 12 January 2015. The Legida called for a demonstration at the same time in Leipzig. Islam is part of German life, Chancellor Angela Merkel said 12 January 2015, even as a group of anti-Islam and anti-refugee protesters geared up for controversial marches that have become a weekly fixture in the eastern city of Dresden.  EPA/SEBASTIAN WILLNOW

«Erinnert ihr euch noch an Rostock-Lichtenhagen?» (wo 1992 fremdenfeindliche Progrome stattfanden, Anm. d. Red.) – auch Legida-Gegner rufen wieder zu Gegenprotesten auf.  Bild: EPA/DPA

Nach dem Demonstrationsverbot in der Pegida-Hochburg Dresden stehen die Behörden unter Druck, da aus Berlin auch kritische Stimmen zu der Entscheidung gekommen waren. Pegida hatte angekündigt, sich nicht mundtot machen zu lassen. Am nächsten Montag will die Bewegung in Dresden wieder ihre wöchentliche Kundgebung abhalten.

Pegida-Initiator blossgestellt

Deutsche Politiker streiten derweil über den Umgang mit Pegida-Anhängern. Während die sächsische Staatsregierung für Mittwoch einen Dialog angekündigt hat, hatte SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi für ihre Partei Gespräche mit Pegida ausgeschlossen.

Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Armin Laschet verbreitete über Twitter eine Nachricht von Pegida-Initiator Bachmann vom September 2013, in der dieser dazu aufgerufen hatte, «Öko-Terroristen» standrechtlich zu erschiessen. Namentlich nennt er die damalige Grünen-Vorsitzende Claudia Roth. (sda/reu)

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