DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Wegen Internet-Auftritt

Ermittlungen gegen Genfer Polizisten wegen Nazi-Sympathien

13.08.2014, 11:4913.08.2014, 11:52

Im Kanton Genf ist ein Straf- und ein Disziplinarverfahren gegen einen Polizisten eröffnet worden, der im Internet seinen Sympathien gegen Adolf Hitler und das Nazi-Regime kundgetan haben soll. Möglicherweise sind noch weitere Polizisten in den Fall involviert.

Im Internet trat der Polizist unter dem Pseudonym «Hussard Noir» (schwarzer Husar) auf, wie Polizeisprecher Eric Grandjean am Mittwoch in einem Bericht des Onlineportals 20minutes.ch bestätigte.

Aus Anlass des 80. Jahrestages der Ernennung von Adolf Hitler zum Kanzler am 30. Januar 2013 veröffentlichte der Verdächtigte auf Facebook folgenden Eintrag: «Der Beginn von allem...Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag an unser Reich.»

Weitere Polizisten involviert? 

Möglicherweise sind weitere Polizisten in die Affäre verwickelt. Denn der Polizist, gegen den ermittelt wird, hat auf Facebook mehrere Freunde aus dem Polizeikorps. Die Untersuchung werde dies zeigen müssen, sagte Grandjean.

Die Polizei habe den Fall nicht früher angezeigt, weil sie ganz einfach keine Kenntnis von den Aktivitäten des betroffenen Polizisten in den sozialen Medien gehabt habe. «Wir verfügen nicht über eine Rechtsgrundlage, um unsere Mitarbeitenden im Internet überwachen zu können», sagte Grandjean dazu. Und der Polizist sei mit einem Pseudonym im Internet aktiv gewesen. (jas/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Video aus Hotel wirft neue Fragen zu Antisemitismus-Eklat in Leipzig auf

Anfang Oktober sorgte ein Instagram-Video von Gil Ofarim für Aufsehen. Der Sänger beschrieb einen antisemitischen Vorfall, der sich angeblich in einem Leipziger Hotel ereignete. Demnach soll ihm der Check-in verwehrt worden sein, weil er seinen Davidstern um den Hals trug. Ein Mitarbeiter habe ihn aufgefordert, die entsprechende Kette abzunehmen, erst dann könne der 39-Jährige ein Zimmer beziehen. Gegen den besagten Mitarbeiter erstattete er am 12. Oktober Anzeige.

Zur Story