Populärkultur
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Der Bestatter
SRF Schweizer Serie
Staffel 3
Folge 1 - Offene Wunden
Buch: Dominik Bernet, Claudia Pütz 
Regie: Markus Welter
Produktion: snakefilm, 2014

Motiv 5

Mitten ins kalte Wasser: Martin Ostermeier (Dr. Alois Semmelweis), Mike Müller (Luc Conrad), Barbara Terpoorten (Anna-Maria Giovanoli), Samuel Streiff (Reto Doerig)

Copyright: SRF/Sava Hlavacek
NO SALES
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Die Veröffentlichung im Zusammenhang mit Hinweisen auf die Programme von Schweizer Radio und Fernsehen ist honorarfrei  und muss mit dem Quellenhinweis erfolgen. Jede weitere Verwendung ist honorarpflichtig, insbesondere auch der Wiederverkauf. Das Copyright bleibt bei Media Relations SRF. Wir bitten um Belegexemplare. Bei missbräuchlicher Verwendung behält sich das Schweizer Radio und Fernsehen zivil- und strafrechtliche Schritte vor.

Leiche im Hallwilersee: Pathologe Semmelweis, Bestatter Conrad und die Polizisten Doerig und Giovanoli (von links) müssen einen Mordfall aufklären. Bild: SRF/Sava Hlavacek

Start zur dritten Staffel

Papierene Dialoge, plumpe Pointen – «Der Bestatter» ermittelt wieder

06.01.15, 21:02 07.01.15, 10:21

Es «tötelet» wieder im Aargau: Aus dem Hallwilersee wird die Leiche der schönen Putzfrau Marisa Müller-Loreda gezogen. Sie wurde vergewaltigt und erwürgt. Unter Verdacht stehen ein biederer Mathilehrer, bei dem sie heimlich Nachhilfestunden für die Berufsmatur nahm, und ein archetypischer Schnösel-Banker (Koks! Nutten!!).

Um «Offene Wunden» geht es in der ersten von sechs neuen Folgen des SRF-Serienhits «Der Bestatter». Der österreichische Pathologe Alois Semmelweis (Martin Ostermeier), der am Ende der zweiten Staffel niedergeschossen wurde, kehrt an seinen Arbeitsplatz zurück, steht aber immer noch total neben den Schuhen. Prompt vermasselt er eine Autopsie.

Der Bestatter
SRF Schweizer Serie
Staffel 3
Folge 1 - Offene Wunden
Buch: Dominik Bernet, Claudia Pütz 
Regie: Markus Welter
Produktion: snakefilm, 2014

Hauptmotiv 3

Völlig von der Rolle: Martin Ostermeier (Dr. Alois Semmelweis)

Copyright: SRF/Sava Hlavacek
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Die Veröffentlichung im Zusammenhang mit Hinweisen auf die Programme von Schweizer Radio und Fernsehen ist honorarfrei  und muss mit dem Quellenhinweis erfolgen. Jede weitere Verwendung ist honorarpflichtig, insbesondere auch der Wiederverkauf. Das Copyright bleibt bei Media Relations SRF. Wir bitten um Belegexemplare. Bei missbräuchlicher Verwendung behält sich das Schweizer Radio und Fernsehen zivil- und strafrechtliche Schritte vor.

Semmelweis ist ziemlich durch den Wind. bild: SRF/Sava Hlavacek

Der dämonische «Organhändler» Louis Lauener (Mathias Gnädinger) wird nach nur einem Jahr aus der JVA Lenzburg entlassen und spinnt erneut seine intriganten Fäden. Die neu entflammte Liebe zwischen Bestatter Luc Conrad (Mike Müller) und Hauptkommissarin Anna-Maria Giovanoli (Barbara Terpoorten) scheint bereits wieder zu erkalten. Und Conrads Assistent Fabio Testi (Reto Stalder) hat eine Band. Aber das tut vor allem in den Ohren weh.

Es wird viel in diesen Auftakt zur dritten Staffel hineingepackt. Zu viel. Die Episode wirkt überladen, sprunghaft und gleichzeitig seltsam statisch. Das liegt auch am Bestatter selbst, der seine Rolle als ruhender Pol der Serie etwas zu penetrant ausspielt.

Konnte man etwas Anderes erwarten? 

«Der Bestatter» mag ein Quotenhit sein, die Drehbücher bleiben der grosse Schwachpunkt. Die Dialoge sind papieren, statt zündende Ideen werden plumpe Pointen serviert. So erhält der forsche Polizist Reto Doerig (Samuel Streiff) bei seinen Ermittlungen auf einem Golfplatz einen Ball an den Kopf geknallt. Und wenn Hobbykoch Conrad dem gleichen Doerig «Palatschinken mit Vanillesauce» anbietet, versteht der natürlich nur Schweinefleisch.

Der Bestatter
SRF Schweizer Serie
Staffel 3
Folge 1 - Offene Wunden
Buch: Dominik Bernet, Claudia Pütz 
Regie: Markus Welter
Produktion: snakefilm, 2014

Motiv 6
Kampf der Verdächtigen: Michael Klein (Peter Bamler), Samuel Streiff (Reto Doerig), Michael von Burg (Gusti Müller), Ines Klein (Nicole Steiner)

Copyright: SRF/Sava Hlavacek
NO SALES
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Die Veröffentlichung im Zusammenhang mit Hinweisen auf die Programme von Schweizer Radio und Fernsehen ist honorarfrei  und muss mit dem Quellenhinweis erfolgen. Jede weitere Verwendung ist honorarpflichtig, insbesondere auch der Wiederverkauf. Das Copyright bleibt bei Media Relations SRF. Wir bitten um Belegexemplare. Bei missbräuchlicher Verwendung behält sich das Schweizer Radio und Fernsehen zivil- und strafrechtliche Schritte vor.

Reto Doerig hält den Ehemann des Opfers im Zaum. Bild: SRF/Sava Hlavacek

Dabei bleibt Doerig ein Lichtblick der Serie. Die Macher haben seine Rolle in der dritten Staffel aufgewertet, zu Lasten von Anna-Maria Giovanoli, die noch blasser und profilloser wirkt als bisher. Am Ende entpuppt sich der Koksbanker als Mörder. Er wird vom Ehemann des Opfers – Typus besitzergreifender Schlappschwanz – in einem Showdown gestellt, bei dem jede Glaubwürdigkeit flöten geht. Immerhin entwickelt sich endlich ein wenig Spannung.

Man habe den Krimiaspekt der Serie stärken wollen mit in sich abgeschlossenen Fällen, teilt das SRF mit. Um die Zuschauer bei Laune zu halten, wird auch das Cliffhanger-Element weitergeführt. So zeichnet sich in Folge eins ab, dass Lauener der Hintermann des Anschlags auf den von Flashbacks geplagten Semmelweis war. Der will seinen Fall in Eigenregie aufklären und gerät in grösste Gefahr. 

Wie gerne wäre man nett mit dem «Bestatter»! Die Grundidee der Serie ist originell, sie gefällt mit Lokalkolorit und einem charismatischen Hauptdarsteller. Mit derart unausgegorenen Skripts aber bleibt der erhoffte Verkauf ins Ausland – bislang hat erst der WDR angebissen – für das SRF ein Traum. Mike Müller hat in einem Interview mit der «Basler Zeitung» gefordert, das für den Film vorgesehene Bundesgeld solle «in die Entwicklung guter Drehbücher investiert werden». Er weiss, wovon er spricht.

Was möglich wäre, konnte man über die Neujahrstage bei der ARD erleben, wo die norwegische Miniserie «Mammon» ausgestrahlt wurde. Der Plot ist hanebüchen, mit Klischees wird nicht gespart, doch die Skandinavier können erzählen und starke Figuren entwickeln: Man bleibt dran, obwohl man merkt, dass man handlungsmässig auf den Holzweg geführt wird.  

Norwegen hat rund fünf Millionen Einwohner, weniger als die Deutschschweiz. 

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • delia94 07.01.2015 09:24
    Highlight Mir gefällt die Serie nach wie vor. Was mich jedoch beinahe in den Wahnsinn trieb: Wieso muss man den Ellbogen einer Leiche so oft knacken lassen? Gänsehautfeeling der unangenehmen Sorte.
    18 2 Melden
  • Micha Moser 07.01.2015 00:23
    Highlight War ne gute Folge. Bin froh das ich der Serie ne Chance gab.
    23 3 Melden
  • The Writer Formerly Known as Peter 06.01.2015 23:42
    Highlight Ich habe den Bestatter heute nicht gesehen. Doch hanebüchen ist wahrscheinlich eher diese Kritik. Man kann keine 3teilige Miniserie mit einer Serie welche über mehrerer Staffeln gehen soll und einen noch offenen Spannungsbogen hat, vergleichen. Dann müsste man vielleicht eher "Die Brücke" oder Komissarin Lund (Forbrydelsen), beides skandinavische Serien, mit dem Bestatter vergleichen. Aber diese Serien verfügen auch über ein höheres Budget und werden international verkauft.
    15 3 Melden
    • dk222 07.01.2015 08:17
      Highlight Vor allem haben die Dänen viel bessere Drehbücher. Das Geld und der internationale Ruhm sind eine logische Folge davon. Ideen und gute DrehbuchreiberInnen muss man haben, und da steht die Schweiz, trotz viel Geld, weit hinten an.
      4 2 Melden
  • Christian Denzler 06.01.2015 22:46
    Highlight Mike Müller ist gut aber wenn du nicht Charly Sheen heisst, dann trägst du eine Serie nicht alleine. Schon gar nicht wenn die Storys dürftig sind.
    9 6 Melden
  • Schneiderlein 06.01.2015 22:20
    Highlight Für ne Komödie zu unlustig. Für nen Krimi zu langweilig. Für ne Serie zu platt. Schade eigentlich.
    4 37 Melden
  • Ceci 06.01.2015 21:25
    Highlight Ich schaue den Bestatter natürlich vor allem wegen Mike Müller. Aber man muss sich wieder an die CH-Langeweile gewöhnen müssen um die Krimistunde zu überstehen. Ob ich das schaffe?
    5 11 Melden
  • jk8 06.01.2015 21:24
    Highlight Doeri ist ein geiler Siech! und er hat nen coolen Dialekt haha
    16 3 Melden

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